Schockierend, brutal und unfassbar spannend! Ein Psychothriller, der von der ersten Seite an fesselt und nicht mehr loslässt.
Inhalt (spoilerfrei)Ein Vater ist verzweifelt auf der Suche nach seinem verschwundenen Sohn. Um an Informationen zu gelangen, lässt er sich als Insasse in eine psychiatrische Klinik einweisen - genau dort, wo der mutmaßliche Täter untergebracht ist. Doch was als verzweifelter Plan beginnt, entwickelt sich schnell zu einem Albtraum aus Manipulation, Lügen und psychologischen Abgründen. Nichts ist so, wie es scheint und die Wahrheit ist grausamer, als man es sich vorstellen kann.Meine MeinungDer Insasse war sowohl mein erstes Fitzek-Buch als auch mein erster Psychothriller überhaupt und ich hätte mir keinen besseren Einstieg wünschen können. Schon das erste Kapitel hat mich komplett umgehauen. Ich hätte niemals erwartet, direkt zu Beginn mit einem Plot Twist konfrontiert zu werden und genau das hat mich sofort in die Geschichte hineingezogen. Ab diesem Moment wollte ich unbedingt wissen, wohin das alles führt. Obwohl viele verschiedene Personen eine Rolle spielen, hat mich das zu keinem Zeitpunkt gestört. Ganz im Gegenteil: Die häufigen Perspektivwechsel haben die Spannung für mich sogar noch gesteigert, da jedes Kapitel einen neuen Schock, eine neue Enthüllung oder einen weiteren Abgrund bereithielt. Der flüssige Schreibstil, die klaren Übergänge und der stringente Aufbau haben es mir dabei leicht gemacht, stets den Überblick zu behalten.Besonders intensiv waren die vielen düsteren und brutalen Szenen, die teilweise wirklich schwer zu verdauen sind, vor allem, weil es um Kinder geht. Mehrmals hatte ich einen richtigen Kloß im Hals. Doch genau diese Schonungslosigkeit, diese moralische Abgründigkeit und das ständige Gefühl, den Halt zu verlieren, haben das Buch für mich so unfassbar fesselnd gemacht.Die sehr kurzen Kapitel taten ihr Übriges: Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und habe mir immer wieder eingeredet: "Nur noch ein Kapitel...".CharaktereDie Figuren sind vielschichtig, verstörend und psychologisch intensiv gezeichnet. Besonders beeindruckt hat mich, wie glaubwürdig Fitzek menschliche Verzweiflung, Angst und moralische Grenzüberschreitungen darstellt. Niemand ist hier einfach nur "gut" oder "böse", sondern jede Figur trägt ihre eigenen Schatten mit sich, was die Geschichte noch beklemmender macht.Fazit & Empfehlung: ¿¿¿¿¿Der Insasse war für mich ein durch und durch packendes, bedrückendes und nervenaufreibendes Leseerlebnis. Auch wenn ich den größten Plot Twist relativ früh erahnt habe, hat das der Wirkung keinen Abbruch getan: Die Auflösung war logisch, emotional und trotzdem schockierend. Zusätzlich sorgen zahlreiche kleinere Wendungen dafür, dass die Spannung bis zur letzten Seite hoch bleibt. Für meinen ersten Psychothriller hätte ich mir nichts Intensiveres wünschen können und eines ist sicher: Es wird definitiv nicht mein letzter Fitzek sein!Ich empfehle das Buch allen, die......starke Nerven haben....Psychothriller lieben....düstere, moralisch herausfordernde Themen nicht scheuen....Geschichten mögen, die lange nachwirken.Für Einsteiger:innen ins Thriller-Genre ist dieses Buch zwar hart, aber gleichzeitig ein extrem wirkungsvoller Einstieg.