Unpassende Handlungen, Spannung udn wichtige Theman und dennoch: Listen to your Brain
¿Listen to your heart, aber manchmal vielleicht doch lieber nicht. Thematisch hat mich das Buch mit dem Thema Podcast sehr angesprochen. Aber der Inhalt und vor allem die Beziehung der beiden Protagonist*innen konnte mich so gar nicht erreichen.Denn während wir nicht wissen, was passiert ist, nur dass es einen Vorfall gab, nähern wir uns geschichtlich dem Ereignis. Natürlich ist bis zu diesem Punkt Spannung vorhanden. Das aber den beiden, denen Kommunikation so wichtig ist, über Gefühle zu sprechen und sich ernsthaft zu entschuldigen, genau das im Weg liegt, ist dann doch etwas ironisch. Immer wieder versuchen es die beiden freundschaftlich und scheiten an unausgesprochenen Gefühlen. Und als dann der Satz fällt, dass Finn jetzt der Mann ist, den sie in ihm sieht weiß man, dass jetzt alles total schief geht und eine total eklige Aktion folgen wird, die ihm natürlich direkt am nächsten Morgen leid tun muss. Außerdem störten mich auch Kleinigkeiten, die einfach gezeigt haben, dass sie ihn als jemanden beschreibt, dessen Worte und Handlungen nicht zusammenpassent. Sie lobt ihn gedanklich, weil er genauso wie sie die richtigen Dinge zu den Menschen sagt. Weiß was Verantwortung bedeutet. Daher finde ich es dann doch sehr schwach, dass er "die ist verärgert" denkt, statt sie verletzt. Auch, dass eine Versöhnung darauf beruhte, dass sie glaubte, er verstand was er falsch gemacht hat und dies letztendlich die Schritte der Eltern etc. waren, fand ich fatal. Denn damit hat er nicht gezeigt, dass er Verantwortung übernahm oder verstand, was er falsch gemacht hat. Dennoch finde ich, dass auch wichtige Themen angesprochen werden wie Feminismus, Frauen und Erfolg, psychische Gesundheit. Die spicy Szenen fand ich viel realistischer als in anderen Büchern. Sie geht auf die Toilette, um einen Harnwegsinfekt zu vermeiden. Außerdem gab es ein Zitat, das 2x vorkam und mir einen Stich verliehen hat. Weil es mir wieder gezeigt hat, wie unsichtbar Menschen mit Behinderung sind: "Aber das müssen wir leider alle - Frauen, People of Color, queere Menschen ...". Bei Aufzählungen von Marginalisiertengruppen oder Diskriminierung werden wir immer vergessen.