Peggy Guggenheim und der Traum vom Glück

Roman. Originalausgabe.
Taschenbuch
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Die Kunst war ihre Leidenschaft. Die Liebe ihr Schicksal.

Paris 1937: Die rebellische Erbin Peggy Guggenheim genießt ihr Leben in der schillernden Künstlerbohème, eine glamouröse Abendgesellschaft folgt auf die nächste. Doch Peggy hat einen Traum. Sie … weiterlesen
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Produktdetails

Titel: Peggy Guggenheim und der Traum vom Glück
Autor/en: Sophie Villard

ISBN: 3328104887
EAN: 9783328104889
Roman.
Originalausgabe.
Penguin TB Verlag

10. August 2020 - kartoniert - 444 Seiten

Beschreibung

Die Kunst war ihre Leidenschaft. Die Liebe ihr Schicksal.

Paris 1937: Die rebellische Erbin Peggy Guggenheim genießt ihr Leben in der schillernden Künstlerbohème, eine glamouröse Abendgesellschaft folgt auf die nächste. Doch Peggy hat einen Traum. Sie will ihre eigene Galerie eröffnen und endlich unabhängig sein. Da verliebt sie sich in einen hochgewachsenen Schriftsteller mit strahlenden Augen: Samuel Beckett. Aber ihre Liebe steht unter keinem guten Stern, denn Peggys Traum lässt sich nur im fernen London verwirklichen, weit weg von Beckett. Und auch am Horizont ziehen dunkle Wolken auf: Der Krieg zwingt zahlreiche Künstler zur Flucht aus Europa. Peggy hilft vielen von ihnen dabei - und begibt sich und ihre Liebe in große Gefahr ...


Portrait

Sophie Villard ist das Pseudonym einer erfolgreichen deutschen Autorin. Die gelernte Journalistin und Politologin lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Dresden. Die Figur der Peggy Guggenheim faszinierte sie seit dem Moment, als sie in ihrer Lieblingsstadt Venedig zum ersten Mal die berühmte Peggy Guggenheim Collection besuchte.

Leseprobe

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Pressestimmen

»Wenn Sie ein Herz für die Kunst haben, dann rechnen Sie mal nicht damit, dass Sie die kommenden Nächte schlafen werden.« Berner Zeitung,

Ein absolutes Lesehighlight mit detailliertem Einblick in die Künstlerszene der damaligen Zeit und das Leben einer mutigen und aufgeschlossenen Frau.« Mainhattan Kurier

