Da es ja langsam auf den Herbst zugeht, dachte ich es wäre mal wieder Zeit für etwas schauriges. Um es gleich vorwegzusagen: Ich habe die Geisterflöte gern gelesen. Ich fand es auch sehr spannend, aber gegruselt habe ich mich leider nicht.Aber zur eigentlichen Geschichte:Die Handlung spielt im Jahr 1860: Elspeth Swansome kommt auf die abgelegene Insel Skelthsea, um dort als Kindermädchen zu arbeiten. Ihre Aufgabe gestaltet sich jedoch alles andere als einfach, denn die kleine Mary gibt seit dem tragischen Tod ihres Zwillingsbruders William kein Wort mehr von sich. Über William und die Umstände seines Unfalls wird nur wenig gesprochen. Während Elspeth versucht, sich im alten Herrenhaus zurechtzufinden, bemerkt sie immer mehr seltsame Vorkommnisse: nächtliche Schritte auf dem Dachboden, mysteriöser Gesang vor ihrer Zimmertür und immer wieder das Pfeifen einer geheimnisvollen Flöte. Bei dem Versuch, die Rätsel zu lösen, gerät Elspeth selbst in große Gefahr.Der Schreibstil ist schön flüssig und hat mir sehr gut gefallen. Der Autorin ist es auch sehr gut gelungen eine düstere Atmosphäre zu erzeugen. Aber für richtigen Grusel hat es bei mir dann doch nicht gereicht. Es ist aber eine sehr schöne Geistergeschichte mit der typischen Ausstattung, altes Haus, merkwürdige Bewohner und oft schlechtes Wetter. Die Geschichte beginnt ruhig, wird aber sehr spannend, gerade zum Ende hin, sodass ich es nicht mehr aus der Hand legen mochteFazit: Insgesamt ist "Geisterflöte" eine gelungene, stimmungsvolle Geistergeschichte, die vor allem durch ihre Atmosphäre und die spannende Entwicklung überzeugt, auch wenn sie mich persönlich nicht zu Gänsehaut-Momenten geführt hat.