Warenkorb
€ 0,00 0 Buch dabei,
portofrei
Gesammelte Schriften XVIIII als Taschenbuch
PORTO-
FREI

Gesammelte Schriften XVIIII

Nachträge, Verzeichnisse und Register. 'Fischer Taschenbücher Allgemeine Reihe'. 1. Auflage.
Taschenbuch
Mit Band 19 liegen die >Gesammelten Schriften< Max Horkheimers abgeschlossen vor. Für diesen Band wurde ein Personen- und Sachregister erarbeitet, das die in den Bänden 2 - 14 abgedruckten Werke systematisch erschließt. Das Register enthält nicht nur … weiterlesen
Taschenbuch

12,45 *

inkl. MwSt.
Portofrei
Sofort lieferbar
Gesammelte Schriften XVIIII als Taschenbuch

Produktdetails

Titel: Gesammelte Schriften XVIIII
Autor/en: Max Horkheimer

ISBN: 3596273935
EAN: 9783596273935
Nachträge, Verzeichnisse und Register.
'Fischer Taschenbücher Allgemeine Reihe'.
1. Auflage.
Herausgegeben von Alfred Schmidt, Gunzelin Schmid-Noerr
FISCHER Taschenbuch

1. November 1996 - kartoniert - 503 Seiten

Beschreibung

Mit Band 19 liegen die >Gesammelten Schriften< Max Horkheimers abgeschlossen vor. Für diesen Band wurde ein Personen- und Sachregister erarbeitet, das die in den Bänden 2 - 14 abgedruckten Werke systematisch erschließt. Das Register enthält nicht nur Stichworte und Werktitel, sondern auch inhaltlich komprimierte Wiedergaben wichtiger Textstellen. Damit gewinnt der Benutzer einen Überblick über das gesamte Schaffen Horkheimers am Leitfaden der zentralen Probleme und Themen. Das ist insofern von Bedeutung, als ein Großteil von Horkheimers Werk aus Notizen und Fragmenten besteht, deren Vielzahl es schwierig macht, die großen thematischen Linien im Auge zu behalten. Das Register ist daher ein neues und wertvolles Instrument für jeden, der die Kritische Theorie auch in ihren Verästelungen und inneren Widersprüchen verstehen will.
Band 19 enthält weiterhin Nachträge - u.a. das Protokoll einer mehrtägigen Diskussion zwischen Horkheimer und Adorno - , ein Gesamt-Inhaltsverzeichnis der Bände 1 - 18, ein chronologisches und ein alphabetische Verzeichnis der Schriften, Verzeichnisse der Hörfunk- und Fernsehaufnahmen sowie einen Überblick über die Bestände des Max-Horkheimer-Archivs.

Portrait

Max Horkheimer, geboren 1895 in Zuffenhausen/Stuttgart, wurde 1930 Ordinarius der Sozialphilosophie und Direktor des Instituts für Sozialforschung in Frankfurt am Main. 1933 emigrierte er und errichtete Zweigstellen des Instituts zunächst in Genf, später in Paris, schließlich an der Columbia-Universität in New York. Nach Frankfurt zurückgekehrt, etablierte Horkheimer im Jahre 1950 das Institut für Sozialforschung neu. 1951 bis 1952 war er Rektor der Frankfurter Universität. Er starb 1973. Seine Gesammelten Werke sind im S. Fischer Verlag erschienen.

Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung vom 21.06.1996

In Einsamkeit und Freiheit
Das Werk des großen Althistorikers Alfred Heuß in seinen kleinen Schriften

Alle nicht selbständigen Publikationen von Alfred Heuß sind hier, photomechanisch reproduziert, gesammelt. Hinzu kommen das vieldiskutierte kleine Buch "Verlust der Geschichte" sowie aus der Propyläen-Weltgeschichte die große Summa Historica "Freiheit und Herrschaft". Nicht einmal Zeitungsaufsätze und kleine Lexikon-Artikel sind ausgelassen. Am Ende findet man ausführliche Register. Die Aufsätze sind unter thematischen Gesichtspunkten angeordnet; erst die zu den verschiedenen Teilen der Alten Geschichte, dann die zu Wissenschaftsgeschichte und -theorie sowie Völkerrecht, schließlich zu Universitäts- und Schulreform. So sind sie dann wohl leichter zu finden.

Eine andere Möglichkeit wäre es gewesen, die Aufsätze in der Reihenfolge der Erscheinungsjahre darzubieten. Dann hätten die Bände die Möglichkeit geboten, unmittelbar der wissenschaftlichen Biographie des Autors zu folgen. Darin jedenfalls besteht für den, der sie nicht nur als Magazine benutzt, ein besonderer Reiz. Einen Leitfaden dazu gibt Heuß' sehr beeindruckende wissenschaftliche Autobiographie De se ipso von 1993 an die Hand.

