Etwas ermüdend
...erdrückt den Lesenden die Detailtiefe dieses im 16. Jahrhundert in England spielenden Romans doch, zumal, wenn man am Ende vieler, vieler Seiten erfährt, dass es noch zwei weitere Teile gibt. Insgesamt wäre hier doch weniger mehr gewesen, zumindest meiner Meinung nach. Auch irritiert der Schreibstil etwas, der ganze Seiten jeden Satz permanent mit "er" personifiziert und damit grundsätzlich immer Thomas Cromwell (und nur selten den im Vorsatz genannten ebenfalls männlichen Anderen) meint. Weil es anders korrekt wäre, gerät man hierdurch immer wieder aus dem Lesetakt und muss Abschnitte nochmals lesen.Dennoch: gut recherchiert, mitreißend, nur schade eben, dass nicht ein wenig geraffter erzählt wurde, denn nun muss ich mich - nicht willens, weitere Unmengen an Seiten durchzuhalten, über Wikipedia informieren, wie es weiterging mit Henry VIII und all den anderen...