Die Sternenwärterin macht ihrem Genre , Science-Fiction, alle Ehre. In die Ausarbeitung der Welt wurde spürbar viel Sorgfalt und Liebe zum Detail investiert: sei es in den Beschreibungen der Raumschiffe, der Flora und Fauna oder ganz besonders in der Astronomie. Kein Wunder, wenn man bedenkt, dass der Autor selbst begeisterter Astronom ist. Die Sprache ist angenehm und flüssig zu lesen. Ehe man sich versieht, ist ein weiteres Kapitel vergangen, in dem man einen neuen Aspekt dieser fremden und doch erstaunlich vertrauten Welt entdeckt hat. Trotz all der außerirdischen Lebensformen und fernen Planeten stehen im Zentrum der Geschichte sehr menschliche Gefühle und Konflikte, die der Handlung emotionale Tiefe verleihen. Das Buch ist für alle geeignet, die sich gerne in fremde Welten entführen lassen und sich nicht von einer Prise Science-Fachsprache abschrecken lassen. Es richtet sich an Leserinnen und Leser, die Freude daran haben, Rätsel und Mysterien Stück für Stück zu entschlüsseln, mit jeder Seite der Lösung näherzukommen und mitzufiebern, nur um dann von einer unerwarteten Wendung überrascht zu werden.