Fräulein Gold: Schatten und Licht

4. Auflage.
Taschenbuch
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Der Auftakt zu einer farbenprächtigen Saga voller Spannung und atmosphärischer Berliner Geschichte der 1920er Jahre.

1922: Hulda Gold ist gewitzt und unerschrocken und im Viertel äußerst beliebt. Durch ihre Hausbesuche begegnet die Hebamme den untersc … weiterlesen
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Fräulein Gold: Schatten und Licht als Taschenbuch

Produktdetails

Titel: Fräulein Gold: Schatten und Licht
Autor/en: Anne Stern

ISBN: 3499004275
EAN: 9783499004278
4. Auflage.
Rowohlt Taschenbuch

16. Juni 2020 - kartoniert - 400 Seiten

Beschreibung

Der Auftakt zu einer farbenprächtigen Saga voller Spannung und atmosphärischer Berliner Geschichte der 1920er Jahre.

1922: Hulda Gold ist gewitzt und unerschrocken und im Viertel äußerst beliebt. Durch ihre Hausbesuche begegnet die Hebamme den unterschiedlichsten Menschen, wobei ihr das Schicksal der Frauen besonders am Herzen liegt. Der Große Krieg hat tiefe Wunden hinterlassen, und die junge Republik ist zwar von Aufbruchsstimmung, aber auch von bitterer Armut geprägt. Hulda neigt durch ihre engagierte Art dazu, sich selbst in Schwierigkeiten zu bringen. Zumal sie bei ihrer Arbeit nicht nur neuem Leben begegnet, sondern auch dem Tod. Im berüchtigten Bülowbogen, einem der vielen Elendsviertel der Stadt, kümmert sich Hulda um eine Schwangere. Die junge Frau ist erschüttert, weil man ihre Nachbarin tot im Landwehrkanal gefunden hat. Ein tragischer Unfall. Aber wieso interessiert sich der undurchsichtige Kriminalkommissar Karl North für den Fall? Hulda stellt Nachforschungen an und gerät dabei immer tiefer in die Abgründe einer Stadt, in der Schatten und Licht dicht beieinanderliegen.

Portrait

Anne Stern wurde in Berlin geboren, wo sie auch heute mit ihrer Familie lebt. Nach dem Studium der Geschichte und Germanistik promovierte sie in deutscher Literaturwissenschaft und arbeitete als Lehrerin und in der Lehrerbildung. Sie hat als Selfpublisherin bereits erfolgreich historische Saga-Stoffe vero ffentlicht.

Pressestimmen

Tolle Frau plus Krimi plus Zeitgeist der Zwanziger das ergibt einen spannenden
Mix. Wer Volker Kutscher und Babylon Berlin liebt, mag diesen Roman ganz sicher auch. Edith ; Sophia ; Juliane ; Lara ; Marisa ; Claudia ; Constanze ; Ulrike ; Johanna Einhart ; Feldmer ; Funke ; Gerdes ; Gold ; Jacobs ; Mayer ; Schädlich ; Zimmermann, Freundin

Die Autorin zeichnet anschaulich den Weg ihrer listigen und unerschrockenen Heldin nach, und dabei entsteht gleichzeitig das lebendige Bild einer Stadt, in der
beschwingte Lebensfreude, aber auch große Not und tiefes Elend allgegenwärtig sind. Sabine Sänger, Schongauer Nachrichten

Ein großartiger und spannender Auftakt der Trilogie! Neues für die Frau

Atmosphärisch dichter Krimi mit selbstbewusster Hauptfigur. Starker Auftakt der Saga. HÖRZU

Dank der sehr guten Recherche des historischen Hintergrunds und der Ortskenntnisse der Autorin entsteht das bunte Porträt einer Berliner Gesellschaft der Gegensätze in einer Zeit des Aufbruchs mit einer sympathischen Hauptfigur. buchsichten.de

Der bewegende und farbenprächtige Auftakt zu einer Saga um die sympathische Hebamme Hulda Gold. Buch aktuell

Anne Sterns Auftakt einer dreiteiligen Reihe ist spannend und verspricht viel. Ruhr Nachrichten

Sehr schöner Krimi mit einer starken Protagonistin und viel Lokalkolorit, der die Stimmung der frühen 1920er Jahre gut einfängt. B5 "Kulturnachrichten"

Fesselnd und flott mit viel politischem Hintergrund und Berliner Lokalkolorit lässt uns Anne Stern Anteil nehmen an den Geschicken der Nachkriegszeit der Zwanziger Jahre und am Leben der Hebamme Hulda Gold, die alles andere hat als ein einfaches, erfülltes Leben. Saarländischer Rundfunk SR 3

