Die Buchladeninhaberin Tereza Berger lebt sich immer besser ein in Camaret-sur-Mer, aber die Trennung vom ehemaligen Kommissar Gabriel macht ihr noch immer zu schaffen. Unversehens stolpert Tereza aber schon in ihren neuen Fall. Sie ist davon überzeugt, dass der verdächtigte junge Musiker nicht für den Überfall auf ihre Nachbarin verantwortlich ist. Um ihm zu helfen versucht sie nun selber herauszufinden, wer für die schweren Verletzungen verantwortlich ist. Dummerweise ermittelt aber auch Gabriel, der wieder vor Ort ist und so kommt es auch hier zu spannenden Entwicklungen...
Die schweizerische Autorin Gabriela Kasperski konnte mich schon sehr oft mit ihren Kriminalromanen begeistern, so dass ich mit viel Vorfreude und einer gewissen Erwartungshaltung in ihr neues Werk gestartet bin. Sie erzählt die Geschichte in ihrem sehr angenehm zu lesenden Schreibstil, der mit der bildreichen Sprache die Geschehnisse lebendig vor Augen führt. Schnell war ich wieder in der Bretagne angekommen und konnte den liebgewonnen Protagonisten weiter folgen. Der Spannungsbogen wird mit dem Überfall direkt zu Beginn des Buches sehr gut aufgebaut und über die Ermittlungen der sympathischen Buchhändlerin auf einem aus meiner Sicht stets hohen Niveau gehalten. Gerade die interessant gezeichnete Hauptprotagonistin trägt mit ihrem Wesen und ihrer eigenen Geschichte zum Gelingen des Buches bei. Ich war mal wieder bis zum spannenden Finale komplett gefesselt, wo dann eine gut nachvollziehbare Auflösung das Ganze gelungen abrundete.
Insgesamt ist "Bretonisch mit Meeresrauschen" für mich die gelungene Fortsetzung einer tollen Krimi-Reihe, die mit einem wohldosierten Regionalbezug, clever konzipierten Fällen, sympathischen Protagonisten und natürlich dem Erzähltalent der Autorin zu überzeugen weiß. Ich freue mich auf weitere Fortsetzungen, empfehle das Buch dringend weiter und bewerte es mit den vollen fünf von fünf Sternen.