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Rameaus Neffe

Ein Dialog. 'Reclam Universal-Bibliothek'. Durchges. und erweiterte A.
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Produktdetails

Titel: Rameaus Neffe
Autor/en: Denis Diderot

ISBN: 3150012295
EAN: 9783150012291
Ein Dialog.
'Reclam Universal-Bibliothek'.
Durchges. und erweiterte A.
Reclam Philipp Jun.

1. Januar 1986 - kartoniert - 189 Seiten

Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung vom 17.08.1998

1762
Denis Diderot "Rameaus Neffe", übersetzt von Goethe

Ein Fest für den Leser: Goethe übersetzt Diderot. Wann genau Diderot diesen kleinen Dialogroman geschrieben hat, ist unklar, im Jahre 1762 jedenfalls erwähnt er ihn Voltaire gegenüber, veröffentlicht hat er ihn sein Leben lang nicht, er hat ihn eher geheimgehalten, Goethe brachte seine Übersetzung 1805 heraus; französisch wurde der Text 1821 zuerst gedruckt, als Rückübersetzung Goethes, das Original erschien erst 1891. Diderots Titelheld ist ein genialer Schnorrer der Pariser Gesellschaft, der dem berichtenden Ich gegenüber, in Kaffeehausgesprächen, die seiner Position allein angemessene Haltung völliger Wertfreiheit und amoralische Skrupellosigkeit vorführt; dabei läßt er sich von Einfällen leiten, von Beobachtungen, seine Gesprächsführung ist sprunghaft, von Brüchen durchsetzt, heftigen Stimmungsumschwüngen unterworfen, seine Argumentationen sind zynisch, von geradezu überwältigender politischer incorrectness, und immer so, daß alles, was er sagt, die verkommene Gesellschaft, von der er lebt, wesentlich deutlicher trifft als ihn selber. Man muß diesen üblen Typ bewundern, auch wenn er selber dieses Bewundern zweifellos miteinbeziehen würde in seinen doch auch immer wieder zügellosen, wahrhaft zersetzenden, wirklich alle Grenzen verletzenden Spott über die Gesellschaft. Man wird aber selbst dafür frei bei der Lektüre dieses freiesten Stücks erzählender Prosa (an formaler und syntaktischer Unabhängigkeit wären höchstens noch Arnims "Metamorphosen der Gesellschaft" zu nennen). Man hat Goethes Übersetzung nachgesagt, sie glätte mitunter; mag sein; seiner eignen Prosa aber ist er hier fern wie sonst nie; man hat den Eindruck, daß Diderots so verspielter wie ungestümer Geist seinen eignen da in ein Feuer gebracht hat, das für seine Verhältnisse ebenso flackernd die Welt illuminierte wie damals der Geist Diderots die seine. Wo Goethe zurückhaltender ist, und in der Wortwahl manchmal beinahe dämpfend und die Aggression Diderots einschränkend, aber doch so, daß der kluge Leser dieses oft eher taktische Vorgehen begreift und durchschaut, da muß man eben bedenken, daß Goethe, anders als Diderot, drucken lassen wollte, was Diderot unmöglich drucken hätte dürfen; er schützt einen geliebten Freund vor der Rache einer Gesellschaft, gegen die er endlich doch auch offen recht behalten soll. (Denis Diderot: "Rameaus Neffe. Ein Dialog von Diderot. Übersetzt von Goethe." Zweisprachig, mit Zeichnungen von Antoine Watteau. Insel Verlag, Frankfurt am Main 1996. 324 S., br., 17,80 DM.) R.V.

© Alle Rechte vorbehalten. Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH, Frankfurt.

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