»Was weniger bekannt ist, kommt in diesem Roman wunderschön heraus: Der Krieg zwingt zahlreiche Künstler zur Flucht aus Europa Peggy hilft ihnen dabei.« Berner Zeitung
Bewertungen unserer Kunden
Peggys Geschichte
von Delfin - 16.09.2020
Inhalt: Peggys Leidenschaft ist die Kunst. Sie möchte eine Galerie eröffnen und selbständig sein von den Männern. Doch dann kommt da auch noch der Krieg und spielt eine Rolle in ihrem Leben. Meinung: Ich kenne mich mit Kunst nicht so aus und deshalb kannte ich Peggy Guggenheims Leben noch vor dem Buch nicht. Für mich als Unerfahrene in diesem Gebiet wurde im Buch alles verständlich erklärt. Was mir am Ende noch gut gefallen hat, war das Nachwort, denn dort hat man erfahren wie es mit den Charakteren nach der beschriebenen Zeit weitergegangen ist. Das Buch ist in drei Abschnitte unterteilt. Der Schreibstil war angenehm zu lesen. Doch bei den vielen Personen im ganzen Buch über habe ich leider manchmal den Zusammenhang verloren. Fazit: Insgesamt ein interessantes Buch für Kunstliebhaber. Das Buch bekommt 4 von 5 Sterne von mir.
Peggy Guggenheim und der Traum vom Glück
von MarySophie - 10.09.2020
Erstmals gesehen habe ich den Roman bei Instagram oder im Internet. Ich kann mich gar nicht mehr entsinnen, auf jeden Fall fand ich die Inhaltsangabe direkt interessant und das Buch wanderte auf meine Wunschliste. Ich wollte einfach gerne mehr über Peggy Guggenheim erfahren, von der ich bisher tatsächlich noch nie etwas gehört habe. Ihre berühmte Familie, allen voran die Geschichte von Benjamin Guggenheim ist mir bekannt und auch von den Guggenheim-Musseen habe ich gehört und Bilder gesehen. Doch Peggy war mir unbekannt. Und da ich Geschichten über starke Frauen liebe, musste ich das Buch lesen! Freundlicherweise wurde mir der Roman vom Bloggerportal zur Verfügung gestellt, wofür ich mich auch hier noch einmal ganz herzlich bedanken möchte. Ich bin selbst davon überrascht, wie schnell ich den Roman ausgelesen hatte. Lediglich drei Tage habe ich für die knapp 450 Seiten gebraucht, weil ich oft wissen wollte, wie die Geschichte von Peggy weitergehen wird und welche Begegnungen sie erleben wird, inwiefern der Kriegsverlauf auf sie und ihre Lieben Einfluss haben wird. Ich habe das Buch lange Zeit richtig gern in die Hand genommen und war von ihr als Person, als auch von der schillernden Bohèmewelt sehr fasziniert. Aber auch der Schreibstil hat dazu beigetragen, dass ich immer weiterlesen wollte. Ich fand die Sprache hatte durchaus ihren Anspruch und war trotzdem sehr gut und locker zu lesen. Es gibt ganz wunderbare Beschreibungen von Ortschaften und Gebäuden, zudem mochte ich es, wie viele bekannte Künstler auftreten und wie man diese kennenlernt. Ein jeder hat Eigenarten bekommen und sich dadurch von den anderen abgehoben! Es findet eine Unterteilung in drei Teile statt, die jeweils noch in Kapitel gegliedert werden. Jeder Teil widmet sich einer bestimmten Zeit in Peggys Leben und es wurde nicht nur mit wenigen Worten die kommende Handlung gekonnt zusammengefasst, sondern auch die Handlungszeit wurde angegeben. Teil eins und zwei konnten mich vollkommen überzeugen, sie hatten eine besondere Dynamik, die mein Interesse immer weiter angefacht hat. Es war Spannung vorhanden und ich mochte die ganzen Begegnungen mit den Künstlern, sowie die traumhaften Darstellungen von Frankreich und England. Leider muss ich sagen, dass mir genau das im dritten Teil gefehlt hat. Irgendwie war die Spannung verpufft, die Luft war ein bisschen raus und mich hat die Handlung nicht mehr so gefesselt wie anfangs, als die Szenen in Europa stattfanden. Ich finde, auch Peggy hat , zurück in ihrer Heimat, ein wenig von ihrer Energie eingebüßt und selbst die Szenen, in denen zahlreiche Künstler und Schriftsteller zusammenkommen, haben ein wenig ihren Charme verloren. Den Kapiteln vorangestellt ist immer die Straße, sowie das Datum oder der Monat der folgenden Handlung. Auf diese Weise kann man sich immer schnell und einfach ein Bild davon machen, wie viel Zeit seit dem Beginn der Handlung vergangen ist, um wie viele Jahre die Protagonisten mittlerweile gealtert sind oder wie weit der Krieg fortgeschritten ist. Fand ich sehr sehr hilfreich und ich habe es sehr begrüßt, dass es diese Details gibt, was ich ja immer gerne bei Romanen mag! Am Ende des Roman findet sich noch ein ganz wunderbares Nachwort, in dem nicht nur erklärt wird, weshalb dieser Roman entstanden ist, sondern man erhält auch Informationen darüber, was mit vielen der bekannten Künstlern, die erwähnt werden oder persönlich auftreten, passiert. Wann sie sterben, manchmal werden noch einige Worte zur weiteren Schaffensphase verloren. Es entsteht dadurch ein rundes Bild und man muss nicht zwingend danach im Internet nachschauen, wie das weitere Schicksal der Personen aussieht. Ich habe viele Personen danach trotzdem gegoogelt, einfach um zu schauen, inwieweit sich mein Bild von ihnen von dem tatsächlichen Aussehen der Künstler abhebt. Ich finde es ganz bemerkenswert, wie viele bekannte Persönlichkeiten die Autorin in ihrem Roman auftreten lässt und welche Eigenarten sie ihnen verpasst. Keiner gleicht dem anderen und ein jeder hebt sich durch bestimmte Merkmale voneinander ab. Fand ich richtig gut und ich mag es, wie sie nur an den passenden Stellen auftauchen und Peggy dabei stets im Vordergrund bleibt. Trotz der Vielzahl an Personen hatte ich nie Probleme damit, sie auseinanderzuhalten oder wiederzuerkennen. Vielleicht wäre es aber trotzdem ganz angebracht gewesen, dem Roman ein Personenverzeichnis zur Seite zu stellen, damit Verwechslungen von vorn hinein ausgeschlossen werden. Und man hätte sich am Ende noch einmal vor Augen führen können, wie viele berühmte Persönlichkeiten man gerade getroffen hat:) Ich muss ehrlich zugeben, dass ich Peggy nicht immer komplett sympathisch fand. Ab und an war mir ihre Art zu forsch und ich hatte häufiger das Gefühl, als würde sie ihre Entscheidungen nicht richtig abwägen. Jede kleine Idee will sofort verwirklicht werden, ohne das sie vorher richtig darüber nachdenkt und mögliche Schwierigkeiten beachtet. In dieser Hinsicht war mir Peggy zu impulsiv und nicht hinterfragend genug. Zudem kam für mich nicht der Charme ihrer Figur herüber, ich habe nie recht verstanden, was ihre Freunde und Bekannte an ihr geschätzt haben und weshalb sie menschlich von vielen auf eine so große Stufe gestellt wurde. Obwohl es allerhand Einblicke