Lorenzo und Mia haben mir als Paar richtig gut gefallen, weil ihre Geschichte etwas ruhiger, emotionaler und trotzdem passend zur Moretti-Familie erzählt wird.
Besonders bei Lorenzo merkt man, dass er noch sehr mit seiner Trauer und den Schuldgefühlen wegen seiner verstorbenen Frau zu kämpfen hat. Das wurde für mich gut spürbar dargestellt, ohne dass es zu überladen wirkte. Mia taucht eines Nachts bei den Morettis auf, und auch sie hatte kein leichtes Leben. Dadurch entsteht zwischen den beiden eine Geschichte, die nicht nur von Anziehung lebt, sondern auch von Vergangenheit, Schmerz und Vertrauen.
Im Laufe der Handlung kommen einige Dinge ans Licht, die ich so nicht unbedingt vorhergesehen habe. Auch wenn der Mafia-Anteil hier nicht ganz so stark im Vordergrund steht, hat die Geschichte für mich trotzdem sehr gut zur Moretti-Familie gepasst. Es geht zwar weniger um klassische Mafia-Momente, dafür aber um Macht, Schuld und einen Menschen, der viel Dreck am Stecken hat und in einer Position ist, in der so jemand einfach nicht sein sollte.
Am Ende war dieser dritte Band für mich wieder eine starke Fortsetzung, auch wenn er etwas anders aufgebaut ist als Band 2. Die Geschichte setzt weniger auf große Mafia-Momente, passt mit ihren Themen aber trotzdem sehr gut zur Moretti-Familie. Lorenzo und Mia konnten mich als Paar überzeugen, und gerade die emotionale Seite hat diesem Band viel gegeben.