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Der Mythos vom Zivilisationsprozeß 1. Nacktheit und Scham als Taschenbuch
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Der Mythos vom Zivilisationsprozeß 1. Nacktheit und Scham

Band 1: Nacktheit und Scham. 'suhrkamp taschenbücher Allgemeine Reihe'. 'Der Mythos vom Zivilisationsprozeß'.…
Taschenbuch
Die heute im wesentlichen anerkannte Theorie der Zivilisation behauptet, daß der Mensch des Mittelalters, aber auch die Angehörigen der sogenannten primitiven Kulturen, im Vergleich zu uns Heutigen, ihre Triebe und Affekte wenig gebunden o... weiterlesen
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Der Mythos vom Zivilisationsprozeß 1. Nacktheit und Scham als Taschenbuch
Produktdetails
Titel: Der Mythos vom Zivilisationsprozeß 1. Nacktheit und Scham
Autor/en: Hans Peter Duerr

ISBN: 3518387855
EAN: 9783518387856
Band 1: Nacktheit und Scham.
'suhrkamp taschenbücher Allgemeine Reihe'. 'Der Mythos vom Zivilisationsprozeß'.
Empfohlen Ab 16 Jahre.
Neuauflage, Nachdruck.
222 Abbildungen.
Suhrkamp Verlag AG

27. Februar 1994 - kartoniert - 515 Seiten

Beschreibung

Die heute im wesentlichen anerkannte Theorie der Zivilisation behauptet, daß der Mensch des Mittelalters, aber auch die Angehörigen der sogenannten primitiven Kulturen, im Vergleich zu uns Heutigen, ihre Triebe und Affekte wenig gebunden oder geregelt hätten, daß in diesen Gesellschaften der Triebverzicht niedrig, die Mäßigung der Gefühle unerheblich gewesen wäre. Nacktheit, Sexualität usw. seien bei diesen Menschen öffentlicher und ungleich weniger schambesetzt gewesen. Im Zuge der zunehmenden Arbeitsteilung der Menschen jedoch seien die sozialen Verflechtungen intensiver geworden. Die »Affekte« seien gemäßigt und in den Privatbereich verbannt worden. Hans Peter Duerr führt den Nachweis, daß diese Zivilisationstheorie falsch ist. Er zeigt, daß der Mythos vom Zivilisationsprozeß identisch ist mit der Ideologie, die herangezogen wurde, um den Kolonialismus zu rechtfertigen, insoweit dieser behauptete, es gehe den europäischen Nationen darum, noch unentwickelte, unzivilisierte Menschen zu zivilisieren. Ausgehend von der Kritik der herrschenden Zivilisationstheorie, entwickelt Hans Peter Duerr in seinem aufsehenerregenden ersten Teil des auf vier Bände angelegten »Mythos vom Zivilisationsprozeß« eine Kulturgeschichte der sexuellen Scham und Schicklichkeit, die nicht nur die abendländische Geschichte seit ihren nachvollziehbaren Anfängen, sondern auch jene Völker einbezieht, die an der Peripherie der sogenannten Hochkulturen gelebt haben. Er begründet die Vermutung, daß es zumindest innerhalb der letzten vierzigtausend Jahre weder Wilde noch Naturvölker, weder Primitive noch unzivilisierte Völker gegeben hat.

Portrait

Hans Peter Duerr, geboren 1943 in Mannheim, war bis 1999 Professor für Ethnologie und Kulturgeschichte in Bremen und lebt seither wieder in Heidelberg.

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