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Hausdurchsuchung im Elfenbeinturm als Taschenbuch
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Hausdurchsuchung im Elfenbeinturm

'Fischer Taschenbücher Allgemeine Reihe'.
Taschenbuch
Ist die politische Meinung von Schriftstellern relevanter als die von Metzgern? Oder nur besser formuliert? Woher kommt der Gestus des Auserwähltseins, der so oft das Gehabe von Autoren und Intellektuellen prägt? Warum gibt es so große intellektuelle … weiterlesen
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Hausdurchsuchung im Elfenbeinturm als Taschenbuch

Produktdetails

Titel: Hausdurchsuchung im Elfenbeinturm
Autor/en: Josef Haslinger

ISBN: 3596223881
EAN: 9783596223886
'Fischer Taschenbücher Allgemeine Reihe'.
FISCHER Taschenbuch

1. Oktober 1996 - kartoniert - 137 Seiten

Beschreibung

Ist die politische Meinung von Schriftstellern relevanter als die von Metzgern? Oder nur besser formuliert? Woher kommt der Gestus des Auserwähltseins, der so oft das Gehabe von Autoren und Intellektuellen prägt? Warum gibt es so große intellektuelle Widerstände gegen, die "popular culture" als demokratischen Gewinn zu begreifen?
Fragen wie diesen geht Josef Haslinger in seinem Essayband nach.
»Josef Haslingers lebendig geschriebener, seine Argumente unprätentiös abwägender Essay sei zur erfrischenden Lektüre empfohlen, wenn deutsche Literaturdiskussionen, die sich weniger um den Gehalt der Bücher als um ihre Exportfähigkeit sorgen, zunehmendes Gähnen verursachen.«
Lothar Baier, Süddeutsche Zeitung
»Das man die zwölf Kapitel des schmalen Buches mit Vergnügen liest, hat zweierlei Ursache: Indem Josef Haslinger auf kluge amüsante Weise unterhält, belehrt er uns. Und umgekehrt.«
Ulrich Weinzierl, Frankfurter Allgemeine Zeitung
Preise:
Theodor Körner Literaturpreis (1980)
Österreichisches Staatsstipendium für Literatur (1982)
Stipendium des DAAD (1983/84)
Förderungspreis der Stadt Wien (1984)
Elias Canetti-Stipendium (1993/94)

Besprechung

Ist die politische Meinung von Schriftstellern relevanter als die von Metzgern? Oder nur besser formuliert? Woher kommt der Gestus des Auserwähltseins, der so oft das Gehabe von Autoren und Intellektuellen prägt? Was zeichnet die Literatur gegenüber anderen Medien aus? Warum gibt es so große intellektuelle Widerstände dagegen, die "popular culture" als demokratischen Gewinn zu begreifen? Produziert die Pop-Musik mehr als Zerstreuung? War nicht zum Beispiel die Rap-Musik ursprünglich ein Aufstand?

Fragen wie diesen geht Josef Haslinger in seinem neuen Essayband Hausdurchsuchung im Elfenbeinturm nach. Mit seinem Roman Opernball, aber auch mit seinen Essaybänden Politik der Gefühle und Das Elend Amerikas ist Haslinger zu einem der meistbeachteten politischen Erzähler und Kommentatoren der deutschsprachigen Literatur geworden. Er ist ein Schiftsteller, der genau weiß, daß die Dichtung ihre eigenen Gesetze hat und man ihr Gewalt antäte, wollte man sie zu propagandistischen Zwecken einsetzen. Aber er ist auch ein Autor, der drauf besteht, daß Prosa wichtige Berührungspunkte mit der politischen Realität hat und auch Ausstrahlungskraft auf das Leben jenseits des Elfenbeinturms entwickeln kann. Sein Essayband ist der Versuch, eine Poetik der Produzenten, also der Autoren, zu entwerfen, die beidem, der poetischen und der politischen Verantwortung des Schriftstellers gerecht wird.

Portrait

Josef Haslinger, 1955 in Zwettl/Niederösterreich geboren, lebt in Wien und Leipzig. Seit 1996 lehrt Haslinger als Professor für literarische Ästhetik am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. 1995 erschien sein Roman >Opernball<, 2000 >Das Vaterspiel<, 2006 >Zugvögel<, 2007 >Phi Phi Island<. Sein letztes Buch >Jáchymov< erschien im Herbst 2011. Haslinger erhielt zahlreiche Preise, zuletzt den Preis der Stadt Wien, den Ehrenpreis des österreichischen Buchhandels und den Rheingau Literaturpreis. 2010 war er Mainzer Stadtschreiber.

Leseprobe

Im Jänner 1986 eröffnete der damals schon todkranke Schriftsteller Hubert Fichte die Wiener Vorlesungen zur Literatur. Obwohl er den Beginn seines Vortags in einem geheizten Nebenraum abgewartet und sich auch nach der Anzahl der mittlerweile eingetroffenen Zuhörer erkundigt hatte, betrat er den Saal in einem Pelzmantel, als käme er gerade von draußen. Der Pelzmantel war lang und auffällig, Polarfuchs vermutlich. Hubert Fichte gab sich damit, wie das in der neueren Musikszene heißt, als ein MC, ein Master of Geremony, zu erkennen, dem das Inszenatorische eines Dichtervortages, zu dem auch der theatralische Auftritt gehört, zu wichtig ist, um schon vorher in Sichtweite des Publikums herumzulungern, bis endlich der Leiter des Literaturhauses sich auffällig hinstellt, seine Blicke durch den Saal schweifen läßt und sich räuspert: "Ich denke, wir können jetzt beginnen. Guten Abend meine Damen und Herren, ich freue mich - ".

Ein Autor, der es leid ist, vor jedem Auftritt die Fragen "Wie war der Flug?" und "Ist das Hotelzimmer in Ordnung?" zu beantworten und seine Zeit beim Backstagegefummel in Literaturhäusern mit Honorarnoten und Fahrtkostenformularen zu vergeuden.

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