Einfühlsamer Roman mit Fokus auf die zwischenmenschlichen Bedürfnisse
Claras Teenie-Schwester Rose läuft von zu Hause weg als ihre Nachbarin, eine ältere Dame namens Elisabeth mit der sie viel Zeit verbringt, ins Krankenhaus muss. Sie 8-jährige soll solange den Kater füttern. Da zieht plötzlich ein Mann, Liam, in das Haus ein. Was Clara niemand gesagt hat: Elisabeth ist verstorben und Liam ist ihr Erbe. Der wiederum plant in dem Haus nur eine Auszeit, da seine Ehe in die Brüche gegangen ist, und er war als Kind selbst regelmäßig bei Elisabeth. Für sie war er wie ein Sohn.Die Autorin beschreit im überschaubaren Gemeinde in Ontario wie wichtig zwischenmenschliche Beziehungen sind und wie furchtbar falsch sie laufen können, wenn Alarmzeichen ignoriert und falsche Entscheidungen getroffen werden, dass es manchmal zu spät ist, aber manchmal auch eben nicht, den ¿richtigen¿ Weg einzuschlagen. Beeindruckend ist wie subtil ihr das durch das Beschreiben kleiner Gesten gelingt, die wechselnden Perspektiven bringen den Leser näher an die Figuren heran.Dennoch wirkte für mich gerade der Schluss um Rose, Claras Schwester, zu aufgesetzt und wie ein Fremdkörper in diesem ansonsten eher leisen Konstrukt des Romans, daher ziehe ich einen Punkt ab.