Das Buch zieht sich sehr in die Länge
"WANDERING HEARTS" ¿¿ 2,5/5 Sterne - Achtung Spoiler Taras Leben ist eigentlich komplett durchgeplant: Tiermedizinstudium, Übernahme der Praxis ihrer Eltern - doch sie entscheidet sich entgegen dem Wille ihrer Eltern für ein Praktikum in Kanada. Dort trifft sie auf den mürrischen Kanadier Jaimie, mit dem sie schon bald gezwungen ist, mehr Zeit zu verbringen als ihr lieb ist...Ich habe mir direkt beide Teile der Dilogie gekauft, weil ich Josi schon länger auf Instagram folge und sie super sympathisch fand. Die Bücher haben mich angesprochen und ich fand die Cover süß. Leider stellte sich der erste Teil als Enttäuschung heraus.Jamie ist ein total oberflächlicher Charakter. Seit Anfang an ist er ein laufendes Klischee. Und zwar im negativen Sinne. Seinen ersten Auftritt, als er Tara direkt anmotzt, weil er sie für eine unfähige Touristin hält, finde ich total schlecht und unrealistisch. Auch Taras Reaktion hätte ich mir anders vorgestellt. Generell finde ich den "Konflikt" bzw. eher den plötzlichen Hass zwischen den beiden nicht gut beschrieben, begründet oder durchdacht. Durch das ganze Buch hinweg (außer vielleicht am Ende) wird Jamie außerdem immer und immer wieder als grumpy, gefühlslos und Menschen-hassend beschrieben. Es nervt unglaublich, dass Tara ihm dies so oft unter die Nase reiben muss, auch wenn sie es manchmal im Spaß meint. Ja Tara, wir haben verstanden, dass Jamie ein absolut harter, kalter Mann ist, der nur dir seine Gefühle und seine verletzliche Seite zeigt..... urgh. Ihre Kommentare im Sinne von "Ich wusste ja garnicht, dass du doch Gefühle hast" nerven auf Dauer einfach. Besonders nachdem sie sich langsam angenähert hatten, war das einfach nur noch überflüssig. Taras Charaktere gefällt zwar sehr viel besser, aber auch sie hat noch viel Luft nach oben. Besonders die Situation mit ihren Eltern ist so erzwungen und möchtegern-dramatisch - das konnte ich gar nicht abkaufen. Keine Eltern würden sich so verhalten und dass Matty am Ende des Buches nach Kanada fliegt, ist auch etwas übertrieben wie ich finde.Den Schreibstil finde ich in Ordnung und die Beschreibung der Natur, sowie die Idee mit dem Roadtrip und der Checkliste im Allgemeinen gefallen mir. Das Buch zieht sich meiner Meinung nach allerdings ziemlich in die Länge und ich musste mich wirklich oft zusammenreißen, um es weiter zu lesen und nicht abzubrechen. Irgendwann wollte ich einfach nur noch, dass es vorbei ist und habe die letzten Kapitel mehr oder weniger nur überflogen.Man hätte das Buch einfach als Einzelband lassen können. Warum das Ganze zwanghaft in die Länge ziehen? Die anonyme Quelle und die Krankheit der Mutter hätte man sich auch sparen können. Ich werde den zweiten Teil wahrscheinlich nicht lesen. Ich folge der Autorin sehr gerne auf Instagram und finde sie als Person richtig toll, aber leider bin ich kein Fan ihrer Bücher. Im Nachhinein hätte ich auf keinen Fall 32 Euro für die Bücher ausgegeben.