Der Autor setzt sich in bislang nicht erfolgter Weise mit dem Gewaltphänomen in der Ultraszene auseinander. Dabei wird ein breiter Gewaltbegriff zugrunde gelegt, der sowohl physische als auch psychische Dimensionen berücksichtigt. Gleichzeitig werden bestehende Erklärungsansätze zum Gewaltgeschehen sowie bildungstheoretische Überlegungen miteinander in Beziehung gesetzt, um das Phänomen differenziert zu beleuchten. Im Zentrum stehen dabei die Fragen: Inwiefern wird durch das Verhalten der Ultras Gewalt hervorgebracht und welche Bedeutung hat diese Gewalt für Lernprozesse in der Ultraszene? Inwieweit nehmen solche Lernprozesse Einfluss auf den Fortgang des Hervorbringens von Gewalt? Das Buch richtet sich sowohl an alle an der Thematik interessierten Personen, insbesondere aber an Wissenschaftler:innen, die sich mit der Ultraszene auseinandersetzen, als auch an Sozialarbeiter:innen, die im Rahmen von Fan-Sozialarbeit mit der Problematik konfrontiert sind.