...but miracles happen...
Max war 14 und mit seiner Mutter, seinen jüngeren Geschwistern sowie einer Freundin seiner Mutter und deren Tochter im Wochendurlaub an der holländischen Nordsee als er Kopfschmerzen bekommt, die über Nacht immer schlimmer werden. Am nächsten Morgen muss er sich zudem permanent übergeben und wird benommener, so dass seine Mutter ihn in die nächstgelegene Klinik nach Belgien fährt. Sein Zustand verschlechtert sich rapide.Mach unzähligen Tests und Untersuchungen sowie der Verlegung in die Klinik nach Brügge wird eine Hirnblutung festgestellt. Daraufhin wird Max mit dem Rettungshubschrauber in die Uni-Klinik Frankfurt geflogen.Dort muss er in ein künstliches Koma gelegt werden.... Als er wach wird, hat er das Locked-in-Syndrom....Ich habe vom Adeo Verlag ein Rezensionsexemplar erhalten und unmittelbar angefangen zu lesen. Am Abend hatte ich das Buch ausgelesen Es hat mich nicht mehr losgelassen.Max schreibt das Buch selbst aus seiner Sicht, und zwar an was er sich erinnert bzw. was er durch die Erzählungen seiner Mutter und deren Angehörigen erfahren hat. Seine Familie, Freunde und viele andere Menschen bilden eine Gebetskette für Max. Seine Mutter weicht nicht von seiner Seite. Es ist erschütternd, was auch sie durchmachen musste. Ich habe an vielen Stellen geweint und konnte den Schmerz und die Verzweiflung dieser Frau spüren. Max ist ein bisschen jünger als mein ältester Sohn, ich konnte es daher sehr gut nachempfinden. So viel Zuspruch und Unterstützung, auch in Bezug auf Max jüngere Geschwister hat die Familie erhalten.Zudem türmten sich Probleme u.a. mit der Krankenkasse suf, die man gerade in so einer Situation überhaupt nicht gebrauchen kann. "Tsunami im Kopf" ist eine erschütternde, bewegende und zugleich hoffnungsvolle Geschichte über Kampfgeist, Familie, Zusammenhalt, den Glaube zu Gott und den Mut, niemals aufzugeben. Ein Buch, das unter die Haut geht und lange nachhallt. Absolut lesenswert.