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Felicitas N.
von Felicitas N. - Hugendubel Buchhandlung Wiesbaden Kirchgasse - 12.10.2020
Auftakt zu einer neuen Saga. Hulda Gold ist Hebamme im Berlin der 20er Jahre. Als unerschrockene Frau gerät sie in eine undurchstige Ermittlung zum Tod einer jungen Frau, die im Berliner Landwehrkanal gefunden wird. Hulda Gold ist eine Figur, die man nicht vergisst: Der Leser feiert, liebt und leidet mit ihr. Liebesgeschichte und Kriminalfall machen aus "Fräulein Gold" einen runden Roman voller Zeitkolorit mit der flirrenden [...]phase der Berliner 1920er Jahre - sehr lesenswert.
Ihrem Buchhändler
von Ihrem Buchhändler - Hugendubel Buchhandlung Konstanz Bodanstraße - 12.10.2020
Besonders gefallen hat mir die eigensinnige Art von Hulda Gold. Eine junge selbstständige Frau, die sich nichts sagen lässt und auf sich selbst aufpassen kann und das in der Zeit zwischen den Weltkriegen. Schön zu lesen!
Hedda Freier, Buchhandlung Hugendubel Flensburg
Roman um eine bemerkenswerte Frau
von Hedda Freier, Buchhandlung Hugendubel Flensburg - Hugendubel Buchhandlung Flensburg Holm - 18.06.2020
Fräulein Hulda Gold ist Hebamme und betreut unter anderem eine junge Familie deren Nachbarin tot in einem Kanal aufgefunden wurde. Hulda lernt den Kriminalkommissar Karl North kennen, der in diesem Fall ermittelt. Was ist mit der Nachbarin passiert. Hulda ist neugierig und ermittelt auf eigene Faust. Eine Roman um eine junge Frau, die mehr ist als nur eine Hebamme. Sie ist neugierig und als selbstständige Frau, in einer Zeit in der dieses nicht unbedingt die Regel war, lässt sie sich nicht von ihrem selbst gewählten Weg abbringen. Spannend und interessant.
Bewertungen unserer Kunden
Eine umtriebige Hebamme
von buecherwurm_01 - 29.09.2020
Die Protagonistin ist Hebamme im Berlin zu Beginn der 1920er Jahre und geht total auf in ihrem Beruf. Sie kämpft mit den Widrigkeiten der Zeit, denn es ist für (alleinstehende) Frauen nicht leicht zurecht zu kommen, aufgrund der vielen Hindernisse in der Nachkriegszeit des ersten Weltkriegs. Ihr Privatleben stellt sie nicht zufrieden, in ihrem beruflichen Umfeld trifft sie auf Frauen in armen Verhältnissen und schwierigen Teilen Berlins mit hoher Arbeitslosigkeit und Wohnungsnot. Und dennoch geht sie selbstbewusst ihren Weg, der ihr zu Unabhängigkeit verhilft; sie ist eine taffe Persönlichkeit. Im Laufe ihrer Tätigkeit und einem Todesfall in der Umgebung trifft sie auf einen traumatisierten Kommissar, mit ihm zusammen löst sie letztendlich den Fall. Bei diesem Buch mit einer Mischung aus historischem Roman und Kriminalgeschichte treten interessant skizzierte Personen auf, die von Anfang bis zum Ende authentisch auftreten. Dieser gelungene Genremix gibt einen interessanten Einblick in Wirtschaft und Politik der 1920er Jahre, ist bildhaft erzählt und lässt ein lebendiges und atmosphärisch gut getroffenes Berlin vor meinem inneren Auge entstehen. Die Protagonistin ist eine starke Frau, deren Persönlichkeit sie auszeichnet. Den Titel finde ich gut getroffen.
Mehr Krimi als Roman
von aebbies.buechertruhe - 25.09.2020
Fräulein Hulda Gold arbeitet im Jahr 1922 in Berlin als Hebamme. Sie kämpft dabei unermüdlich gegen die steigende Armut und die mangelnde Hygiene. Trotzdem liebt sie ihren Beruf, denn der gibt ihr Unabhängigkeit. Als die freundliche Nachbarin ihrer Patientin Lilo tot aus dem Kanal gefischt wird, möchte die Polizei die Sache schnell als Selbstmord zu den Akten legen. Bei Hulda kommen aber Zweifel auf und sie beginnt im Umfeld der Toten nachzufragen. Auch der junge Kommissar Karl North glaubt nicht an Selbstmord und so kommen die beiden sich immer wieder in die Quere. Schnell stellen sie fest, daß sie zusammen schneller ans Ziel kommen. Sie ahnen nicht, daß durch ihre Neugier Hulda in große Gefahr gerät. Anne Stern hat mit "Fräulein Gold - Schatten und Licht" für eine große Überraschung gesorgt. Ich erwartete eine Geschichte über Schwangere und Babys, aber die spielen eigentlich nur eine Nebenrolle. Stattdessen bekommt man hier eine spannende Kriminalgeschichte. Das hat mich wirklich sehr begeistert! Das Buch ist in einem lockeren und lebhaften Stil geschrieben, der großen Spaß macht. Die Personen sind so herrlich unperfekt - eben ganz normale Menschen! Die Spannung baut sich von Seite zu Seite auf. Das zieht sich bis zum Schluß durch das ganze Buch. "Schatten und Licht" ist der Auftakt zu einer neuen Reihe. Von mir wird das nächste Buch schon mit Spannung erwartet!
Ein cozy Krimi mit historischem Setting
von Tine Buchstabengeflüster - 15.09.2020
