Meine Meinung
Der Autorin ist mit Grado im Traum ein gemütlicher Cosy Crime rund um die Commissaria Maddalena Degrassi gut gelungen.
Es ist dies der 11. Band und prinzipiell kann man die Bände unabhängig voneinander lesen, doch ich brauchte ein bisschen, um mich im Ermittlungsteam und in den privaten Beziehungen auszukennen. Mit der Zeit flossen einige wichtige Informationen aus den Vorgängerbänden in die Geschichte ein und dadurch fiel mir die Lektüre zunehmend leichter.
Die Sprache der Autorin ist für einen Krimi eher ungewöhnlich, denn die Personen drücken sich auch bei alltäglichen Gesprächen sehr gewählt aus und entsprechen, meinem Geschmack nach, vom Wortschatz her nicht so ganz den Charakteren.
Den größten Teil der Geschichte nahmen eher Schilderungen privater Beziehungen ein und die Ermittlungen zum Mordfall mit dem Team rund um Commissaria Maddalena Degrassi standen, meiner Ansicht nach, eher im Hintergrund. Vieles, das zur Auflösung des Falles führte, ergab sich durch Zufälle und nicht so sehr durch systematische Ermittlungsarbeiten. Die Auflösung des Kriminalfalles ließ mich ein wenig unzufrieden zurück, da es nicht viel Erklärung zu den Beweggründen gab und ich mir insgesamt mehr Spannung und ein etwas ausführlicheres Ende erhofft hätte.
Was mir an diesem Krimi gefiel, war das Ambiente der Stadt Grado, das abseits der touristischen Pfade sehr eindrücklich in diesem Buch eingefangen wurde.
Mein Fazit
Wer auf der Suche nach einem eher ruhigen Cosy Crime mit Lokalkolorit der Adriastadt Grado ist, der wird mit Grado im Traum fündig. Mir war es insgesamt ein wenig zu ruhig und zu wenig Ermittlungsarbeit bei zu vielen Zufällen.