Im brandneuen Band der erfolgreichen Gardasee-Krimireihe steht die Familie Pitti vor einem scheinbar unlösbaren Rätsel, das in die pompöse Villa Feltrinelli und tief in die dunkle Vergangenheit Italiens führt.In der Redaktion der soeben neu aufgestellten Seezeitung Messaggero del Garda wird die Leiche eines unbekannten Mannes gefunden. Erschossen. Es stellt sich heraus: Der Unbekannte war Gast im besten Haus am Westufer in Gargnano: der Villa Feltrinelli. Er recherchierte rund um den mysteriösen Tod des ehemaligen Besitzers und legendären Verlegers Giangiacomo Feltrinelli vor über fünfzig Jahren.Die Fährten führen vom Nobelpreisträger Boris Pasternak zum kubanischen Revolutionsführer Fidel Castro und in die Zeit des Links- und Rechtsterrorismus im Italien während des Kalten Krieges. Gianna Pitti und ihr Onkel Francesco verschaffen sich inkognito Zutritt zur Villa.Indes gerät Herausgeberin Elvira Sondrini selbst in Verdacht, etwas mit dem Mord zu tun zu haben. Was verheimlicht sie den anderen?Es handelt sich hier um den bereits dritten Band dieser Krimi Reihe, man kann das Buch aber unabhängig zu seinen Vorgängern lesen, da die Geschichten immer in sich abgeschlossen ist. liest man sie chronologisch, so lernt man allerdings die Ermittler auch privat besser kennen. Mittlerweile ist die Geschichte recht gleichmäßig auf Gianna, Arnaldo, Francesco und Elvira aufgeteilt. So erfährt man vieles aus den verschiedenen Blickwinkeln der Charaktere und lernt diese noch besser kennen als zuvor. Jeder von ihnen ist in sich spannend zu lesen und so kann ich mich nicht entscheiden, welchen Strang ich hier am liebsten verfolgt habe.Die Handlung ist eine einzige wilde Jagd nach der Wahrheit um den rätselhaften Tod von Giangiacomo Feltrinelli. Die Geschichte ist vielschichtig, viele verschiedenen Themen werden verknüpft und alle kennt man sie im Vorfeld nicht. Ja, manches ist ein wenig vorhersehbar. Aber das ist es bei Cosy Crime doch meist.Lenz Koppelstätter hat einen tollen Stil seine Werke zu verfassen. Er bringt viel von der Gegend ein, erzählt hier und da was über die Geschichte der einzelnen Schauplätze und gewährt stehts Einblicke in das Denken seiner Protagonisten. Manchmal fließt etwas Humor mit ein und gegessen wird auf jeden Fall vorzüglich. Auch der italienische Flair wird gut eingefangen und man hat beim Lesen das Gefühl selbst vor Ort zu sein.Insgesamt fand ich, dass dieser Band der Beste der Reihe war