Hulda Gold ist als Hebamme tätig und begleitet Schwangere bis zur Geburt und darüber hinaus. Durch eine ihrer jungen Patientinnen wird sie auf deren Nachbarin Rita aufmerksam, die tot im Kanal gefunden wurde. Die Hochschwangere glaubt, Rita ist einer Gewalttat zum Opfer gefallen, die Polizei jedoch geht von einem Selbstmord aus. Da sich Hulda sehr um ihre Patientinnen sorgt, fängt sie selbst an, mehr darüber herauszufinden. [[ Seltsam, an welch dünnen Fädchen so ein Leben hängt. Die Kinder, die ich auf die Welt hole, [...] kämpfen sich ans Licht, klammern sich mit ihren winzigen, aber starken Fingern ans Leben. Und dann geht es wie auf einer Rutschbahn los, ohne dass man ahnt, wo das Ziel ist. Die Fahrt ist zu Ende, ehe man sich¿s versieht.[[ Hulda, S. 78 Sehr schön ist, dass man ein umfassendes Bild von Huldas Leben und dem damaligen Berlin erhält. Zum einen werden politische Geschehnisse von den Figuren im Buch kritisch beäugt, unterstützt oder diskutiert. Da Hulda durch ihren Beruf und auch privat viel unterwegs ist, lernt man ihre Ecke von Berlin und deren Bewohner, wie z. B. den Zeitungsverkäufer Bert, gut kennen. Auch die medizinische Versorgung von damals wurde durch Huldas Beruf und den Einblicken in die Behandlung der Kranken in der Irrenanstalt angesprochen. Zum anderen bekommt der Leser auch einen umfassenden Einblick in Huldas Leben, weil einige wenige Kapitel auch aus der Sicht von anderen Buchfiguren beschrieben sind, die gerade mit Hulda agieren. Ab und zu werden auch Huldas Kindheit mit ihren Eltern und ihr momentanes nicht ganz rosiges Liebesleben angesprochen. Deswegen habe ich auch hauptsächlich die Geschehnisse rund um Hulda sehr genossen und mir bezüglich des Todesfalls kaum selbst Gedanken darüber gemacht, wer der Mörder sein könnte. Ich hing gebannt an den Seiten und habe interessiert verfolgt, wie Hulda immer mehr Hinweise bezüglich Ritas Tods herausfindet und immer wieder neue schwangere Frauen besucht. Bezüglich des Kriminalfalls werden auch einige Kapitel aus der Sichtweise des Kommissars Karl beschrieben, sodass man auch den offiziellen Ermittlungen folgen kann. Fazit: "Fräulein Gold - Schatten und Licht" ist ein schöner cozy crime Roman in historischem Setting. Der Leser verfolgt gespannt Huldas Leben als Hebamme und den Fall der toten Rita, in den sie sich immer weiter verstrickt.
Eine Hebamme in den goldenen Zwanzigern
von Anonym - 15.09.2020
Im Buch begleitet man die Hebamme Hulda Gold, die im Bülowbogen, einem der ärmsten Virtel Berlins, Wöchnerinnen und Schwangere begleitet. Dort stolpert sie auch über den Fall um eine tote Prostituierte. Die Polizei und Kriminalkommisar Karl North glauben an einen Unfall oder Selbstmord, Hulda ist sich da nicht so sicher und ermittelt auf eigene Faust...ein gelungener Mix aus historischem Roman mit Krimianteilen. Das Buch wird aus der Sicht mehrerer Personen erzählt, vor allem aus der von Hulda und Komissar Nordt, aber auch ein Zeitungsverkäufer oder eine Vermieterin kommen zu Wort. Immer wieder gibt es auch Tagebucheinträge der Toten. Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen, es konnte mich begeistern. Vorallem das alte Berlin der 20er Jahre hat die Autorin wunderbar eingefangen und man hat richtig die alten Marktplätze und heruntergekommenen Häuser vor sich gesehen, und ich habe gelernt, was den Wert eines Fahrrads damals ausgemacht hat! Die Autorin erzählt von den ärmsten der Armen und von Leid und Elend, ganz fern vom Glanz der goldenen Zwanziger. Auch der Kriminalfall konnte mich überzeugen, authentisch erzählt und er passte wunderbar in diese Zeit! Hulda war mir auch gleich sympatisch als Protagonistin, ihre Warmherzigkeit und ihr Mitgefühl waren greifbar und haben mir gefallen. Leider bin ich bis zum Schluss nicht mit Kommisar Nordt warm geworden, er war mir einfach sehr unsympathisch bis zuletzt. Ausserdem gab es einige Situationen im Buch die mir zu konstruiert waren, das hätte man noch etwas bessern können. Alles in allem aber ein wirklich toller Roman, ein gelungener Genre-Mix in dem man die Arbeit einer Hebamme und Die Welt der zwanziger Jahre näher kennen lernt. Ich kann es auf jeden Fall weiter empfehlen!
Ein Buch, das man nicht mehr weglegen möchte
von BücherwurmNZ - 13.09.2020
Sofort war ich vom besonderen Schreibstil begeistert. Sehr anschaulich mit vielen bildhaften und außergewöhnlichen Vergleichen schafft es Anne Stern, den Leser mit der Geschichte um die Hebamme Hulda Gold zu begeistern. Sie begleitet ihre Patienten vor, während und nach der Geburt. Durch Zufall erfährt sie vom Tod einer Bekannten einer ihrer Patientinnen und fängt an, Nachforschungen anzustellen, da ihr Schicksal sie nicht mehr loslässt. Dabei gerät sie immer wieder an den Kommissar Karl North, der von ihrem Einmischen nicht begeistert ist. Durch Huldas Perspektive erfährt man viel von ihrer Arbeit und ihrem Leben. Man taucht völlig in ihre Welt und in das Berlin rund um den Winterfeldplatz ein. Als alleinstehende Frau in Berlin 1922 geht sie gewissenhaft und mit viel Herz ihrer Arbeit nach, interessiert sich für das Schicksal ihrer Mitmenschen und muss sich manchmal von ihrer