in ihre Gedanken- und Gefühlswelt gab, war es mir zu wenig und ich hatte oft das Gefühl, als würde Peggy nie ihr wahres Ich zeigen, sondern immer eine Maske tragen. Mir hat sie insgesamt zu wenige Facetten gezeigt. Trotzdem bewundere ich sie, nicht nur für ihr künstlerisches Gespür, sondern auch für ihre Taten im Zweiten Weltkrieg. Hier zeigte sich ihr Mut und ihr besonderes Denken, was Peggy auszeichnet und einzigartig macht. Darüber hätte ich gerne noch mehr gelesen! Ich finde nicht, dass der Roman eine sonderlich große Stimmung ausgestrahlt hat. An keiner Stelle kam für mich große Trauer oder Freude durch und meist wurde die Handlung recht nüchtern erzählt. Viele Emotionen sind eigentlich an keiner Stelle herausgekommen und ich konnte nie mit den Protagonisten mitleiden, mitfiebern oder mich mitfreuen. Dadurch konnte ich leider auch nicht so einen Draht zu den Personen aufbauen, wie ich es gern gehabt hätte. Es gibt einige Handlungsorte, die alle mit vielen bildreichen Worten beschrieben sind und eine unglaubliche Atmosphäre verströmt haben. Unterschiedliche Landschaften werden genaustens beschrieben und vieles konnte ich mir sehr gut vorstellen. Trotzdem habe ich zwei Orte, wo mir die Handlung am besten gefallen hat und wo die Stimmung und der Charakter der Stadt am besten getroffen wurden. Dabei handelt es sich um Paris und London, ich habe diese zwei Örtlichkeiten sehr gemocht. Es hat dort einfach alles gepasst und ich muss auch sagen, dass in diesen Städten die Handlung für mich am interessantesten und abwechslungsreichsten war. Immer wieder werden auch historische Ereignisse in den Roman eingebunden. Diese drehen sich vor allem um den Zweiten Weltkrieg und die Folgen für die Bevölkerung, aber auch für die Menschen, die fliehen müssen und für die ein Leben in Europa zu unsicher und gefährlich ist. So wird die Handlung immer wieder auf den Boden der Tatsachen gebracht und die Geschichte erhält viel Wahrheitsgehalt. Fazit: Wie man aus meinen bisherigen Worten herauslesen konnte, hat mir der Roman von Sophie Villard gut gefallen, ich wurde gut unterhalten, fand die Handlung meist interessant und recht spannend und ich habe eine wunderbar starke Frau kennenlernen können. Viele Aspekte des Romans haben mein Wohlwollen erregt und mich froh gemacht, das Buch gelesen zu haben. Leider habe ich kleine Kritikpunkte, die ich bereits ausführlich erörtert habe und auf die ich jetzt nicht weiter eingehen werde. Für diese werde ich gesamt einen Punkt bei meiner Bewertung abziehen. Ansonsten kann ich den Roman auf jeden Fall empfehlen, er beherbergt eine spannende Geschichte über eine besondere Frau und kann mit vielen interessanten Künstlern aufwarten, was einen tollen Einblick in die schillernde Bohèmewelt liefert!
Das Leben einer starken Frau zwischen Kunst und Liebe
von Petra Herrmann - 26.08.2020
"Es drehte sich alles um Kunst und Liebe" - Peggy Guggenheim über ihr Leben Dieses Zitat von Peggy sagt alles aus, wovon dieses Buch handelt. Peggy Guggenheim ist Amerikanerin mit jüdischen Wurzeln. Ihr Vater, kam beim Untergang der Titanic ums Leben. So ist sie eine reiche Erbin, die die Möglichkeit hat, unabhängig zu sein. Sie genießt ihr Leben und geht nach Europa. Paris, die Stadt der Liebe, hat sie zu ihrer neuen Heimat erwählt. Sophie Villards Roman spielt nur in einem kurzen Zeitraum von 5 Jahren. Doch diese Zeit von 1937 bis 1941 ist sehr prägend, vor allem, für Europa, wo die Nazis Angst und Schrecken verbreiten. Peggy indessen rast nur so durch diese Phase. In den Kreisen der Pariser Bohème fühlt sie sich wohl. Sie ist geschieden von dem französischen Dichter und Maler Laurence Vail. Aus dieser Ehe hat sie zwei Kinder. die ihr sehr wichtig sind und denen sie auch den Vater nicht vorenthalten will. So fahren sie jährlich zusammen in Sommerurlaub und feiern gemeinsam Weihnachten. Auch Laurences neue Frau und Kinder sind mit einbezogen. Der Familienzusammenhalt ist ihr lebensnotwendig. Auf der anderen Seite lebt sie so, wie es ihr gefällt. Nimmt sich Männer an denen sie Gefallen findet. Egal ob er oder auch Peggy gerade anderweitig liiert sind. Ich bekomme diese lebenshungrige Frau oft nicht zu fassen, was ich schade finde. Sie tut so viel Gutes für ihre Freunde, die es ihr selten danken. Anderseits ist sie recht oberflächlich, manchmal auch naiv. In London eröffnet sie eine Galerie. Es war ihr Traum. Aber Peggy sehnt sich nach Paris. Jetzt denkt sie daran ein Museum zu errichten. Das in Europa ein Krieg vor der Tür steht, will sie lange nicht wahr haben. Immer mehr Bekannte und Freunde treten die Flucht an. Europa ist für sie lebensgefährlich geworden. Jedoch können sich viele Künstler keine Überfahrt nach Amerika leisten. Peggy hilft selbstlos, wo sie kann. Mit Beziehungen und Geld. So ermöglicht sie zahlreichen, uns heute bekannten Malern, Schriftstellern und Bildhauern die Flucht. Ich finde, dass dies ein sehr wichtiger Verdienst von ihr ist, der mir aber im Buch ein wenig zu kurz kommt. Sie liebt und sammelt die zeitgenössische Kunst der Avantgarde, die als entartet angesehen wird. Diese moderne Kunst war damals noch nicht gefragt. So wurden von ihr viele Werke gerettet, die sonst wahrscheinlich nicht mehr existierten. Jeden Tag ein Bild, so ihr Motto. Dadurch, dass sie in der Pariser Bohème verkehrt, kennt sie viele Künstler, so auch Picasso, Dali, Kandinsky und Max Ernst, für den sie sehr viel tut. Als sie endlich begreift, dass nur sie für sich, ihre Kinder und der neuen Familie ihres Exmannes Laurence die Kraft, Willensstärke und das Geld hat um gemeinsam auszuwandern, ist es fast zu spät. Mit einem der letzten Flugzeuge kommen sie nach Amerika, ihrer alten Heimat. Sophie Villard hat hier ein Buch geschrieben über die amerikanische Kunstmäzenin und Sammlerin, die sich durch ihr Geld und ihre Beziehungen viele Kenntnisse selbst angeeignet hat. In manchen Teilen hätte ich mir eine genauere Erklärung zu den Werken und Künstlern gewünscht. Im Nachwort wird zwar einiges erklärt aber in der Handlung hätte mir es besser gefallen. Da kommen mir einige Passagen wie aufgelistet vor. Leider gibt es keinen Anhang zu den französischen Passagen, Getränken und anderen kulinarischen Köstlichkeiten der Küche Frankreichs. Mir hat das Buch, trotz kleiner Defizite, gut gefallen. Ich durfte eine Frau kennenlernen über die ich bisher nicht viel wusste. Mit ihrem leichten Schreibstil war das Buch von Sophie Villard gut lesbar. Ich konnte oft darin eintauchen. Man merkt beim Lesen, wie sehr die Autorin sich mit der damaligen Zeit, ihren Avantgardisten und natürlich Peggy, beschäftigt hat. Wer mehr über das Privatleben dieser rebellischen, selbstbewussten Frau, die sich nicht an Normen hielt und immer neue Ziele vor sich sah, wissen möchte, der sollte dieses Buch lesen.
