Die Geschichte hat mich von Anfang an gepackt und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Durch die kurzen Kapitel und die ständigen Wendungen wollte ich immer nur noch ein Kapitel weiterlesen - und plötzlich waren es fünf.Besonders gut gefallen hat mir die Atmosphäre. Das abgelegene Ferienhaus, die rätselhafte Anna und die ungelösten Fragen rund um Josys Verschwinden sorgen dafür, dass man ständig miträtselt. Immer wieder hatte ich das Gefühl, eine Ahnung zu haben, nur um wenige Seiten später alles wieder zu verwerfen.Fitzek spielt gekonnt mit der Wahrnehmung seiner Leser. Realität, Erinnerung und mögliche Wahnvorstellungen verschwimmen zunehmend miteinander, sodass man irgendwann selbst nicht mehr weiß, wem oder was man noch glauben kann. Genau das hat für mich den Reiz der Geschichte ausgemacht.Das Ende hat mich dann überrascht. Rückblickend ergeben viele Dinge Sinn, während man beim Lesen trotzdem lange im Dunkeln tappt. Für mich war das die Art von Psychothriller, die man am liebsten in einem Rutsch lesen möchte.