neugierigen Wirtin ausfragen lassen. Hulda ist eine starke Persönlichkeit mit viel Engagement und Positivität, wodurch sie leicht ausgenutzt oder auch mal in Gefahr geraten kann. Trotzdem behauptet sie sich im Leben und gegenüber anderen. Ergänzt wird Huldas Sichtweise mit der des Ermittlers Karl North im Fall der ertrunkenen Frau namens Rita im Landwehrkanal. Neben der Ermittlungsarbeit bekommt man auch einiges über ihn persönlich erzählt. Er ist ein Mann, der seinen Platz im Leben bereits gefunden hat, aber dennoch mit seiner Vergangenheit hadert und oft grübelt. Er könnte ein wenig selbstbewusster sein, ist aber durchaus sympathisch. Abgerundet werden die beiden gegensätzlichen Perspektiven mit Auszügen aus Ritas Tagebuch. Dies steigert die Spannung im Kriminalfall und ermöglicht Einblicke in ihr Leben und was zu ihrem Tod geführt hat. Der Fokus der Geschichte liegt auf den Ermittlungen im Todesfall, lässt aber auch sehr viel Raum, um das Leben in Berlin in Huldas Viertel lebendig werden zu lassen. Vor allem wird einem bewusst, wie es den armen Menschen dieser Zeit ergangen ist und jenen, die auf der Straße lebten. Neben Hulda sind auch ihr Freund aus Kindertagen und der Zeitungsverkäufer Bert dreidimensional gezeichnete Figuren, die eine große Bedeutung für Hulda haben. Ihre Tätigkeiten als Hebamme stehen etwas im Hintergrund, dennoch ist Huldas Leben anschaulich und realtitätsnah mitzuverfolgen. Es ist sehr spannend und aufregend, sodass ich das Buch kaum weglegen konnte und gerne wissen wollte, was als nächstes passiert. Am liebsten würde ich sofort den zweiten Band um Hulda Gold Scheunenkinder (Band 3 Der Himmel über der Stadt) beginnen. Fazit: Eine packende Handlung und ein außergewöhnlicher Schreibstil mit bildhaften Vergleichen, der das Berlin im Jahr 1922 lebendig werden lässt, machen dieses Buch zu einem gelungenen Auftakt der Reihe um die Hebamme Hulda Gold. Vor allem das Leben der Armen und Obdachlosen im Elendsviertel begegnen der sympathischen Hebamme, die unerschrocken dem Tod der Nachbarin einer ihrer schwangeren Frauen auf den Grund geht und dabei auch mal mit dem Kommissar aneckt.
Wunderschöner historischer Roman!
von M.Tiller - 12.09.2020
Hulda Gold lebt im Jahre 1922 in Berlin und ist Hebamme. Sie betreut die Frauen schon während der Schwangerschaft und ist auch während und nach der Geburt für sie da. Als sie eine ihrer Patientinnen besucht, erfährt sie vom Tod deren Nachbarin. Diese war eine Prostituierte und wurde ermordet. Auf den ersten Blick jedoch scheint sie sich selbst ertränkt zu haben. Durch einige Zufälle erhält Hulda mehrere Informationen, die sie auf die Spur des wahren Täters und sie selbst in große Gefahr bringen. Immer wieder trifft sie dabei den Polizisten Karl North und die beiden merken, dass da etwas zwischen ihnen ist, dass sie gegenseitig anzieht. Der Roman war eine positive Überraschung für mich. Das Buch hat sich kurzweilig und angenehm lesen lassen und hat mir richtig gut gefallen. Der Schreibstil ist wunderschön. Die einzelnen Charaktere wurden gut beschrieben und auch die Beschreibung der Geburten und die Behandlungen in der Nervenheilanstalt in dieser Zeit war sehr interessant. Insgesamt ein wunderschöner Roman, der mich schon gespannt auf die Fortsetzung warten lässt.
toller Beginn einer neuen Reihe
von Marita Robker-Rahe - 10.09.2020
Anne Stern hat mit ihrem ersten Buch ihrer Trilogie um die Hebamme Hulda Gold einen tollen Einstieg geschafft. Sie hat es nicht nur verstanden die Arbeit einer Hebamme nach dem ersten Weltkrieg zu schildern, sondern gibt durch ihre Schilderungen der sozialen und gesellschaftlichen Verhältnisse dem Leser ein sehr genaues Bild, wie die Bevölkerung zu dieser Zeit in Berlin lebte. und zwar nicht nur die einfachen Leute, sondern auch die der Unterwelt. Prostitution, Rauschgift, Mord und Totschlag, die Zeit war nicht nur hart, sondern auch gefährlich. Hulda als Person ist mehr als interessant, legt sie doch Wert auf Selbstständigkeit und weiss, was sie als Frau erwartet, wenn sie heiratet und Kinder bekommt. Auch ihre Ambitionen auf kriminalistischen Terrain, machen das Buch spannend und ihre Begegnung mit dem Kommissar Karl North wird sehr ausbaufähig geschildert. Ich kann es eigentlich kaum erwarten den zweiten Teil dieser Trilogie zu lesen und zu erfahren wie es mit Karl und Hulda weitergeht, aber auch wieder einzutauchen in diese atmosphärische Geschichte um Hulda und ihre Erfahrungen, die sie während ihrer Begegnungen mit ihren Patienten macht. Das nächste Buch spielt ja vielfach im Scheunenviertel , einer Gegend Berlins, die wahrscheinlich wieder spannende Geschichten zu Tage fördert, die das Team Hulda und Karl sicherlich auf Trapp hält. Absulte Leseempfehlung für den ersten Teil dieser Trilogie.
Gelungener Auftakt einer Trilogie
von morlin - 09.09.2020
