Ein lokaler Kriminalroman aus Südtirol mit einem Schwerpunkt auf Hexen und Teufel.Die Ermittelnden sind Magnabosco und Pasqualina, eine Team, dass sogar verheiratet ist. In meinen Augen besteht da Konfliktpotenzial auf mehreren Ebenen aber irgendwie ist es ja auch romantisch.Der Fall: eine Mitglied einer Bozner Hexengruppe wird aufgebahrt und offensichtlich zuvor gefoltert, tot aufgefunden.Die Verdächtigen: ganz unterschiedliche Persönlichkeiten mit ganz unterschiedlichen Hintergrundgeshichten und möglichen Motiven.Besonders spannend wird dieser Roman durch den Wechsel in die Ich-Perspektive einer Erzählerin, deren Mutter (vielleicht oder vielleicht auch nicht) eine 400 Jahre alte Hexe ist. Wer zu dem Lesenden spricht, bleibt für eine lange Zeit ungeklärt, sodass das Rätseln darüber, wer sich dahinter verbirgt, einen Teil der Freude beim Lesen ausmacht.Neben den Ermittlungen erfährt der Lesende einiges über die Hexenverfolgungen. Sympathisch ist, wie humorvoll die Ermittelnden miteinander umgehen. Dadurch kommen einem die Personen nahbarer vor und der Roman ist etwas weniger düster. An einigen Stellen hätte ich mir etwas mehr Spannung und Tiefe gewünscht, gerade, weil das Thema "Hexen" eines ist, dass einem (als Frau) Schauer über den Rücken jagen kann. Doch genau diese Schauer, die innere Unruhe und die Gänsehaut auf den Armen fehlen ein bisschen, weshalb ich ein Sternchen bei der Bewertung abziehen muss. Insgesamt kann ich diesen Krimi aber allen empfehlen, die ein schlankes, gut lesbares Buch für ihren (Tirol-)Urlaub oder einen anderen Anlass suchen.