Qualitativer Dark Romance Roman mit wohl zu wenig Dark Romance für Dark Romance Fans und zu wenig Story für Vampir Fans
Ich hatte eigentlich nicht vor, Dark Romance zu lesen, aber als ich entdeckte, in welche Kategorie ¿ ¿¿¿¿¿ ¿¿ ¿¿¿¿¿ eingeteilt wurde, da hatte ich den Roman schon gekauft. Nicht nur das unglaublich hübsche Cover sprach mich an, sondern auch die Story, in der es um Draculas Bräute gehen sollte. Klassisch Dracula sollte es hier allerdings nicht werden...Wir lesen aus der Sicht von Draculas erster Braut, Constanta. Sie lässt die Beziehung zu dem Vampirfürsten Revue passieren und es ist klar, dass die einst große Liebe ein böses Ende genommen hat. Begonnen wird mit Constantas Verwandlung durch Dracula. Später die Vergrößerung der Familie durch Magdalena und Alexi. Sie berichtet von der fortwährenden Reise durch Europa und der toxischen Liebe zu ihren Gebieter.Ja, genau darum geht hauptsächlich. Eine toxische Beziehung von der man nicht loskommt und schließlich der Befreiung aus dieser. Dracula ist eine interessante Wahl um das zu veranschaulichen, aber ich weiß nicht...Ich hätte aus dem Stoff mit Draculas Bräuten lieber eine andere Geschichte erzählt bekommen.Das die dritte Braut genau genommen ein Bräutigam ist hat mich jetzt nicht so gestört. Auch nicht das Dark Romance Thema, ich finde das wurde hier recht elegant und sinnlich umgesetzt (naja, bis auf das Ende). Dafür waren mir ein paar andere Dinge nicht stimmig genug.Wir starten ca. im 15. Jahrhundert und sind im letzten Drittel im Jahr 1919 angelangt. Wir werden durch die Jahrhunderte dazwischen gejagt ohne wirklich etwas vom Lifestyle der Vampire mitzubekommen, dabei liegt doch gerade darin der Reiz. Ich hätte es besser gefunden, wir hätten uns nicht zu viel in der Zeit bewegt.Mir sind auch ein paar Error aufgefallen, die einem immer wieder anderes Jahrhundert vorgaukeln. Schaufensterbummel gab's 1600 rum bestimmt noch nicht. Zerfleddert gekleidete Theaterschauspieler ordne ich eher nicht in die 1920er ein und Kutschen waren zu der Zeit vielleicht noch nicht ganz verschwunden, aber eher unüblich.Mit Dracula hat das ganze sowieso sehr wenig zu tun, der Name taucht auch nur im Klappentext auf.Für das Genre besser, insgesamt aber schlechter als erwartet.