Wir befinden uns in Berlin der zwanziger Jahre und begleiten die Hebamme Hulda Gold bei ihrer Arbeit. Gerade dieser Aspekt hat mir im Buch ganz besonders gut gefallen. Man erfährt einiges über Geburten in der damaligen Zeit - aber auch über die Lebensumstände der Menschen in Berlin insgesamt und die großen Unterschiede zwischen Arm und Reich. Bei einer ihrer Hausbesuche wird sie in einen Kriminalfall verwickelt. Das ist nicht ganz ungefährlich und Hulda kommt dabei in die ein oder andere brenzlige Situation. Außerdem lernt sie bei ihren "Ermittlungen" den Kriminalbeamten Karl North kennen und ich vermute mal, er wird auch in den nachfolgenden Bänden noch eine Rolle spielen. Am spannendsten fand ich die einzeln in die Geschichte eingestreuten Tagebuchaufzeichnungen der Ermordeten, bei denen die Zustände in der Irrenanstalt bei Dalldorf bzw. im Nervenlazarett bei Brandenburg beschrieben werden. Darüber hätte ich gerne noch mehr erfahren. Insgesamt ist der erste Band um Hulda Gold ein gelungener Auftakt der geplanten Trilogie und im Oktober geht es direkt weiter mit dem nächsten Band. Da bin ich auf jeden Fall auch wieder mit dabei.
Mehr als eine Hebamme
von Philiene - 09.09.2020
Hulda Gold ist einfach großartig. Im Jahr 1922 erholen sich die Menschen gerade vom großen Krieg, doch die Armut ist überall spürbar. Hulda kümmert sich als Hebamme auch um die armen Frauen des Viertels und hat so tiefe Einblicke in das Leben ihrer Patienten. Als nun die Nachbarin einer Schwangeren ertrinkt, wird Huldas Spürnase geweckt... Hulda Gold ist eine Frau, die man lieben muss. Sie ist alles anders als angepasst, das eine oder andere Mal möchte man sie schütteln, dann wieder einfach in den Arm nehmen. Die Geschichte ist spannend und neben dem spannenden Kriminalfall sind es vor allem die tollen Nebencharaktere die den Roman tragen. So zum Beispiel der Kioskbesitzer oder die Hauswirtin von Hulda. Die Einblicke in das Leben der Menschen von damals war teilweise erschreckend, die Armut auf der einen Seite, dann das Unverständnis für Kriegsheimkehrer, aber auch die Sturheit von Männern und Ärzten. Fräulein Gold ist ein Roman für alle die historische Romane mögen und vor allen für alle die Frauen mögen die nicht liebt und niedlich sind, sondern echte Frauen.
Toller Historischer Roman in Berlin der 1920 er Jahre
von Christina - 04.09.2020
Kurzer Einblick in die Story : Die Hebamme Hulda lebt im Berlin der 1920 er Jahre , mitten in Berlin . Sie kümmert sich nicht nur um ihre Schwangeren , sondern auch um die Aufklärung eines Mordes und bringt sich damit selbst in Gefahr. Das Cover wirkt für mich sehr edel, passend in Schwarz-weiß und Gold. Passend für mich , für die Zeit um welche es in diesen Buch geht. Die tolle Schreibweise und die gelungene Geschichte lassen mich nur so durch die Seiten fliegen, man möchte lesen wie es weitergeht. Tolle Charaktäre wie Bert der Zeitungsverkäufer und ihre Pensionswirtin bereichern die Geschichte. Erschüttert hat mich als darüber geschrieben wurde, was in Dahlen in der Psychiatrie stattfand. Kaum vorstellbar das sowas passiert ist , doch weiß man das es so war. Kein Wunder das Rita , die ermordete daran zerbrochen ist. Bin schon gespannt wie es weitergeht den der Mörder muss noch Dingfest gemacht werden.
Teil 1
von Anonym - 31.08.2020
Mit *Fräulein Gold. Schatten und Licht* entführt Autorin Anne Stern ihre Leser ins pulsierende Berlin, der Goldenen Zwanziger Jahre des vorigen Jahrhunderts. Es handelt sich hier um den ersten Teil der Trilogie *Die Hebamme von Berlin*. Vor dem politischen Hintergrund, der Nackkriegsjahren des ersten Weltkrieges und der Weimarer Republik, wird Berlin lebendig und lässt einen eintauchen in das Leben von Arbeitslosigkeit, Wohnungsnot, ausschweifendem Nachtleben, Kinos und Ballhäusern. Mittendrin lebt Hulda, die beliebte und unerschrockene Hebamme. Sie kümmert sich um die Ärmsten und deren Sorgen... Berlin 1922: Im berüchtigten Bülowbogen, einem der Elendsviertel Berlins, kümmert sich die 26-jährige Hebamme Hulda Gold um eine Schwangere. Deren Nachbarin, eine Prostituierte namens Rita, wurde kürzlich tot im Landwehrkanal gefunden. War es Unfall oder Mord? Hulda stellt Nachforschungen an und gerät dabei nicht nur Kriminalkommissar Karl North in die Quere, sondern auch bald selbst in große Gefahr. Die Autorin beschreibt wundervoll die damalige Zeit, die Orte und Personen, dass damalige Milieu wird lebendig. Die Protagonisten sind sehr gut ausgearbeitet, haben Charakter und geben dem Buch Leben. Für Berliner ist es eine tolle Reise in die Vergangenheit!
Könnte mehr Spannung vertragen
von manu63 - 23.08.2020