Guggenheim Jeune
von hasirasi2 - 22.08.2020
"Sie war eine erwachsene Frau und konzentrierte sich ab sofort auf ihre Arbeit statt auf Männer." (S. 11) sagt sich Peggy Guggenheim, als sie 1937 auf einer Party Samuel Beckett kennenlernt und sich sofort in ihn verguckt. Eigentlich ist sie schon auf dem Weg nach London, wo sie eine Galerie für die modernen, bereits angesagten und noch kommenden Künstler ihrer Zeit eröffnet. Ob sie das bewusst oder unbewusst als Konkurrenz zu der ihres Onkels Solomon Guggenheim in New York tut, bleibt offen. Trotzdem kann sie nicht von Beckett lassen und beginnt eine On-Off-Beziehung mit ihm, reist ständig zwischen London und Paris hin und her, bis der erste Weltkrieg ausbricht ¿ Sophie Villard biografischer Roman dreht sich um Peggy Guggenheims Leben und Schaffen in den Jahren 1937 - 1942. Da ist sie bereits von ihrem ersten Mann, dem Dadaisten Laurence Vail, geschieden und macht sich einen Namen als Kunstmäzenin. Besonders beeindruckt hat mir ihr verrücktes "ein Bild pro Tag" Motto, mit dem sie während des 2.WKs für Furore aber auch Unverständnis sorgte, denn sie hätte das Geld ja auch direkt in die Flüchtlingshilfe investieren können (was sie dann auch tat). "Meine Leistung besteht eben darin, die Kunst unserer Zeit zu retten." (S. 231) Das Buch lässt mich sehr zwiegespalten zurück. Einerseits macht Sophie Villard deutlich, dass es viele avantgardistische Kunstwerke nicht mehr gäbe, wenn Peggy sie nicht gekauft und den Künstlern damit oft das Ticket nach Amerika und somit die Flucht vor den Nazis finanziert hätte. Peggy scheint eine sehr freigiebige Persönlichkeit gewesen zu sein, die oft intuitiv handelte, geradezu visionär bei der Auswahl der Künstler und ihrer Werke. Zudem wird sie deswegen von Männern und Frauen gleichermaßen für verrückt erklärt - die schrullige reiche Erbin, die nicht weiß, wohin mit ihrem Geld. Selbst dem Leiter des Louvre, den sie um Hilfe beim Verstecken der Sammlung im Krieg bittet, ist diese zu modern und nicht schützenswert. Andererseits beschreibt die Autorin sie auch als sehr promiskuitiv und naiv. Trotz ihrem Vorsatz, sich nicht mehr mit Männern einzulassen, lässt sie jeden in ihr Bett, der ihr auch nur ansatzweise gefällt - egal, ob sie gerade verliebt und in einer Beziehung ist oder nicht. Außerdem verschließt sie ihre Augen vor der Kriegsgefahr, kauft weiter Kunst, während sich alle anderen schon in Sicherheit bringen. Dabei hat sie keinen Plan, wo sie die Werke unterbringt und später versteckt. Sie handelt wie ein kleines Mädchen, das nur das Schöne sehen will und alles andere verdrängt, nicht an die Konsequenzen denkt. "Einen optimistischeren Menschen als sie habe ich noch nie getroffen. Oder sollte ich sagen, einen naiveren?" (S. 225) Leider konnte mich auch der Schreibstil der Autorin nicht fesseln. Ich fand ihn sehr emotionslos. Die Handlung wird nicht wirklich flüssig erzählt, sondern wirkt oft nur wie eine Aneinanderreihung von Namen und Begegnungen oder ein Whos Who. Zudem fand ich es sehr unrealistisch, dass ausgerechnet sie, die jeden kennt, eine Affäre mit Yves Tanguy beginnt und nicht weiß, dass er verheiratet ist. Schade, ich hatte mir von dem Buch mehr erhofft. Leider nur 3 Sterne.
Die Rebellin
von Dreamworx - 22.08.2020
1937-1942, Paris-London-New York. Peggy Guggenheim entstammt einer wohlhabenden Familie und kann sich als reiche Erbin so manche Auswüchse leisten, die anderen vorbehalten bleiben. Als Kunstliebhaberin bewegt und genießt sie das bunte Treiben der skurrilen Künstlerbohème und jagt von einer Abendgesellschaft zur nächsten. Ihren Traum von einer eigenen Galerie lässt sie dabei nicht aus den Augen, denn damit könnte sie ihre beiden größten Wünsche erfüllen: mit der Kunst ihre Unabhängigkeit zu erreichen. Aber immer wieder kommt ihr die Liebe dazwischen. Als geschiedene Frau mit zwei Kindern verliebt sie sich erst in den anziehenden irischen Schriftsteller Samuel Becket, wobei die Beziehung nicht lange währte. 1938 hat sie ihr Ziel von einer eigenen Galerie erreicht, die sie mit dem Namen "Guggenheim Jeune" in London eröffnet. In Max Ernst findet sie während des Zweiten Weltkrieges ihren zweiten Ehemann, wobei die Ehe ebenfalls unter keinem guten Stern steht, während Peggy vielen Künstler die Flucht aus Europa ermöglicht¿ Sophie Villard hat mit "Peggy Guggenheim und der Traum vom Glück" ein wunderbares Abbild der Pariser Künstlerszene der 30er abgeliefert, während sie der herausragenden Persönlichkeit von Peggy Guggenheim liebevoll Rechnung trägt. Der flüssige, bildhafte und gefühlvolle Erzählstil erlaubt dem Leser eine Zeitreise ins vergangene Jahrhundert anzutreten, wo er die elitäre Peggy Guggenheim kennenlernen und mit ihr so manche Reise sowie Abendgesellschaft im Kreis der damals sehr lebendigen Kunstszene besuchen darf. Aufgrund ihrer sehr guten Vernetzung trifft man mit Guggenheim auf Beckett, Ernst, Joyce, Tanguy und Kandinsky, die noch heute herausragende Namen ihres Schaffens sind. Die akkurate und vor allem akribische Recherche der Autorin setzt nicht nur die Person Peggy Guggenheim wunderbar in Szene, sondern verknüpft hervorragend den historischen Hintergrund mit ihrer Handlung. Sie zeichnet ein tiefgründiges und opulentes Gesellschaftsbild der damaligen Kunstszene, die nicht nur auf Peggy Guggenheim großen Eindruck macht, sondern auch den Leser mit dem Wunsch beseelt, diese Phase miterlebt zu haben, was Villard mit ihrer Geschichte sehr gekonnt ermöglicht. Peggys Wohltaten für die Kunst und vor allem für die Künstler sind nicht hoch genug zu bewerten, auch wenn sie mit ihrer eigenen Galerie eher Schiffbruch erlitt. Villard hat mit ihrer Protagonistin Peggy Guggenheim eine lebendige, nahbare Frau zum Leben erweckt, die sich selbst treu blieb. Sie hat ihre Liebe zwar immer an Egomanen verschenkt, die diese nicht dementsprechend erwiderten, doch sie kämpfte für ihre Unabhängigkeit und ihre Träume. Peggy scheint oftmals furchtlos und selbstsicher, doch insgeheim ist sie eine verletzliche unsichere Seele, die sich nach Liebe sehnt. Ihr großes Herz und ihr