Buchinhalt:
Maura arbeitet inzwischen als Chefredakteurin in Portland, USA, doch ein familiärer Krankheitsfall bringt sie zurück nach Rockenbrook. Auch dem Nähcafé geht es finanziell eher schlecht und Maura muss sich entscheiden: Amerika oder Deutschland? Die Entscheidung fällt und schon geht auch der Trubel zuhause wieder los: Toss Tossen, immer noch Bürgermeister von Rockenbrook, strebt nach Höherem und will noch immer den Ort nach seinem Gusto umkrempeln auf Kosten der restlichen Bevölkerung.....
Persönlicher Eindruck:
Im zweiten Teil der Nähcafé-Reihe verschlägt es den Leser zusammen mit Hauptfigur Maura wieder ins norddeutsche Rockenbrook. Noch immer ein idyllischer Ort mit verschrobenen, aber liebenswerten Bewohnern wäre da nicht Toss Tossen und seine Sippschaft....
Die Idee, auf der der Plot basiert, ist dieselbe wie bei Band 1: Maura und ihre Freunde auf der einen Seite, der Tossen-Can auf der anderen und dazwischen jede Menge Action und hanebüchene Abenteuer. Natürlich ist die Erzählung auch dieses Mal wieder überspitzt und mag für manchen Leser nicht so recht lebensnah daherkommen, doch es handelt sich hier um eine Komödie und zum Lachen gibts genug.
Daneben geht es auch um die Liebe Maura und Bootsbauer Marten haben allerhand zu tun, um sich einzugestehen, was sie eigentlich wollen und dann taucht auch noch Martens Exfreundin auf, die zusammen mit dem Tossen-Clan einiges durcheinanderwirbelt.
Zum Verständnis ist Band 1 überhaupt nicht nötig, alle Figuren stellen sich durch die Handlung noch einmal vor und auch die Grand Dame von Rockenbrook, Urgroßmutter Malade Tossen, die sich übrigens vom Bürgermeister und seiner Gattin absolut nichts gefallen lässt, ist wieder dabei.
Der Spannungsbogen steigert sich im Laufe der Handlung, wobei der Schluss für manche Leser sicher etwas an den Haaren herbei gezogen sein wird nichts desto trotz gibt es im kleinen Nähcafé am Fluss reichlich humorvolle Unterhaltung für nette Stunden zwischendurch, so dass man über manchen Handlungsfaden, der gar arg überspitzt über die Stränge schlägt, gerne hinweg sieht.
Ob die Reihe weiter fortgesetzt wird, weiß ich nicht, allerdings ist der Schluss rund und in sich stimmig, so dass es eine Fortsetzung gar nicht wirklich braucht. Insgesamt war die Lektüre leicht und locker und ist in einem oder zwei Nachmittagen gelesen. Ein leichter Roman, bei dem man die Seele mal baumeln lassen kann und nicht so viel denken muss das darf es zwischendurch ruhig auch mal geben. Mir hat die Geschichte gefallen, Kopfkino gab es zudem. Was will man also mehr?
Eine Leseempfehlung für alle diejenigen, die einen lustigen Wohlfühlroman mit Spannung und Happy End suchen!