Ein stiller, intensiver Roman über DDR-Vergangenheit, Verrat und Verlust ¿ nüchtern erzählt und gerade deshalb besonders berührend.
"Die Verlassenen" von Matthias Jügler ist ein intensiver, intimer und zutiefst menschlicher Rückblick auf das Leben in der DDR. Der Roman zeigt eindringlich die grausamen Folgen von Bespitzelung und Vertrauensmissbrauch.Aus der Perspektive eines inzwischen erwachsenen Kindes blickt die Geschichte auf vergangene Ereignisse zurück und macht deutlich, wie weit deren Auswirkungen bis in die Gegenwart reichen.Wie die Hauptfigur Johannes mit Verlust und Verlassensein umgeht, wird ganz nüchtern und unaufgeregt erzählt - ohne jede Gefühlsduselei. Gerade diese sachliche, beinahe zurückhaltende Erzählweise macht den Roman besonders berührend.Ein melancholisches, zugleich sehr menschenfreundliches Buch über Erinnerung, Verlust und die langen Schatten der Vergangenheit.