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Briefe und Aufzeichnungen

'Fischer Taschenbücher Allgemeine Reihe'.
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Die Namen Hans und Sophie Scholl sind mit der studentischen Widerstandsgruppe »Die Weiße Rose« untrennbar verbunden. Die von Inge Jens besorgte Edition ihrer Briefe und Aufzeichnungen enthält eine Fülle bisher unveröffen... weiterlesen
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Briefe und Aufzeichnungen als Taschenbuch
Produktdetails
Titel: Briefe und Aufzeichnungen
Autor/en: Hans Scholl, Sophie Scholl

ISBN: 359625681X
EAN: 9783596256815
'Fischer Taschenbücher Allgemeine Reihe'.
Herausgegeben von Inge Jens
FISCHER Taschenbuch

Januar 1989 - kartoniert - 367 Seiten

Beschreibung

Die Namen Hans und Sophie Scholl sind mit der studentischen Widerstandsgruppe »Die Weiße Rose« untrennbar verbunden. Die von Inge Jens besorgte Edition ihrer Briefe und Aufzeichnungen enthält eine Fülle bisher unveröffentlichter Seiten, die das Bild von Hans und Sophie Scholl vertiefen, Ursprung, Zusammenhänge und Motivationen ans Licht heben. Hans und Sophie Scholl selber bekunden, wie sie sind und sich bilden.
Bestimmend für die Geschwister sind Elternhaus, süddeutsche Art, Elemente der Jugendbewegung, reifende Religiosität und mit ihr die Empfänglichkeit für Lehre und Umgang der den Nationalsozialismus verdammenden katholischen Schriftsteller Carl Muth und Theodor Haecker. Die ernsthafte Beschäftigung mit bildenden Künsten und Musik; Freundschaften, Wandern und Sport, die Erfahrung von Fröbelschule, Reichsarbeitsdienst, Studium, Kriegsdienst an West- und Ostfront tragen bei zur Auflehnung gegen die Unterdrücker. Keine Todessehnsucht, aber Todesbereitschaft inmitten von Lebensbejahung und Zuversicht, immer auf der Suche nach der Wahrheit, nach Gott, immer im Zeichen dessen, was dieser Menschen Leitendes und ihre letzte Botschaft war: Freiheit!

Portrait

Hans Scholl wurde am 22. September 1918 in Ingersheim/Württemberg geboren, wo sein Vater Bürgermeister war. 1932 zog die Familie nach Ulm. Der Vater übernahm ein Treuhandbüro für Wirtschafts- und Steuerberatung.

In Opposition zum Elternhaus trat Hans Scholl 1933 in die HJ ein, wurde 'Fähnleinführer' und gestaltete den 'Dienst' so naturverbunden, abenteuerlich verwegen, daß viele Jungen in sein 'Fähnlein' drängten. Enttäuscht von der Wirklichkeit des Nationalsozialismus, von der bürokratischen, parteigesteuerten Fremdbestimmung in der Gruppe suchte er Kontakt zu Mitgliedern der inzwischen verbotenen dj.1.11, einem Zweig der Jugendbewegung, der im Gegensatz zur bloßen Naturromantik mehr kulturelle und sozialkritische Ambitionen hatte.

1937 wurde Hans Scholl vorübergehend verhaftet wegen 'Fortsetzung verbotener bündischer Tätigkeit'. Im selben Jahr wurde er zum Reichsarbeitsdienst eingezogen, danach zum zweijährigen Dienst in der Wehrmacht.

Im Frühjahr 1939 begann er das Medizinstudium. Trotz Kasernierung und Dienstverpflichtung in einer Münchner Studentenkompanie fand er gleichgesinnte Freunde.

Im Sommer 1940 machte er als Sanitätsfeldwebel den Frankreichfeldzug mit. Bei der Lektüre moderner französischer Dichter, Philosophen und Theologen entdeckte er ein unorthodoxes Christentum.

Von Juli bis Oktober 1942 wird Hans Scholl zusammen mit seinen Freunden Alexander Schmorell, Willi Graf, Hubert Furtwängler und Jürgen Wittenstein zum Sanitätsdienst an die Ostfront kommandiert. "Flugblätter der Weißen Rose" sind die ersten vier Flugschriften überschrieben, die Hans Scholl und Alexander Schmorell im Frühsommer 1942 verfassen. Die Weiße Rose wird zum Symbol für die Widerstandsgruppe. Im Januar 1943 gehen die Freunde über zur massenweisen Herstellung des V. Flugblatts, jetzt unterstützt von Sophie Scholl und Willi Graf. Mehr als 10.000 werden in Deutschland und Österreich versandt.

Anfang Februar 1943 lesen die Münchner auf Häuserwänden der Innenstadt: "FREIHEIT" und "NIEDER MIT HITLER". Hans Scholl, Alexander Schmorell und Willi Graf riskieren die nächtliche gefährliche Arbeit.

Am 18. Februar 1943 führt eine weitere öffentliche Aktion zur Verhaftung von Hans und Sophie Scholl. Sie werden beim Verteilen des VI. Flugblatts in der Universität beobachtet und denunziert.

Beide werden mit dem Freund Christoph Probst am 22.Februar 1943 vom Volksgerichtshof unter Roland Freisler zum Tode verurteilt und am selben Tag durch das Fallbeil hingerichtet.

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