Von den Tropes und dem Klappentext her hat es mich angesprochen und ich war gespannt, wie das Ganze umgesetzt wird. Leider hat es mir dann nicht ganz so gut gefallen wie ich mir erhofft habe.
Zunächst einmal zum Cover: es ist sehr ästhetisch geworden finde ich und bringt den Titel super zur Geltung. Ich habe mir nach dem Cover eine eher nicht zu knallige, vielleicht unaufdringliche aber stilvolle Prota erwartet.
Zum Aufbau: das Buch ist in mehrere Kapitel unterteilt, die immer mit einem ganz kurzen Gedicht des männlichen Hauptprotagonisten starten. Das passt an sich gut zu dem Charakter, der ja auch an der Uni ist und Vorlesungen über Jane Austen liest. Sonst wird aber gänzlich aus der Perspektive der Hauptprotagonistin erzählt. Ich fand das in djesem Fall ein wenig schade- es dauerte dadurch verhältnismäßig lange, bis man wusste, was in der Vergangenheit genau passierte, da dies etwa erst in der Mitte mittels Rückblende erzählt wird.
Zum Inhalt: Es geht um eine Modestudierende, die nach 4 Jahren ihren besten Freund, in den sie sich in der Highschool verliebt hatte und den sie nach einem missglückten Versuch, ihre Liebe zu gestehen, geghostet hatte, wiedertrifft. Er bittet sie, ihre Fakefreundin zu sein... mehr möchte ich noch gar nicht verraten, ich denke die Tropes kommen schon klar raus.
Meine Meinung: Ich fand die Geschichte anfangs packend vorgelesen und hab gerne uns Hörbuch gestartet. Dann, so mit 30-35 Prozent, begann ich langsam, aber sicher, die Protagonistin anstrengender zu finden. Je weiter icb hörte, desto unglaubwürdiger empfand ich ihr Auftreten. Vom Verhältnis zur Mutter, dem zur Familie des Fake Freundes, ihrer Wahrnehmung und auch dem, dass ich das Gefühl hatte, es wird immer geschildert, sie steht kurz vor dem Abschluss und muss noch viele Kleider designen und schneidern, ist voll im Verzug, sie hat dennoch immer wieder Zeit für ganz viel anderes... Was ich mochte, waren die Nebencharaktere und auch den männlichen Hauptprotagonisten, den ich aber teils nicht gut greifen konnte und von dem ich gerne mehr erfahren hätte.
Für mich war es zwar eine süße Story mit viel Potential, dieses empfand ich aber als nicht ganz ausgenutzt.