Starker Anfang, aber unlogische Entwicklungen und eine schwache Auflösung
Sommergewitter ist bereits das dritte Buch, das ich von Kristina Dunker gelesen habe und leider auch das schwächste. Der Schreibstil ist wie gewohnt flüssig und angenehm, doch inhaltlich konnte mich die Geschichte diesmal nicht überzeugen.Der Einstieg ist sehr gelungen. Man lernt die Figuren kennen, bekommt ein Gefühl für die Dynamik innerhalb der Clique und wird schnell in die sommerliche Atmosphäre hineingezogen. Auch das Verschwinden von Ginie ist zunächst spannend umgesetzt und sorgt für eine dichte, bedrückende Stimmung.Nach diesem starken Anfang verliert die Handlung für mich jedoch an Glaubwürdigkeit. Es folgen schnell gegenseitige Beschuldigungen innerhalb der Clique, die auf mich teilweise überzogen und wenig nachvollziehbar wirkten. Auch das Verhalten der Polizei, die das Verschwinden nicht ernst genug zu nehmen scheint, hat mich irritiert.Hinzu kommt, dass angedeutet wird, dass selbst die Eltern etwas verheimlichen ein spannender Ansatz, der jedoch nicht ausreichend ausgearbeitet wird. Insgesamt hatte ich das Gefühl, dass viele Ideen angerissen, aber nicht konsequent zu Ende gedacht wurden.Die Auflösung konnte mich letztlich nicht überzeugen. Einige Zusammenhänge wirkten konstruiert oder zu weit hergeholt, und am Ende bleiben mehrere offene Fragen zurück. Dadurch wirkt die Geschichte insgesamt nicht ganz schlüssig.Fazit:Ein Buch mit starkem Einstieg und viel Potenzial, das sich im Verlauf jedoch verliert. Die Umsetzung bleibt hinter den Erwartungen zurück und hinterlässt mehr Fragen als Antworten.Bewertung: 2,5 von 5 Sternen.