Starker Debüt-Thriller
Nachdem ich bereits so viel Gutes über den Debüt-Thriller von Chris Dominik gehört hatte, konnte ich es kaum abwarten, mir selbst ein Bild zu machen. Und gleich so viel vorab, ich kann mich der Begeisterung nur anschließen! "Narbenwald" ist wahrlich ein starkes Debüt und der Auftakt einer äußerst vielversprechenden neuen Thriller-Reihe.Der flüssige und mitreißende Schreibstil des Autors fällt direkt positiv auf, da ich augenblicklich in die Geschichte hineingezogen wurde, zumal die Story auch sofort spannend beginnt. Hinzu kommt, die grausamen Taten des Killers sind wahrlich nichts für schwache Nerven und sorgen für jede Menge brutale und blutige Szenen. Durch die verschiedenen Perspektiven hält sich der Spannungsbogen konstant oben, bis hin zum packenden Showdown. Die clever konstruierten Plottwists sowie das Katz-und-Maus-Spiel zwischen Täter und Ermittlungsteam fand ich absolut fesselnd.Apropos Ermittlungsteam. Neben den beiden Hauptcharakteren Marc Davids und Zoé Martin lernte ich ebenfalls die übrigen Teammitglieder kennen - insgesamt allesamt sympathische Figuren. Insbesondere Marc ist ein interessanter Protagonist, ohne zu viel zu verraten. Mit Zoé wurde ich leider nicht so richtig warm. Im Allgemeinen hat mir hinsichtlich der Charaktere noch etwas die Tiefe gefehlt. Daher bin ich umso gespannter auf die nächsten beiden Bände, die hoffentlich ebenfalls bald in Printform veröffentlicht werden - die E-Books "Narbensommer" und "Narbenkünstler" sind nämlich bereits erhältlich.Ich habe hier definitiv eine neue Reihe für mich entdeckt und kann es kaum erwarten zu erfahren, mit welchem Fall Davids und Martin im Folgeband konfrontiert werden.Klare Leseempfehlung und 4,5 Sterne!