Romantasy mit genug Augenzwinkern, um über alle Klischees hinwegzusehen; unterhaltsam
Ich komme nicht allzu gut an die Must-Reads dieses jungen Genres heran, auch wenn ich es immer wieder versuche.In diesem Fall war das nach anfänglichem Fremdeln (meine Befürchtungen?) anders: Ich würde nicht von schwarzem Humor sprechen, aber die Story um Evie, dem "armen Dorfmädchen", das aus der Not eine Anstellung beim "Schurken" bekommt, der garnicht so schurkenhaft, hässlichen und grässlich ist, wie es den Bewohnern des fiktiven Landes verkauft wird, bringt von Anfang an die richtige Portion Augenzwinkern mit; und so befreit sich die Autorin von Klischees und Stereotypen, die mich beim Lesen stören könnten - und in der Tat verstecken sich darunter durchaus mehr als nur flache, oberflächliche Charaktere und eine flott erzählte Story, die darauf pfeifen kann, originell zu sein. Klar, nicht alle Passagen, die witzig sein sollen, findet man immer witzig usw... Vielleicht stellt man sich am besten vor, der eigene Büroalltag würde in die Kulisse von die "Schöne und das Biest" übertragen, aber ohne die singende Belle, verzaubertes Mobiliar usw.? Der Roman ist genau richtig für eine entspannte Unterhaltung, und dass das eine oder andere vorhersehbar ist, das kann man dann auch verkraften. So geben sich Oger, Pixies, Heiler aller Couleur, ein verzauberter Prinz, Drachen und Ritter die Klinke in die Hand, tja und sogar Einhörner bekommen einen Gastauftritt. Es ist weder unnötig brutal noch bemüht spicy, aber so geht es eben auch. Ich kann den Erfolg nachvollziehen