Schatten und Licht ist der erste Band der Trilogie um Fräulein Gold eine Hebamme aus Berlin, die Handlung spielt in den zwanziger Jahren. Eher zufällig gerät Hulda Gold in die Ermittlung rund um den Tode einer älteren Frau. Die Handlung ist vorhersehbar und plätschert oft dahin. Der Schreibstil ist flüssig mit vielen Wiederholungen. Die Charaktere sind eher flach und ihre Geschichte wird nur angerissen. Etliche Zufälle pflastern Huldas Weg und ich habe mich mehrfach gefragt warum Hulda so rastlos ist. Ihre Unfähigkeit sich ganz auf jemanden einzulassen wirkt aufgesetzt und durch mangelndes Hintergrundwissen nicht so recht verständlich. Karl North, der ermittelnde Kommissar ist eine zerrisse Person mit Selbstzweifeln. Das Berlin der zwanziger Jahre wird gut beschreiben und das Elend der ärmeren Bevölkerung bildreich beschrieben. Die politische Lage der Zeit wird immer wieder mit einbezogen. Leider fehlt mir die Spannung in der Geschichte.
Eine unerschrockene Hebamme im Berlin der 20er Jahre
von EOS - 15.08.2020
In diesem Buch lernen wir Hulda Gold kennen, eine mobile Hebamme mitten in Berlin, die bei ihren Patientinnen sehr beliebt ist, denn sie ist zuverlässig zur Stelle, egal zu welcher Tages- oder Nachtzeit. Außerdem weiß Huld immer Rat, wenn Probleme auftreten, und betreut die jungen Mütter auch nach der Geburt mit guten Tipps. Dachte ich zunächst, es ginge um den Alltag einer Hebamme in den 20er Jahren mit all seinen Höhen und Tiefen, wurde ich schnell eines Besseren belehrt, denn bereits im Prolog wird eine ältere Prostituierte brutal ermordet. Hulda erfährt davon, und nach und nach bekommt sie immer mehr Informationen über diese Frau und ihr Leben, so dass ihre kriminalistische Neugier geweckt wird und sie auf eigene Faust Nachforschungen anstellt. Ich muss sagen, es wurde richtig spannend, und ich konnte miträtseln, wer der Mörder sein könnte. Zunächst sprach alles für Selbstmord, aber durch den Prolog war klar, dass da jemand nachgeholfen hatte. Hulda ermittelt sehr resolut und unerschrocken. Sie geht so manches Risiko ein, und selbst in brenzligen Situationen ist sie zu stolz, den ermittelnden Kommissar Karl North zu informieren und recherchiert einfach weiter. Nichtsdestotrotz kommt es zu einer schleichenden Annäherung zwischen den beiden, obwohl Hulda noch ihrer alten Liebe Felix nachtrauert und sporadisch auch noch Kontakt zu ihm hat. Hulda ist eine sympathische Protagonistin, mit der man gerne bekannt wäre. Aber auch andere Charaktere in diesem Roman sind sehr einfühlsam und überzeugend beschrieben und ausgearbeitet. Was mich auch sehr beeindruckt hat, ist der historische Hintergrund, den die Autorin in meinen Augen sehr gut beleuchtet. Gerade über diese Zeit waren mir wenige Informationen bekannt, da in deutschen Geschichtsstunden ja eher der 2. Weltkrieg im Vordergrund steht. Mir war bislang nicht klar, wie diese Zeit nach dem ersten Weltkrieg sowohl von aufkeimender Hoffnung als auch von erbärmlicher Armut geprägt war. Die Rolle der Frau in dieser Zeit war sehr eingeschränkt, da für die Frauen vorrangig ein Leben als Mutter, Hausfrau und Zuverdienerin vorherbestimmt war. Hulda ist als alleinstehende Frau erstaunlich emanzipiert und eigenständig. Sie setzt sich auch über bestehende Regeln einfach hinweg und wirkt so etwas rebellisch, was ihren Charakter wunderbar abrundet. Alles in allem hat mir dieser Roman sehr gut gefallen, alles wurde begründet und authentisch geschildert. Da dies der Auftakt einer dreiteiligen Serie ist, bin ich schon gespannt auf den nächsten Teil.
Ein Lesegenuss
von hazlewood95 - 11.08.2020
Meinung: In meinen Augen ist dies der beste historische Roman der in diesem Jahr erschienen ist, denn er hat absolut alles was ein spannendes und gelungenes Buch benötigt. Zum einen sind die Charaktere sehr stimmungsvoll und nachvollziehbar ausgearbeitet, was einem als Leser sofort ein Gefühl der Zugehörigkeit und des Interesses am Geschehen vermittelt. Zum anderen ist die Geschichte sehr ereignisreich, emotional und dennoch beinhaltet es stimmungsvolle ruhig erzählte und herausragend geschriebene Momente, die mich absolut begeistern konnten. Dabei ist die Geschichte stets spannend und sehr eindringlich geschildert, sodass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte. Für mich ein absoluter Lesegenuss!!
Hulda, eine kämpferische Frau
von Langeweile - 08.08.2020
Inhalt übernommen: 1922: Hulda Gold ist gewitzt und unerschrocken und im Viertel äußerst beliebt. Durch ihre Hausbesuche begegnet die Hebamme den unterschiedlichsten Menschen, wobei ihr das Schicksal der Frauen besonders am Herzen liegt. Der Große Krieg hat tiefe Wunden hinterlassen, und die junge Republik ist zwar von Aufbruchsstimmung, aber auch von bitterer Armut geprägt. Hulda neigt durch ihre engagierte Art dazu, sich selbst in Schwierigkeiten zu bringen. Zumal sie bei ihrer Arbeit nicht nur neuem Leben begegnet, sondern auch dem Tod. Im berüchtigten Bülowbogen, einem der vielen Elendsviertel der Stadt, kümmert sich Hulda um eine Schwangere. Die junge Frau ist erschüttert, weil man ihre Nachbarin tot im Landwehrkanal gefunden hat. Ein tragischer Unfall. Aber wieso