Stiller, zum Teil zäher Horror mit einem originellen Thema und einer starken Charakterentwicklung
Im Zentrum der Geschichte steht Edgar Freemantle, der nach einem Arbeitsunfall seinen Arm verliert, in ein emotionales Loch stürzt und für einen Neuanfang auf eine abgelegene Insel vor Florida zieht. Die sehr stille Handlung mit dem originellen Thema weist einen sehr ausführlichen Einstieg auf, der zäh wirkt und das Erzähltempo stark abbremst.Bei den Protagonisten steht der gezeichnete Edgar Freemantle im Zentrum der Handlung, der sehr glaubwürdig und lebendig dargestellt wird. Nebenprotagonisten, wie z.B. Jerome oder Elisabeth, unterstützen die Handlung und bringen Facettenreichtum mit ein. Besonders Ersterer bringt zusammen mit Edgar eine schöne Dynamik in die Geschichte.Wer stille Gruselgeschichten mit einem originellen Thema, psychologischer Tiefe und einer starken Charakterentwicklung mag, wird hier fündig.Der Schreibstil ist bildhaft, detailreich und ist von einem feinen Humor durchzogen.Einziger Minuspunkt: Die zähen Passagenmindern den Lesespaß ein wenig.Insgesamt kann ich das Buch empfehlen.