Tod am Nussdorfer Wehr ist ein Krimi von Mina Albich, der im Emons-Verlag 2024 erschienen ist. In Wien stürzt ein Mann vom Balkon in den Tod. War es ein Unfall, Selbstmord oder gar Mord? Inspektor Grohsman ermittelt gemeinsam mit seiner Kollegin Joe und der Kriminalpsychologin Nicky. Es ist bereits der 3. Band um dieses Ermittlerteam. Auch ohne Vorkenntnisse aus den Teilen 1 und 2 bin ich sehr gut in den Krimi hineingekommen, da alle Teile in sich abgeschlossen sind.
Das Buch liest sich nicht nur spannend, sondern auch unterhaltsam, und es ist immer eine kleine Prise Humor beigefügt. Zitat S. 22: ...das vertrug sich grad schlecht mit seinem Magen, in dem sich eine spartanische Leberkässemmel überlegte, in welche Richtung es weiterging. Auch tritt ein wenig der Wiener Schmäh zutage.
Es wechselt die Erzählperspektive zwischen den Ermittlern, aber auch der Täter kommt immer wieder kurz zu Wort. Diese Passagen aus Tätersicht haben mich ganz besonders gefesselt. Die Spannung hält sich bis zum Schluss. Eigentlich denkt man, man kennt die Auflösung. Aber dann wird man doch nochmal richtig überrascht. Geschickt lockt einem Mina Albich auf falsche Fährten.
Der Krimi ist vielschichtig und enthält Tiefgang. Die Kapitelüberschriften bestehen aus Datumsangaben, so dass man immer schön den Überblick behält
Fazit: Ein spannender Krimi, der sich gleichermaßen spannend und unterhaltsam liest, und der zugleich sehr atmosphärisch ist. Von mir gibt es auf jeden Fall eine Leseempfehlung.
Zum Abschluss noch ein Zitat von S. 113: Schach ist wie das Leben. Das Spiel entscheiden nicht immer die stärksten Figuren. Und manchmal muss man eine Figur opfern, um zu gewinnen.