interessiert sich der undurchsichtige Kriminalkommissar Karl North für den Fall? Hulda stellt Nachforschungen an und gerät dabei immer tiefer in die Abgründe einer Stadt, in der Schatten und Licht dicht beieinanderliegen. Meine Meinung: Der Autorin ist es gut gelungen, die Atmosphäre der damaligen Zeit einzufangen. Mit den Protagonisten hatte ich anfangs etwas Probleme, mittlerweile mag ich sie aber sehr gerne. Hulda ist eine sehr mutige und beeindruckende Person,die unerschrocken agiert ,oft an der Grenze zum Leichtsinn. Es gefiel mir gut,dass hin und wieder auch der Berliner Dialekt in die Geschichte einfloss. Die Beschreibungen der Irrenanstalt und was dort mit den Menschen geschah, war sehr grausam, entspricht aber wohl der Realität. Das Cover, was ja wohl Hulda darstellen soll,passte nicht zu der Beschreibung im Buch, da war immer von einer Bubikopf Frisur die Rede. Ich freue mich schon auf den nächsten Teil, vor allen Dingen, weil ich wissen will wie es mit Karl und Hulda weitergeht.
Nicht nur für Fans der Fernsehserie "Babylon Berlin" unbedingt lesenswert!
von Maja20-14 - 06.08.2020
Das wunderschöne Cover hat mich auf Anna Sterns "Fräulein Gold: Schatten und Licht" zuerst auf das Buch aufmerksam gemacht. Der Klappentext und die Leseprobe haben mich dann auf das Buch neugierig gemacht. Protagonistin der Geschichte ist die 26jährige Hulda Gold, die im Berliner Arbeiterviertel als freie Hebamme arbeitet. Wegen ihrer engagierten und einfühlsamen Art ist sie sehr beliebt. Ihre Patientinnen leben in sehr ärmlichen Verhältnissen und auch Hulda ist, obwohl berufstätig, nicht gerade wohlhabend. Beim Besuch einer ihrer Patientinnen erfährt Hulda vom Tod deren Nachbarin, einer Prosituierten. Die Polizei möchte es scheinbar gern als Suizid behandeln, doch Hulda bekommt durch die Schilderung ihrer Patientin den Eindruck, dass die Tote, trotz ihres schweren Schicksals, keine Selbstmordkandidatin gewesen sein kann. Dadurch wird Huldas Neugier geweckt und sie beginnt zu recherchieren, was für ein Mensch die Tote, Rita, eigentlich war und warum sie in die Prostitution abrutschte. Eine Spur führt in die Irrenanstalt Dallenberg, in der Rita als Krankenschwester arbeitete. Bei ihren Nachforschungen kreuzt sich Huldas Weg immer wieder mit dem des ermittelnden Kommissars Karl North, der zwar etwas gegen Huldas Ermittlungen hat, von Hulda selbst aber sehr angetan ist ¿ Doch warum will der Kommissar den Fall unbedingt als Suizid abtun, was hat er zu verbergen? Hulda kommt der Lösung des Falls immer näher und gerät dabei in Lebensgefahr. Anna Stern hat es durch ihre wunderbar bildhafte Sprache geschafft, dass ich von der ersten Zeile in den Armenvierteln Berlins in den 20er Jahren war Ich habe die beschrieben Personen, ihre Kleidung, ihr Äußeres, ihre Wohn- und Lebenssituationen in den Mietskasernen und Hinterhöfen Berlins sofort vor mir gesehen. Dieser Krimi hat mich ein wenig an die Krimis von Volker Kutscher erinnert, auch wenn bei Anne Stern die politische Lage in Deutschland nur am Rande erwähnt wird. Allerdings werden auch von Anne Stern die Folgen des 1. Weltkrieges, wie Armut, Hunger, Obdachlosigkeit, Kriegsveteranen mit posttraumatische Belastungsstörungen und auch der Beginn der Machtergreifung Hitlers durchaus thematisiert. Dieses Buch gehört für mich definitiv zu meinen Lesehighlights 2020 und ist nicht nur für Fans der Fernsehserie "Babylon Berlin" unbedingt lesenswert. Ich freue mich schon auf die angekündigte Fortsetzung der Krimireihe, die nächsten Bände werde ich auf jeden Fall ebenfalls lesen. Ich möchte dem Rowohlt Verlag danken, dass mir das Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt wurde. Meine Meinung wurde dadurch jedoch nicht beeinflusst.
Kein Mädchen wie die anderen
von schokoflocke - 04.08.2020
Auf dem Winterfeldplatz ist sie bekannt wie ein bunter Hund - Fräulein Gold, die Hebamme mit Herz. Sie nimmt ihren Beruf sehr ernst und versucht nicht nur medizinische Probleme zu lösen, das Leid den anderen geht ihr immer nah. Als ihre Patientin von Tod ihrer Nachbarin erfährt, verspricht Hulda Gold rauszufinden was wirklich passiert ist. Die ofizielle Version lautet Selbstmord, da gibt es aber Zweifel und Unstimmigkeiten. Huld stürzt sich in die Ermittlungen und gerät selbst in Gefahr... Ich hab schon einige Bücher über Hebammen und Krankenschwestern in den Zwanzigen gelesen und war sehr froh, dass diese Geschichte bisschen anders war. Zwar nimmt die Arbeit der Hebamme und Lebensumstände der Unterschicht in dem Buch viel Platz ein, aber die Verbindung mit einem Kriminalfall lockert das Ganze auf. Es ist eine gute, fessselnde und unterhaltsame Geschichte, mit einer ungewöhnlichen, aber durchaus liebenswerten Protagonistin. Es hat einfach Spaß gemacht Hulda durch den Berlin zu folgen, auch wenn man dabei vor allem die Schattenseiten der Stadt zu sehen bekommen hat. Die politischen Entwicklungen sind zwar nur im Hintergrund erwähnt worden, man spürt aber trotzde, die Unruhe und die Gefahr, besonders da man weiß, wie sich das alles noch entwickeln wird. Vordergründig geht es aber hier um Unterhaltung und das ist der Autorin, wie ich finde, gut gelungen. Mit Fräulein Gold ( und Karl ? ) würde ich gerne noch mal durch Berlin streifen...Ich freue mich schon auf weitere Fälle.