Heuß, 1909 geboren, mit 23 Jahren promoviert, mit 27 habilitiert, hatte, zumal wegen des nationalsozialistischen Regimes, keinen leichten Start. Nach dem Krieg aber, erst in Kiel, dann in Göttingen, kam er schnell zu glanzvoller Entfaltung. Innerhalb weniger Jahre legte er die Reihe jener Bücher vor, mit denen er weit über die Fachgrenzen hinaus bekannt wurde: "Theodor Mommsen und das 19. Jahrhundert" (1956), "Verlust der Geschichte" (1959), "Römische Geschichte" (1960, mehrfach neu aufgelegt), "Die Geschichte des archaischen und klassischen Griechentums" (1962) und "Das Zeitalter der Revolution in Rom", die letzteren im Rahmen der Propyläen-Weltgeschichte.

Vorangegangen waren zahlreiche althistorische Fachuntersuchungen, aber schon die dritte Publikation hatte ein wissenschaftstheoretisches Thema. Unmittelbar darauf folgten juristische Aufsätze zum Völkerrecht, mit einem von ihnen wurde Heuß zum Dr. iur. promoviert. Später setzten sich diese Linien fort. Die Wissenschaftsgeschichte nahm großen Raum ein, ein dickleibiges Buch über Niebuhr erschien, daneben traten verschiedene Überlegungen über die Möglichkeit, Weltgeschichte zu schreiben, die Arbeiten zur historischen Anthropologie, schließlich eine Reihe von Äußerungen zur Bildungspolitik, die Heuß zunächst voranzutreiben suchte, bevor er den Tendenzen, die dann die Oberhand gewannen, zunehmend skeptisch gegenübertrat.

Heuß war zeit seines Lebens ein Einzelgänger, genauer gesagt: ein vor allem auf sich gestellter Gelehrter. Humboldts Wort von "Einsamkeit und Freiheit" könnte auf ihn geprägt sein. Die sogenannte Leipziger Schule Helmut Berves, aus der er kam, gab es seinem Urteil nach gar nicht. Nur Methode konnte man da lernen, und zwar sehr gut. Dissertation und Habilitation hat er ohne Anleitung verfaßt. Selbständig und voller Fragen und Ansprüche, vermochte er nicht einfach an althistorische Traditionen anzuknüpfen, sondern brauchte eine breite, eigene Absicherung des Grundes, auf dem er stehen konnte. Das "lebensnotwendige Vertrauen, daß die Gegenwart einen tragen kann", meinte er später, sei ihm aus begreiflichen Gründen versagt geblieben. "So etwas läßt sich nicht nachholen."

So drängten sich ihm die philosophischen, juristischen, soziologischen Studien geradezu auf, zumal die Beschäftigung mit Max Weber. Er mußte sich nicht nur mit dem ganzen Umfang seines Faches vertraut machen, sondern sich in gewissem Sinne sogar eine Sprache bilden. Stets hat er sich in einem Rahmen genau durchdachter Kategorien bewegt, jede Störung konnte seinen Unwillen erregen. Auch bestimmte Einteilungen standen ihm offenbar frühzeitig fest. So waren die verschiedenen Gebiete, auf denen er arbeitete und publizierte, bei ihm fast unverbunden. Im "Verlust der Geschichte" findet sich nichts über die deutsche Problematik nach 1945, mit der er sich so vielfach herumschlug. In den Reflexionen über die Weltgeschichte blieb die Geschichte der Antike eigenartigerweise draußen. Bei allem philosophischen Interesse an historischer Anthropologie hat er die Frage, wie der Historiker anthropologische Dimensionen der Geschichte erkennen kann, nicht erörtert.

Ziemlich rasch scheint Heuß zu einer souveränen Beherrschung seines Gebiets gelangt zu sein. Er hatte etwas zu sagen und wollte das tun. Er war überzeugt, daß historische Bildung für eine Gesellschaft, zumal wenn sie sich so rasch wandelt, eminent wichtig sei. Und er maß sich an großen Vorbildern, konnte geradezu von seinen "Sehnsüchten" sprechen, die sich nicht hätten verwirklichen lassen. So litt er darunter, daß in der Alten Geschichte, wie er meinte, keine Entdeckungen mehr zu machen seien. Wo die anderen Historiker viele neue Quellen erschlossen, kamen für den der Antike "zu den schon von früher her vertrauten Lücken . . . andere hinzu, weil wir mehr und oft anderes als frühere Geschlechter wissen wollen".

