Leider verliert sich die Handlung immer mehr in intensiven Szenen zwischen den Protagonisten, wodurch die Hauptthemen weniger Raum bekommen
>> Dann würde die Jagdsaison beginnen, und ob ich Jäger oder Gejagte war, würde ich erst herausfinden, wenn es schon zu spät wäre. << - S. 45¿ Meine Meinung:Der Anfang von House of Rayne machte auf mich einen vielversprechenden Eindruck und mir hat die düstere Atmosphäre sehr gefallen. Der Schreibstil war flüssig und ich bin gut in die Geschichte gekommen.Bereits zu Beginn der Geschichte wurde viel Spannung aufgebaut, die durch die beklemmende Stimmung und die verschiedenen Handlungsstränge hochgehalten wurde. Ein unheimliches Anwesen auf einer abgeschiedenen Insel und dazu eine Protagonistin, die die Flucht vor ihrer Vergangenheit sucht. Als Leser bekommt man das Gefühl, dass auf der nächsten Seite etwas grauenvolles passieren wird und das hat mich direkt gecatcht und sehr neugierig gemacht. Leider hat sich die Geschichte im weiteren Verlauf immer mehr in intensiven Szenen zwischen den beiden Protagonisten verloren, wodurch das düstere Setting und das Hauptthema immer mehr in den Hintergrund gerückt sind. Ich konnte diese Szenen leider nicht mitfühlen, weil ich zu den Protagonisten keine emotionale Bindung aufbauen konnte.Salem hat auf mich einen eher passiven und emotionslosen Eindruck gemacht, wodurch es mir noch schwerer fiel mich in sie hineinzuversetzen. Ihre Emotionen in Bezug auf Rayne haben sich für mein Empfinden sehr schnell entwickelt. Rayne konnte ich leider auch schwer greifen und sie hat auf mich undurchschaubar gewirkt. Allgemein waren für mich die Charaktere zu blass gezeichnet und ich hätte mir zwischen ihnen mehr Tiefe gewünscht.Am Ende wurde die Geschichte noch einmal spannender und der Fantasy-Aspekt rückt mehr in den Fokus. Insgesamt hatte die Geschichte für mich leider zu wenig Handlungsaufbau.¿ Fazit:Ein starker und düsterer Einstieg, der Lust auf mehr macht. Leider verliert sich die Handlung immer mehr in intensiven Szenen zwischen den Protagonisten, wodurch die Hauptthemen immer weniger Raum bekommen.3/5 ¿¿