"Der Spuk von Rainier Asylum" ist der zweite Band der Reihe rund um die Bibliothekarin Sadie, die eine außergewöhnliche Gabe hat. Sie ist empfänglich für das Übernatürliche. Auch diesmal steht ihr ihr Freund und Kollege August zur Seite.Das Buch spielt fast ausschließlich in der verlassenen Psychiatrie Rainier Asylum, einem düstereren und zutiefst unheimlichen Ort. Die Handlung schließt nahtlos an Band 1 an, weshalb die Bücher unbedingt in der richtigen Reihenfolge gelesen werden sollten.Ich folgte Sadie durch einen Realität gewordenen Albtraum, der nicht enden wollte und immer neue Schrecken bereit hielt. Mit jeder Seite wurde ich tiefer in das Grauen hineingezogen, immer bedrohlicher und gruseliger wurde die Atmosphäre und ich begann zu zweifeln, ob es Sadie je gelingen würde, das Rainier Asylum wieder zu verlassen. Die Konzentration auf einen einzigen Handlungsort hat mir sehr gut gefallen. Dadurch gelingt es der Autorin, eine besonders dichte und unheimliche Atmosphäre aufzubauen. Die Stimmung im Buch ist unglaublich intensiv und bildhaft beschrieben. Allerdings habe ich die Komplexität des ersten Bandes ein wenig vermisst, insbesondere die kunstvoll miteinander verwobenen Handlungsstränge und deren beklemmende Überschneidungen.Fazit:Ganz so beeindruckend wie Band 1 ist dieses Buch für mich nicht, es ist aber dennoch eine gute Fortsetzung und ein echter Pageturner. Und dank des fiesen kleinen Cliffhangers am Ende ist meine Vorfreude auf den nächsten Band definitiv geweckt.