Wagemut retteten vielen Künstlern das Leben, die zur Flucht vor den Nazis gezwungen waren. Peggy ist es zu verdanken, dass man heute Bilder eines Wassily Kandinsky oder eines Max Ernst überhaupt genießen kann, denn ihre Bilder wurden bei den Nazis als entartete Kunst deklariert und zur Vernichtung freigegeben. Der charismatische irische Schriftsteller Samuel Beckett lebt ebenfalls für seine Kunst, die Liebe zu Peggy ist für ihn eher zweitrangig.. Max Ernst dagegen gelingt es sogar, dass Peggy ihn heiratet, aber auch hier stehen sich zwei Persönlichkeiten gegenüber, wo einer hätte zurückstecken müssen, und das war mit Peggy nicht zu machen, sie hielt an ihren Träumen unerschütterlich fest. "Peggy Guggenheim und der Traum vom Glück" ist ein wunderbarer, tiefgründiger und anspruchsvoller historischer Roman, in dem eine herausragende Kunstmäzenin zum Leben erweckt wird und der der Leser regelrecht an den Fersen klebt. Absolute Leseempfehlung für ein besonderes Lesehighlight, sehr gut gemacht - Chapeau!!! ©Dreamworx
Peggy Guggenheim und der Traum vom Glück
von Anonym - 21.08.2020
I look back on my life with great joy. I think it was a very successful life. I always did what I wanted and never cared what anyone thought. Womens lib? I was a liberated woman long before there was a name for it. (Peggy Guggenheim) Wenn man so will, spiegelt dieses Zitat die Haltung von Peggy Guggenheim, einer berühmten amerikanischen Kunstmäzenin, Sammlerin und Galeristin der Kunst des 20. Jahrhunderts. In ihrem biographischen Roman Peggy Guggenheim zeichnet Sophie Villard das aufregende, wechselvolle Leben einer außergewöhnlichen Frau nach, deren Leidenschaft die Kunst, deren Schicksal die Liebe gewesen ist. Paris 1937: Die rebellische Erbin Peggy Guggenheim genießt ihr Leben in der schillernden Künstlerbohème, eine glamouröse Abendgesellschaft folgt auf die nächste. Doch Peggy hat einen Traum. Sie will ihre eigene Galerie eröffnen und endlich unabhängig sein. Da verliebt sie sich in einen hochgewachsenen Schriftsteller mit strahlenden Augen: Samuel Beckett. Aber ihre Liebe steht unter keinem guten Stern, denn Peggys Traum lässt sich nur im fernen London verwirklichen, weit weg von Beckett. Und auch am Horizont ziehen dunkle Wolken auf: Der Krieg zwingt zahlreiche Künstler zur Flucht aus Europa. Peggy hilft vielen von ihnen dabei - und begibt sich und ihre Liebe in große Gefahr ... Das in Sepia-Tönen gehaltene stilvolle Cover strahlt eine zurückhaltende Eleganz aus. Im Mttelpunkt steht eine dunkelhaarige Frau, die dem Betrachter den Rücken zuwendet. Sie trägt ein rotes Kleid, hält sich gerade und aufrecht, lässt sich nicht beirren und verliert ihr Ziel nicht aus dem Augen. Gewisse Assoziationen mit Peggy Guggenheim sind durchaus erlaubt. Wie der Titel Peggy Guggenheim und der Traum vom Glück verrät, ist der Lebensweg der Protagonistin nicht geradlinig verlaufen. Sie war nicht glücklich, sondern blieb zeitlebens eine Suchende. Dieser historische Roman konzentriert sich auf drei wichtige Phasen im Leben dieser kreativen Frau. Die literarische Reise beginnt in den späten 1930er Jahren in Paris, führt durch die Wirren des Zweiten Weltkriegs und endet 1949, als Peggy Guggenheim den Palazzo Venier dei Leoni am Canal Grande, einen unvollendeten Palast aus dem 18. Jahrhundert in Venedig, erwirbt. Sophie Villard ist ein einfühlsames Portrait einer außergewöhnlichen Frau gelungen, die in einem engen Austausch mit wichtigen zeitgenössischen Künstlern wie Wassiliy Kandinsky, Yves Tanguy und Max Ernst gestanden und sich selbst durch ihren Einsatz für die moderne Kunst ein bleibendes Denkmal gesetzt hat. Selten hat mich ein historischer Roman so sehr in seinen Bann gezogen. Er ist ein absolutes Muss für alle Menschen, die sich für Kunstgeschichte interessieren!
Zwischen Beckett und Ernst
von Bücher in meiner Hand - 20.08.2020
Sophie Villards (Pseudonym einer deutschen Autorin) Roman über Peggy Guggenheim beginnt 1937. Peggy lebt in der Pariser Bohème inmitten eines umfangreichen Bekanntenkreises. Zu ihren Freunden gehören die Joyces, Hans Arp und Sophie Taueber, Marcel Duchamp, André Breton und viele mehr. Affären hatte Peggy nach ihrer Scheidung wohl einige, doch hier wird vor allem jene zu Samuel Beckett geschildert und später das Kennenlernen mit Max Ernst. In diesem Rahmen bewegt sich der Roman, der zwischendurch fast ein wenig leidenschaftslos rüberkam, mich aber trotzdem gut unterhalten hat. Neben den unsteten Männern in Peggys Leben gibt es eine Konstante: die Kunst. Peggy beginnt Kunstwerke zu sammeln, eröffnet in London eine Galerie, die Guggenheim Jeune. Doch finanziell wirft der Laden nicht viel ab. Und Peggy hat schon wieder eine ganz andere Idee, wie sie Kunst anders zugänglich machen könnte. Doch der Krieg steht vor der Türe, so dass es erstmal ums eigene Leben retten geht. Peggy blendet dieses Thema aber aus, vielleicht weil sie schon so viele Verluste in ihrem Leben verkraften musste. Irgendwann kann sie sich dem nicht mehr entziehen und muss sich überlegen, ob sie in England oder Frankreich ausharren will oder doch zurück nach Amerika gehen soll. Bis zu ihrer Entscheidung sammelt sie munter weiter - ein Bild pro Tag. Das hat sie sich vorgenommen. Sie kauft vor dem Kriegsausbruch Bilder zusammen und zahlt bar, worüber die Künstler allesamt froh sind. So haben sie Geld für die (Heim-)Reise in die USA oder nach Spanien (z.B. Salvador Dali). Die Autorin stellt Peggy Guggenheim als spendable Frau dar. Denn Peggy kauft nicht nur Bilder, sondern hilft Ausreisewilligen finanziell aus. Aber schon zuvor und später finanziert sie das Leben vieler ihrer Freunde. Auch solchen, die sehr undankbar rüberkommen, wie Djuna zum Beispiel. Peggy lässt sich, zumindest im Roman, davon nicht irritieren. Sie ist eine Frau, deren Herz für die Kunst und Künstler schlug und durch ihr Erbe finanziell immer unabhängig war und damit ihre Ideen umsetzen konnte. Der Roman wird in drei Teile gegliedert, doch die hätten von mir aus nicht sein müssen, da sie sich zeitlich nahtlos einreihen. Aufgrund der Dreiteilung wurde ich in meinem Lesefluss fast ein wenig gestört, da ich erst dachte, es gäbe einen Zeitsprung, der dann (zum Glück) ausblieb. Manchmal hatte ich auch das Gefühl, dass die Ausdrucksweise nicht ganz zu den beschriebenen Jahren passte, aber es hielt sich im Rahmen, weswegen ich darüber hinwegsehen kann. Der Roman endet Ende im Oktober 1942 mit einem passenden und für einen Roman finalwürdigen Ereignis. Peggys Leben war da noch lange nicht vorbei und sie sollte noch viel mehr erreichen - und wieder reisen, wie schon zuvor in Europa, wo sie öfters zwischen Paris und London pendelte, als ich in einige von mir nur eine Stunde entfernte Nachbarstädte. Fazit: Interessanter Einblick in die Künstlerszene der Surrealisten und in Peggy Guggenheims Leben während der Vorkriegszeit. 4 Punkte. Wem dieser Roman gefallen hat, dem empfehle ich, gleich in Miss Guggenheim von Leah Hayden weiter zu lesen, denn dort werden die Jahre 1941 bis 1943 rückblickend von 1958 aus erzählt. Zudem ist es interessant, überschneidende Begebenheiten in den beiden Jahren 1941 und 1942 aus einem anderen Sichtwinkel zu betrachten. Am Ende hat man einen tollen Überblick über Peggy Guggenheims Leben.