Berlin 1922
von Insel - 03.08.2020
Hulda Gold ist Hebamme in Berlin und es ist das Jahr 1922. Die Menschen, mit denen Hulda zu tun hat, leben zum größten Teil in großer Armut. Hulda ist eine äußerst engagierte Hebamme und durch Zufall ist eine der Gebärenden die Nachbarin von einer Frau, die tot im Kanal aufgefunden wird. Was ist passiert? Je mehr Hulda ihre Nase in die Sache hineinsteckt, desto brisanter wird die Situation auch für sie. Das Cover, von dem ich eigentlich dachte, das es Hulda zeigen soll, passt nicht zu der äußerlichen Beschreibung von Hulda im Buch, denn sie trägt eine Bubikopffrisur. Mir hat der Schreibstil der Autorin gefallen, da sie es schafft die Atmosphäre der damaligen Zeit einzufangen, ihren Figuren Leben einzuhauchen und mir zugleich auch ein Gefühl dafür zu geben, wie es war dort zu leben. Sehr gerne hätte ich jedoch mehr von Hulda und ihrer eigenen Vergangenheit erfahren, denn diese blieb mir unklar. Der Roman hat krimihafte Züge, denn es geht um ein aktuelles Verbrechen, aber auch um Verbrechen, die in der Vergangenheit verübt wurden. Erwartet hatte ich, dass es sich mehr um Hulda selbst drehen würde und ihre Tätigkeit als Hebamme, diese wurde zwar immer wieder erwähnt, doch eigentlich geht es um die Tote im Kanal und deren Vergangenheit. Die Erlebnisse ihrer Hebammentätigkeit rücken in den Hintergrund, scheinen sie nicht so sehr zu belasten und vielleicht geht es mir deswegen auch so ähnlich - andererseits bin ich von mir selber geschockt, dass ich es so hinnehme. Dieses Buch ist der erste Teil einer Trilogie und es endet quasi mit einem Ausblick auf den zweiten Teil. Insgesamt drei Sterne für diesen Roman, da er mir an einigen Stellen zu oberflächlich blieb.
die Zwanziger
von Petra Wiechmann - 02.08.2020
Eine gelungene Mischung aus Krimi, Historie und Liebe. Die tollen zwanziger Jahre hatten böse Schattenseiten. Wer nicht im Licht geboren wurde, musste in schlechten Verhältnissen wohnen und hungern. Krankheiten waren an der Tagesordnung. Diese Atmosphäre ist immer im Hintergrund. Sie ist immer da egal was passiert, Geburten, Mordermittlungen oder ein privates Treffen. Selbst als Leser kann man sich dem nicht entziehen, es ist beängstigend weil anscheinend keiner damals in der Lage war die Situation zu ändern. Auf der anderen Seite wissen wir von den mitreißenden Festen, die den Menschen in diesem Buch ein ordentliches Leben ermöglicht hätten. Mit dem Wissen von heute ist das Buch ungeheuer spannend, weil ich ein Gefühl für die Menschen bekommen habe, die Verzweiflung wurde mir als Leserin vermittelt, vor allem wurde der große Unterschied zwischen den Bevölkerungsgruppen deutlich.
Eine spannende Ermittlung und toll eingefangene Atmosphäre in den 20er Jahren!
von Bookflower173 - 01.08.2020
So war das Leben. Es verteilte niemals gerecht seine Gunst, sondern warf das Glück wie kleine Kupfermünzen blind in die Menge. So lässt sich das Leben in den 20er Jahren in Berlin gut beschreiben. Die Hebamme Hulda Gold erlebt durch ihren Beruf täglich Licht und Schatten in ihrem Leben und in dem der schwangeren Frauen. Die schwangere Lilo ist überglücklich, dass ihre Geburt reibungslos verlief, doch gleichzeitig war sie auch wegen des Mordes an ihrer Nachbarin Rita betrübt. Hulda erkundigt sich ihr zuliebe nach dem Tod von Rita und arbeitet bald mit dem Komissar Karl North zusammen. Beide machen sich auf die Suche nach dem Mörder. Doch Karl geht bei der Ermittlung nicht ganz professionell vor. Er hat nämlich etwas zu verbergen. Meinung Man bekommt in der Geschichte ein sehr präzises und erschreckendes Bild von der damaligen Zeit. Man erlebt Armut, Freude, Trauer und Glück oft sehr nah beieinander. Auch die Protagonistin Hulda selbst ist von Licht und Schatten durchsetzt. Es ist schön zu sehen, dass nicht alle Menschen perfekt sind und jeder die eine oder andere Schwäche hat. Alle Charaktere sind auf ihre Art besonders und man darf an den Leben dieser vielen Figuren ein Stück weit teilhaben. Die Ermittlung war sehr spannend und die Auflösung des Mörders war wirklich überraschend und unerwartet. Nebenbei konnte man sich auch an einer rührenden und zum Schmunzeln bringenden Liebesgeschichte erfreuen. Fazit Am Ende erwartet einen in einer Hinsicht ein offenes Ende, sodass ich sehr gespannt bin, wie es da weiter geht. Deshalb freue ich mich auf die nächsten Bände und kann das Buch wärmstens weiterempfehlen.
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