Die Eltern des Lehrers sind sehr stolz auf ihn, er hat einen sicheren Arbeitsplatz und Anspruch auf eine Pension. Allerdings leidet der Lehrer unter dem Unterricht. Er soll Erdkunde und Geschichte unterrichten. Beinahe versehentlich spricht er während des Unterrichts gegenüber einem Schüler eine simple Wahrheit aus. Daraufhin beschweren sich die Eltern des betroffenen Schülers und für den Lehrer ist auf einmal Vorsicht geboten. Aber er will seine sichere Stellung behaupten und korrigiert gewissermaßen nur noch Rechtschreibfehler. Dann jedoch wird von oben beschlossen, dass die vierzehnjährigen Schüler an einem militärisch ausgerichteten Zeltlager teilnehmen müssen, muss der Lehrer seine Klasse begleiten.Mitte der 1930er ist die Welt nicht mehr wie sie einmal war. Wenn ein Lehrer einfach seiner Arbeit nachgeht, kann das unerwartete Folgen haben. Und er muss sich dann überlegen, ob er sich in das System fügt oder ob er bei der Wahrheit bleibt. Er hat halt eine sichere Stellung und seine Eltern sind so stolz auf ihn. Vielleicht hätte er sich durchgewurschtelt, doch die Klasse verweigert ihm die Zusammenarbeit. Was kann er tun? Eine neue Klasse würde wohl nichts nützen, eine neue Schule. Gerüchte sind manchmal schneller als jeder Umzug. Der Lehrer bleibt an seinem Platz. Dann jedoch kommt dieses Zeltlager.Dieser kurze Roman wurde Anfang des Jahres 1937 erstmals veröffentlicht. Die Handlung ist in der damaligen Gegenwart angesiedelt. Etliche Textzeilen könnten aber auch in die heutige Zeit passen. Die "Jugend von heute" ist die damalige Jugend, an der der Lehrer beinahe verzweifelt. Wie können die nur so roh und manchmal erbarmungslos sein. Doch ist der Lehrer besser? Man könnte daran zweifeln. Bekommt er eine Chance besser zu sein? Nimmt er sie an? Um nachzuvollziehen, welche Rolle Gott in seinen Gedanken spielt, könnte möglicherweise von Vorteil sein, wenn man einen Bezug zum Glauben hat. Ansonsten ist dieser Roman einfach krass, beklemmend und es wird empfohlen, ihn zu lesen. Nebenbei hat er auch eine packende Story, mit der der Autor vielleicht auch einer gewissen Hoffnung Ausdruck geben möchte. 4,5 Sterne