Fünf prägende Jahre im Leben der Peggy Guggenheim
von Monika_Brigitte - 18.08.2020
"[[Was meinen Sie, was eine Frau glücklich macht, Peggy?[[ Fragt auf einmal James mitten in ihre Gedanken hinein, als ob er sie gelesen hätte. [[Sind es Kinder, Kleider, Autos oder Männer?[[ Er lachte schon über seinen eigenen Scherz. Aber ganz so unernst hatte er es wohl gar nicht gemeint. [[Es sind die Zeiten im Leben, in denen sie mit sich und ihren Entscheidungen vollkommen im Einklang ist.[[, sage Peggy prompt und stellte das leere Champagnerglas wieder auf das Tischtuch. (S.14) Thema Marguerite (genannt Peggy) Guggenheim - der Name steht für Eleganz, Glamour und Kunstliebe. Die 1898 in New York geborene Erbin einer Großindustriellenfamilie zog im Alter von 23 Jahren nach Paris, verliebte sich in die Stadt, in die Bohème Lebensart und in den französischen Maler und Bildhauer Laurence Vail. Doch die letztere Liebe hielt nicht lang und so begann Peggy sich mehr in das schillernde Pariser Nachtleben zu stürzen, Künstler kennenzulernen, Affären zu führen und Freundschaften zu schließen. Sie beschäftigte sich mit zeitgenössischer moderner Kunst: Dadaismus, Surrealismus, Expressionismus. Ein Traum wurde geboren, der Traum von einer eigenen Galerie. Inhalt Hier, an dieser Stelle in Peggys Leben, im Jahre 1937, setzt der Roman PEGGY GUGGENHEIM UND DER TRAUM VOM GLÜCK von Sophie Villard (das Pseudonym einer erfolgreichen deutschen Autorin) ein. Peggy verliebt sich in den Schriftsteller Samuel Beckett, der sie dazu ermutigt, ihren großen Traum umzusetzen. Doch dazu muss Sie nach London, fort von Beckett, der sie immer wieder magisch anzieht. Sie ahnt zu diesem Zeitpunkt noch nichts von dem schrecklichen Krieg, der Europa bald darauf in einen Ort der Trümmer, der Angst und der Verfolgung stürzen wird. Zeitgenössische Maler, Bildhauer und Literaten wie Max Ernst, Marc Chagall und André Breton werden von den Nationalsozialisten verfolgt. Peggy kauft die, von den Nazis als "entartete Kunst" betitelte, Werke auf und unterstützt die Künstler bei ihrer Flucht finanziell. Bei ihrer Hilfe gerät sie selbst in Gefahr. Schreibstil Die beeindruckende Persönlichkeit Peggy Guggenheim und ihre inspirierende Geschichte werden dem Leser in der Romanbiografie informativ, kurzweilig und mit einem Auge fürs Detail präsentiert. Im auktorialen Erzählstil erscheinen die Gedanken- und Gefühlswelt der Protagonistin sowie die Handlungen der Nebenfiguren, berühmte Künstler wie Djuna Barens, Marcel Duchamp, Yves Tanguy oder Max Ernst lebendig. Liebevoll atmosphärisch schafft die Autorin es, den Leser nach Paris, London und New York zu versetzen. Der Roman ist in drei Teile untergliedert und markiert so prägnante Lebensabschnitte von Peggy Guggenheim in den fünf aufregenden Jahren 1937 - 1942. Mit durchschnittlich 26 Kapiteln pro Abschnitt werden Ortswechsel und Zeitsprünge markiert. Zum Abschluss gibt es ein informatives Nachwort zu den einzelnen Schicksälen der, im Roman vorkommenden, Personen. Autorin Sophie Villard ist gelernte Journalistin und Politologin aus Dresden. Ihr ist es wichtig, über vergangene Zeiten zu schreiben und zu lesen. "Wir müssen uns an sie erinnern und dafür sorgen, dass sie sich nicht wiederholen, besonders die Zeit des Nationalsozialismus.", heißt es dazu auf ihrer Internetseite. Von starken Frauen der Geschichte fasziniert und inspiriert, schreibt sie nun über diese herausragenden Persönlichkeiten, allen voran Peggy Guggenheim. Seit Villard in Venedig die berühmte Peggy Guggenheim Collection besuchte, lässt sie die ereignisreiche Biografie der Kunstsammlerin nicht mehr los - ein Glück für uns kunstinteressierte Leser! Fazit PEGGY GUGGENHEIM UND DER TRAUM VOM GLÜCK von Sophie Villard ist ein gelungenes Portrait der berühmten Kunstsammlerin, Erbin und Mäzenin Peggy Guggenheim. In Romanform beschreibt die Autorin fünf aufregende und prägende Jahre im Leben der starken und leidenschaftlichen Frau. Zwischen Liebe, Kunst & Krieg findet Peggy ihren Traum vom Glück. Ich habe den Roman sehr gern gelesen, zwischendrin nach den Künstler gegoogelt und mich von der Geschichte packen lassen. C¿est bon, kann ich da nur sagen! Gerne mehr von der Autorin und von berühmten Frauen der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts! Peggy Guggenheim und der Traum vom Glück| Sophie Villard| Penguin Verlag| 443 Seiten| 2020| 13,00€
Hat mich enttäuscht
von Kerstin1975 - 18.08.2020
Buchinhalt: Paris 1937: Peggy Guggenheim, eine unkonventionelle und lebenslustige Erbin, liebt die Kunst und begibt sich gerne in die Kreise namhafter Intellektueller, Künstler und Schriftsteller. Ihr Traum: eine eigene Galerie. Als Frau unabhängig sein von der Männerwelt, Kunst verkaufen und ein schillerndes Leben in der Künstlerbohème führen. Sie lässt sich auch nicht davon abhalten, als ihre Galerie letztendlich mehr schlecht als recht läuft und sogar als der 2. Weltkrieg seine Schatten über die Kunstszene wirft. Peggy hat einen noch höheren Plan¿. Persönlicher Eindruck: Künstlerbohème wer kann da als Leser schon nein sagen. Genau so erging es mir: ich war gespannt auf diesen Roman, dessen Mittelpunkt eine schillernde Persönlichkeit des 20 Jahrhunderts rund um Kunst und Künstler versprach. Peggy Guggenheim, eine Kunstliebhaberin und Mäzenin, voller unkonventioneller Ideen und Esprit. Der Roman beleuchtet die Jahre 1937-1941, Guggenheims Zeit in Paris, London und schließlich in den USA, die Kriegszeit, in der viele europäische Künstler durch die Diktatur der Nazis verfemt und vertrieben, ihre Kunst als "entartete Kunst" diffamiert und aus den Museen und