Von Nalini Singh habe ich bisher noch kein Buch gelesen, aber Wenn Liebe tötet hat mich richtig gut unterhalten.
Die Geschichte dreht sich um Tavish Advani, der glaubt, in Neuseeland endlich sein Glück gefunden zu haben. Doch die Idylle zerbricht schlagartig, als das Anwesen seiner wohlhabenden Schwiegereltern in Flammen aufgeht. Fast die gesamte Familie kommt ums Leben; seine Frau Diya überlebt schwer verletzt, liegt jedoch im Koma. Besonders brisant: Die Opfer weisen nicht nur Brandverletzungen, sondern auch Messerstiche auf. Da Tavish eine dunkle Vergangenheit hat und bereits früher mit dem Tod von Frauen in Verbindung gebracht wurde, gerät er schnell ins Visier der Ermittler. Um seine Unschuld zu beweisen, muss er selbst herausfinden, was in der Nacht des Feuers wirklich geschah und stößt dabei auf die tiefen Abgründe der vermeintlich perfekten Familie seiner Frau.
Nalini Singh schreibt flüssig, zum Teil auch gefühlvoll. Erzählt wird die Geschichte hauptsächlich aus der Ich-Perspektive von Tavish. Das sorgt für eine sehr nahe Bindung zum Protagonisten. Ergänzt wird dies durch einen zweiten Zeitstrang, der in die Vergangenheit führt, sowie durch Einschübe wie Polizeiberichte oder Zeugenaussagen, die das Bild nach und nach vervollständigen. Diese sind wichtig, um das Gesamtbild der Handlung zu verstehen. Die Kapitel haben eine angenehme Länge, sodass man gut durch das Buch kommt. Allerdings empfand ich die Erzählweise stellenweise als etwas langatmig, da die Rückblenden sowie die Zeit im Krankenhaus viel Raum einnehmen und die eigentliche Spannung manchmal ausbremsen.
Tavish selbst ist ein faszinierender, wenn auch widersprüchlicher Charakter. Seine Liebe zu Diya ist spürbar sein Anker. Die Verzweiflung im Krankenhaus und sein Wille, den Namen der Familie reinzuwaschen, machen ihn sympathisch, auch wenn ich lange Zeit zweifelte, wieviel ich ihm wirklich glauben konnte. Das Ende überraschte mich mit einem Twist, mit dem ich, trotz der vielen Vermutungen, überhaupt nicht gerechnet habe.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.