Wieviel er selbst geklärt hat, wie sehr auch seine historischen Darstellungen überall die Ergebnisse von Forschung vortragen, hat er nicht wahrhaben wollen. Wohl weil ihm das meiste schon klar war, bevor er es sagte. Oder anders: weil nur zu sagen war, was sich ihm schon mehr oder weniger von selbst verstand. Dabei wußte er eigentlich, daß Geschichtsschreibung der Ort war, wo die "historischen Bemühungen die höchste Dichte des Denkens erreichen". Aber Denken war ihm wohl nicht gleich Forschen. Und was er fand, blieb weiter hinter dem zurück, was er wissen wollte.

So litt er zunehmend an seiner Wissenschaft. Ganz abgesehen davon, daß er meinte, wir könnten heute nur mehr "Kümmerlinge sein". Er bekundete "starke Skepsis gegenüber dem Metier, das ich professionell betreibe", meinte, seinen Kollegen als "sonderbarer Heiliger" zu erscheinen. Kaum zufällig ist eine mit der Zeit zunehmende Zahl seiner Arbeiten anlaßbedingt, sie gehen auf Einladungen zu Vorträgen oder Festschriften zurück. Man ahnt, was er zu sagen gehabt hätte, wenn ihn mehr Anlässe provoziert hätten.

Überblickt man die drei Bände, so erscheinen sie nicht nur als eine Fundgrube historischen Wissens und historischer Erkenntnis, sondern eben auch als der Niederschlag einer deutschen Gelehrtenexistenz im besten Sinne des Wortes, angetreten, sich den Herausforderungen dieses Jahrhunderts mit Lust und Pflichtgefühl zu stellen, weiterzugeben, was weiterzugeben war, und mit der Zeit mehr und mehr verzweifelnd, daß es nicht recht gehen wollte. Ungeduldig, kantig, rauh bis in den Stil hinein, der formlos zu sein scheint und doch wohl eine sehr bedeutende Form darin hat, daß er den Charakter der Skizze, des Entwurfs - bei hoher Treffsicherheit - so rein hervortreten läßt.

Heuß gehörte zu denen, die sich nach vielfältigster Erschütterung, unter schwierigsten Umständen mit dem Neuanfang nach 1945 bewußt identifizierten. Altes und Neues haben sich dabei in diesem überlegenen Historiker vereint. Aber ob nun mehr aus dieser Konstellation oder mehr aus seinen Anfängen und seinem Charakter heraus: Damit waren auch Grenzen gegeben, Grenzen der Offenheit gegenüber historischen Fragen, die sich in der Folge zu stellen begannen, wie des Zuhörens. Vielleicht jedoch gehörte das zu den Bedingungen seines wirklich bedeutenden historischen Werks. CHRISTIAN MEIER

Alfred Heuß: "Gesammelte Schriften". Drei Bände. Herausgegeben von Jochen Bleicken. Franz Steiner Verlag, Stuttgart 1995. IX, 2720 S.

© Alle Rechte vorbehalten. Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH, Frankfurt.
Servicehotline
089 - 70 80 99 47

Mo. - Fr. 8.00 - 20.00 Uhr
Sa. 10.00 - 20.00 Uhr
Filialhotline
089 - 30 75 75 75

Mo. - Sa. 9.00 - 20.00 Uhr
Bleiben Sie in Kontakt:
Sicher & bequem bezahlen:
akzeptierte Zahlungsarten: Überweisung, offene Rechnung,
Visa, Master Card, American Express, Paypal
Zustellung durch:
¹ Mängelexemplare sind Bücher mit leichten Beschädigungen, die das Lesen aber nicht einschränken. Mängelexemplare sind durch einen Stempel als solche ge-
kennzeichnet. Die frühere Buchpreisbindung ist aufgehoben.
* Alle Preise verstehen sich inkl. der gesetzlichen MwSt. Informationen über den Versand und anfallende Versandkosten finden Sie hier.
** Deutschsprachige eBooks und Bücher dürfen aufgrund der in Deutschland geltenden Buchpreisbindung und/oder Vorgaben von Verlagen nicht rabattiert werden. Soweit von uns deutschsprachige eBooks und Bücher günstiger angezeigt werden, wurde bei diesen kürzlich von den Verlagen der Preis gesenkt oder die Buchpreisbindung wurde für diese Titel inzwischen aufgehoben. Angaben zu Preisnachlässen beziehen sich auf den dargestellten Vergleichspreis.