Galerien verbannt wurde. Wieviel Potential steckt in dieser Epoche - würde der Roman die Erwartung erfüllen? Peggy als Hauptfigur bewegt sich in schillernden Kreisen, lebt nach dem Motto "Was kostet die Welt, wir nehmen Sie" und flippt von Frankreich nach England und wieder zurück. Ihr Lebenswandel ist ausschweifend und unsolide, sie verschleißt in den vorliegenden 400 Seiten insgesamt fünf Männer - komischerweise alles Männer, die ihr bei ihrem Vorhaben nützen. Auch sonst erschien sie mir oberflächlich und an vielen Stellen auch etwas künstlich. Vielleicht mag es in Künstlerkreisen so Alltag sein, das kann ich nicht beurteilen - ich wurde jedenfalls nicht warm mit der Hauptfigur. Der Schreibstil ist zu Beginn oft flapsig und die Ausdrucksweise scheint nicht immer ganz zu der Epoche zu passen. Ich vermute hier ein Stilmittel, mit dem die unkonventionelle Art von Peggy unterstrichen werden sollte. Zumindest kam ich gut klar damit. Was mir aber durchweg fehlte, war eine Bildhaftigkeit, eine Dichte in der Erzählung: die Autorin vermochte zu keiner Zeit, irgendwelche Bilder vor meinem inneren Auge zu erzeugen. Das ist schade, denn es stecken so viele Möglichkeiten in dem Erzählstoff. Vieles wurde lediglich kurz angeschnitten und blieb nur an der Oberfläche, es wurde keinerlei Tiefe geschaffen. Wie auch, wenn die spannendsten Stellen gar nicht weiter ausgearbeitet werden sondern in einer halben Seite abgehandelt werden. Absolut unglaubwürdig erschien mir gegen Ende Peggys Bestreben, Max Ernst zu heiraten, weil sie sich auf die Erziehung ihrer traditionell denkenden Mutter beruft (Zitat). Tut mir leid, aber das nimmt einem keiner ab, wenn man vorher mit jeden Künstler in die Kiste hüpft, der nicht bei drei auf dem Baum ist! Wie auch immer - dieser biografische Roman ist nicht Fisch und nicht Fleisch und konnte mich leider nicht sonderlich vom Hocker reißen: die Abfolge der biografischen Fakten ging mir zu rasant vonstatten und das Buch konnte als Roman an sich leider auch nicht überzeugen.
Wenn Peggy Guggenheim und ihre Begeisterung für Kunst lebendig werden,¿
von Elke Seifried - 16.08.2020
Habe ich den Namen Guggenheim klar mit Kunst, vor allem mit dem Museum für modere Kunst von Salamon Guggenheim in New York verbunden, war mir Peggy Guggenheim bisher unbekannt. Sophie Villard hat bei mir nun mit ihrer Romanbiografie, bei der man die rebellische Erbin kennenlernen darf, indem man sie vom Jahr 1937 bis 1949 begleitet, Licht ins Dunkel gebracht und mir die durchaus beeindruckende Frau gekonnt nähergebracht. Die Autorin gliedert ihren Roman in drei Teile. Los geht es mit "Galerie Guggenheim Jeune, Beckett- und eine Idee." In die Welt der Peggy Guggenheim taucht man einen Tag vor Weihnachten 1937 bei einer Dinnerparty, die James Joyce und seine Gattin Nina veranstalten, ein. Hier wird man nicht nur sofort Zeuge, wie sehr Peggy Guggenheim das schillernde Leben der Künstlerbohéme, die glamourösen Abendgesellschaften und das unbeschwerte Leben genießt, sondern auch wie sie sich in Simon Backett verguckt. Dass der mit ihr in meinen Augen spielt, liegt bei Äußerungen wie, "Ich möchte nicht, dass du mich hier im Hotel belagerst", "Das Leben funktioniert doch wie ein alter Flügel. Nur mit vielen Tasten entsteht eine wunderbare Melodie.", oder "Er gedenke ernst zu machen mit dieser Suzanne, Gott schütze ihre eifrigen Handarbeitsfinger." Nah. Klar, heiraten will er lieber eine andere, die ihm Vorhänge nähen kann, und das muss man mit ihr dann in der Folgezeit schmerzlich spüren, während man zeitgleich mit ihr ihren Traum einer eigenen Galerie in London verwirklichen kann. Man trifft sich mit ihr mit Künstlern, eröffnet Ausstellungen und vieles mehr und muss dann aber das Gesamtfazit ziehen. Zu schwarzen Zahlen wird es nie genügen, schon gar nicht, wenn sie, um Künstlern die Schmach zu ersparen, selbst unter falschem Namen kauft. Menschen, auch der weniger privilegierten Bevölkerung, Zugang zu Kunst ermöglichen, das ist ihre Vision. "Ein eigenes Museum für moderne Kunst. Eine unerhörte Idee für eine alleinstehende Frau. Aber ein wirklich gute.", steht am Ende dieses ersten Abschnitts. Im Zweiten Teil "Jeden Tag ein Bild, Krieg, Flucht und Max Ernst", der die Jahre 1939 bis 1941 umfasst, macht dann allerdings der Zweite Weltkrieg dem Traum, zumindest in Europa, ein Ende. Während Peggy zunächst, ja man hat fast das Gefühl, tatsächlich täglich ein bedeutendes Werk für ihr Museum kauft, das Geld scheinbar nie versiegt, träumt sie lange noch entgegen aller Warnungen und sämtlicher alarmierender Berichte vom Kriegsgeschehen zum Trotz von der Verwirklichung des Projekts. Erst als erste Bombenangriffe auf London erfolgen, heißt es für sie Bilder in Sicherheit bringen, sich um die Auswanderung der Familie, Ex-Mann Laurance und ihre gemeinsamen Kinder Sindbad und Pegeen, kümmern und die von unzähligen Künstler, auch einiger Freunde finanzieren. Max Ernst ist einer, der ihre finanzielle Unterstützung braucht. Der dritte Teil "New York, The Art of Century - wird der Traum vom Glück wahr?, spielt dann in Sicherheit in den USA. Hier gilt es nun die Museumspläne, alle Hürden, die ihr der Onkel und die Tante in den Weg legen nehmend, in die Tat umzusetzen. Denn war denen schon die Galerie in London ein Dorn im Auge, "Dank der weisen Voraussicht eines bedeutsamen Mannes, der seit vielen Jahren echte Kunstwerke sammelt und schützt, und ebenso dank meiner Arbeit und Erfahrung steht der Name Guggenheim für große Kunst. Und es ist unverschämt, diesen Namen, unsere Arbeit und unseren Ruhm aus billiger Profitgier herabzuwürdigen.", hat sich das Verhältnis keineswegs gebessert. Künstlerisch ist sie genau da, wo sie hinwollte, Eheglück darf man trotz einer Heirat mit Max Ernst allerdings keines mit ihr erleben. Der lockere, äußerst kurzweilige Schreibstil der Autorin hat mir richtig gut gefallen. Zusammen mit den angenehm kurzen Kapiteln, bei denen immer noch eines schnell geht, konnte ich so richtig durch den Roman fliegen. Pointierte Dialoge, auf ein abschätziges "Aber meine Liebe, sie passt doch nicht mal auf einen normalen Stuhl, geschweige denn auf ein Foto.", über ihre Freundin Wyn kann eine Peggy einer betrunkenen Dunja schon mal entgegnen, "Dafür ist sie stets klar im Kopf" oder amüsante Szenen, hat sie sich so vor der ersten Vernissage noch überlegt, "Vielleicht hätte sie doch noch zum Friseur gehen sollen, die grauen Strähnen wegfärben? Sie