Die Literatur der Angst als Taschenbuch
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Die Literatur der Angst

Zur Geschichte der Phantastik. Originaltitel: Supernatural Horror in Literature. 'suhrkamp taschenbücher…
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1927 erschien seine Studie Supernatural Horror in Literature, die nach wie vor als eine der besten literarhistorischen Hinführungen in die Phantastik gelten kann. Die kompakte und kenntnisreiche Darstellung zeichnet die Entwicklung des Genres von den … weiterlesen
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Die Literatur der Angst als Taschenbuch

Produktdetails

Titel: Die Literatur der Angst
Autor/en: Howard Phillips Lovecraft

ISBN: 351838922X
EAN: 9783518389225
Zur Geschichte der Phantastik.
Originaltitel: Supernatural Horror in Literature.
'suhrkamp taschenbücher Allgemeine Reihe'.
3. Auflage, Nachdruck.
Übersetzt von Michael Koseler
Suhrkamp Verlag AG

1. Dezember 2012 - kartoniert - 152 Seiten

Beschreibung

1927 erschien seine Studie Supernatural Horror in Literature, die nach wie vor als eine der besten literarhistorischen Hinführungen in die Phantastik gelten kann. Die kompakte und kenntnisreiche Darstellung zeichnet die Entwicklung des Genres von den Anfängen des "gotischen" Romans im 18. Jahrhundert bis zu den modernen Meistern der Gruselliteratur wie Arthur Machen, M. R. James und Algernon Blackwood nach.

Portrait

Howard Phillips Lovecraft wurde am 20. August 1890 in Providence, Rhode Island geboren und starb am 15. März 1937 ebenda. Im Alter von acht Jahren verlor er seinen Vater. Er wurde fortan hauptsächlich von seiner Mutter, seinem Großvater und zwei Tanten aufgezogen und zeigte bereits früh literarische Begabung. Als Kleinkind lernte er Gedichte auswendig und begann im Alter von sechs Jahren, eigene Gedichte zu schreiben. Sein Großvater unterstützte diese Neigung und erzählte ihm selbsterfundene Horrorgeschichten. 1914 wurde Lovecraft Mitglied einer Vereinigung von amerikanischen Hobbyautoren, deren Ziel es war, durch Kongresse den Austausch unter den Autoren zu fördern. Dieser Austausch mit Gleichgesinnten verlieh Lovecraft neuen Schwung: Die Kurzgeschichten The Tomb und Dagon erstanden in dieser Zeit. 1924 heiratete Lovecraft die sieben Jahre ältere jüdische Ukrainerin Sonia Greene. Einige Jahre später einigten sich die getrennt lebenden Sonia Greene und Lovecraft auf eine einvernehmliche Scheidung, die jedoch nie rechtswirksam vollzogen wurde. Lovecraft kehrte zurück nach Providence und lebte dort wieder mit seinen Tanten. Dieser letzte Abschnitt seines Lebens war der produktivste. Nahezu sämtliche seiner bekannten Erzählungen, wie Der Fall Charles Dexter Ward oder Berge des Wahnsinns stammen aus dieser Zeit. 1936 wurde bei Lovecraft Darmkrebs diagnostiziert. Bis zu seinem Tode ein Jahr später litt er an ständigen Schmerzen und Unterernährung.

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Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung vom 04.07.1995

Niederungen für Giftpilze
Howard Phillips Lovecraft pflegt eine Schwäche für das Kosmische

Horace Walpole, der mit seinem Schauerroman "Das Schloß von Otranto" das Genre der gothic novel begründete, ist "gänzlich bar des wahren kosmischen Grauens". Anders verhält es sich mit Mary Shelley, denn ihr "Frankenstein" atmet immerhin das "echte Fluidum kosmischer Angst". Und in Emily Brontës "Sturmhöhen" bietet "der weit abgesteckte kosmische Rahmen" sogar "Raum für Horror der spirituellsten Art". Beinahe unnötig zu erwähnen, daß auch die Erzählungen von Edgar Allen Poe "kontinuierlich den Grundton kosmischen Entsetzens" anschlagen. Übertroffen wird Poe allenfalls von Goethe, dessen "Faust" zwar leider beim "rein Balladesken" anfängt, später aber zum Glück in die (richtig geraten!) "klassische kosmische Tragödie" übergeht. Der Titel des größten Komikers aller Zeiten gebührt indessen nicht dem deutschen Dichterfürsten. Er gebührt mit Abstand Baron Dunsany: "Im Kontext der Literatur aller Zeiten nimmt er den am wahrhaftigsten kosmischen Standpunkt von allen ein."

Das Adjektiv "kosmisch" ist die höchste Auszeichnung, die der amerikanische Horrorschriftsteller Howard Phillips Lovecraft zu vergeben hat. In seinem Essay "Die Literatur der Angst", einem Streifzug durch die Geschichte der gothic fiction von ihren Anfängen bis zur Gegenwart, gelingen ihm dann auch alle naselang Beobachtungen folgender Qualität: "Das Schauderhafte bei Maturin . . . ist von der Art, die überzeugt", während Lord Lytton "zu jener kristallinen Essenz künstlerisch gestalteter Angst" gelangte, die "dem Bereich der Dichtkunst angehört". Edgar Allen Poes poetische Vision besaß die Kraft, "sich in schwarzmagischen Kristallisationen und Transmutationen niederzuschlagen": und sie schlug sich so lange nieder, bis "ein mondgenährter Garten prächtiger Giftpilze erblühte, wie ihn nicht einmal die Niederungen des Saturn aufzuweisen haben".

Warum aber lesen wir so gerne Bücher, in denen von blutgierigen Dämonen, haarigen Gespenstern, schwabbeligen Monstren und anderen Scheußlichkeiten die Rede ist? Und wie kam es, daß die Sargdeckel sich ausgerechnet im rationalistischen achtzehnten Jahrhundert so zahlreich und knirschend öffneten? Um diese und ähnliche Fragen zu beantworten, wird Lovecraft als Anthropologe tätig. Er schreibt: "Kosmischer Schrecken" (da ist er wieder!) "bildet einen Bestandteil der frühesten Folklore aller Rassen." In Europa sei dieser Schrecken jedoch besonders lebendig geblieben, denn in "vorarischen und voragrarischen Zeiten" habe eine "untersetzte mongoloide Rasse" einen "gräßlichen Kult" eingeschleppt, der "in ungemein abstoßenden, unsäglich alten Fruchtbarkeitskulten wurzelte".

Wie gruselig. Wir müssen den Ariern und Agrariern wohl dankbar sein, daß sie die mongoloiden Rituale abgeschafft haben. Dank sei aber auch dem Suhrkamp Verlag, der uns dieses wahre Kleinod literarischer Brillanz, das auf den elfenbeinernen Stelzen des großen Stils zu kosmischen Höhen emporschreitet, nicht vorenthalten zu dürfen glaubte. HANNES STEIN

Howard Phillips Lovecraft: "Die Literatur der Angst". Zur Geschichte der Phantastik. Aus dem Amerikanischen übersetzt von Michael Koseler. Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 1995. 153 S., br.

© Alle Rechte vorbehalten. Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH, Frankfurt.

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