fuhr sich durchs Haar. Egal, es war zu spät. Und schließlich ging es ja nicht um sie, sondern um die Kunst.", muss sie wenig später schon mal bei einem Blick in die Zeitungen feststellen, "Verdammt muss ich sie also doch färben", denn "Wenn du willst, dass die Reporter in Zukunft über deine Kunstwerke schreiben statt über deine Haare offenbar ja" oder auch Überlegungen, dass sich ein Bettlaken mit obszönen Szenen wohl ihn London nicht verkauft, weil man damit an der Wand Gäste verscheuchen würde, haben mich oft zum Schmunzeln gebracht. Die Autorin beschreibt super anschaulich und mit vielen Bildern, so hatte ich nicht nur "Peggys Hände zitterten, als sie den Reißverschluss ihres langen Paillettenkleids schoss und ihre Lieblingsohrringe, bestehend aus jeweils sechs untereinander hängenden Messinggardinenringen, anklippte.", ganz deutlich vor Augen, sondern war z.B. auch völlig fasziniert von der Einrichtung ihres Museums in New York, "¿zog er sie zu einem Loch in einer Stoffwand, hinter dem sich eine Art Paternoster bewegte. Alle ungefähr zehn Sekunden erschien eine der Gondeln und verschwand dann wieder, sodass sich in ihnen ständig neue Bilder präsentieren würden.", das ich mir gar nicht anders als grandios ausmalen konnte. Trotz dem tollen Schreibstil an sich, hat sich bei mir aber durchaus immer wieder mal eine kleine Länge eingestellt, vielleicht hätte die Handlung hier und da etwas gestrafft werden können. Gut gelungen empfand ich hingegen wieder, wie die Autorin im Hintergrund immer wieder wichtige Stationen im Kriegsverlauf, davor schon Informationen von Aktionen gegen entartete Kunst, in die Geschichte integriert, um das Mindestmaß an historischem Wissen zu liefern, das für das Verständnis notwendig ist. "Die aktuellen Kino-Nachrichten gingen ihr nicht aus dem Kopf: die Wagenkolonne dieses [[Führers[[ nach dem sogenannten Anschluss Österreichs an Deutschland. Anschluss - wer sich diese verniedlichende Vokabel wohl ausgedachte hatte. Die Bilder von den Straßen Wien waren jedenfalls nicht niedlich gewesen." Die Autorin lässt in ihrem Roman Peggy Guggenheim und mit ihr ihre Begeisterung, nein vielmehr der enorm großen Leidenschaft für Kunst lebendig werden, "Das war ihr Motor im Leben, ihr Antrieb. Er würde laufen, egal welche Männer kurzzeitig in ihren Wagen springen und ein Stück mitfahren würden. Ganz egal. Stoppen würde sie jedenfalls nicht. Niemals". Man darf sie als großzügige Frau erfahren und auch ihr Pech, das sie mit der Männerwelt hatte, miterleben. Nicht selten habe ich den Kopf geschüttelt, wie kann eine sonst so selbstbewusst, starke Frau doch so mit sich spielen lassen? War das vielleicht doch die insgeheime Sehnsucht nach Nähe und Verlässlichkeit? Eine Antwort darf man sich selbst geben, ebenso wie auf die Frage, ob gilt, sich finanziell ausnützen lassen, oder einfach nur großzügig unterstützen, was trifft auf Peggy Guggenheim zu? Wahrscheinlich beides ein wenig. Auch ihre Wegbegleiter werden von Sophie Villard gekonnt in Szene gesetzt und interessant dargestellt. So kann man bei Festen von James Joyce ausgelassen feiern, Verkaufsgespräche mit Wassily Kandinsky führen, ein Empfehlungsschreiben von T.S. Eliot in der Tasche haben oder auch von Max Ernsts Panik vor einer erneuten Inhaftierung in Amerika nach den voran gegangenen Aufenthalten im KZ erfahren. In diesem Roman begegnet man unzähligen Künstlern, vielen mir bekannten, einige mir auch unbekannten, was mir gut gefallen hat. Im Nachwort der Autorin erfährt man zudem, was aus Peggy Guggenheim und denen, die im Roman eine größere Rolle gespielt haben, geworden ist. Zusätzlich informiert sie auch darüber, dass sie sich historisch vor allem auf die Autobiografie von Peggy Guggenheim stützt, zumindest wo andere Quellen Zweifel lassen, und auch was ihrer schriftstellerischen Freiheit entspringt. Sicherlich hat sie großartig recherchiert, Alles in allem eine lesenswerte Romanbiografie, die mich viel dazulernen hat lassen und die ich gerne gelesen habe. An was es liegt, dass es trotzdem nicht ganz für fünf Sterne und völlige Begeisterung reicht, vermag ich leider nicht genauer auszumachen, als an den gelegentlichen Längen, die nicht dem Stil der Erzählung geschuldet sind, die ich aber dennoch verspürt habe. Vielleicht lag es auch ein wenig daran, dass ich Peggy Guggenheim zwar als bedeutende Frau wahrnehmen konnte, aber trotz allem nicht ganz so warm mit ihr geworden bin.
Lebendiges Porträt einer beeindruckenden Persönlichkeit
von Hermione - 16.08.2020
Frankreich, England, USA zwischen 1937 und 1942: Die Amerikanerin Peggy Guggenheim lebt seit mehr als zwanzig Jahren in Europa und ist dort in der Kunstszene zu Hause, als die Deutschen im zweiten Weltkrieg auch in ihre (zweite) Heimat Paris einmarschieren. Peggy setzt alles daran, so viele Kunstwerke moderner Kunst wie möglich, aber auch Künstler und schließlich sich selbst zu retten und zurück nach New York zu gehen. Meine Meinung: Von Anfang an war ich gefangen von der wunderbar eingängigen und lebendigen Erzählweise der Autorin. Oft kam es mir so vor, den Gedankengängen Peggys unmittelbar zu folgen - unglaublich kraftvoll und besonders! Ich habe es sehr genossen, Peggy Guggenheim dadurch sehr nah zu sein und diese beeindruckende Persönlichkeit (über die ich noch gar nicht so viel wusste, obwohl ich vor Jahren schon im Peggy Guggenheim-Museum in Venedig war) richtig gut kennenzulernen. Sehr gelungen fand ich den gewählten Ausschnitt ihres bewegten Lebens: Die Jahre von 1937 bis 1942 waren durch den Zweiten Weltkrieg, die Verfolgung von "entarteter Kunst" usw. natürlich extrem aufreibend und es ist sehr viel passiert, zum anderen war Peggy in der Zeit Ende 30/Anfang 40 und damit in etwa so alt wie ich heute, weshalb ich ihre Erlebnisse besonders gerne verfolgt habe. Es war ein großer Genuss, mit Peggy in die europäische und amerikanische Kunst- und Literaturszene einzutauchen. Manche Szenen lasen sich wie das "Who ist who" der modernen Kunst. Neben den vielen bekannten Künstlern, die man kennenlernen durfte, fand ich es besonders spannend, mehr über Peggy Guggenheim zu erfahren. Vermutlich wird ihr nicht genug Ehre zuteil, dabei hat sie mit großem Gespür eine bedeutende Sammlung moderner Kunst aufgebaut, vielen Künstlern selbstlos geholfen und mit großer Hartnäckigkeit immer wieder etwas Neues aufgebaut. Dabei war sie eine große Netzwerkerin, hat vertrauensvolle Beziehungen aufgebaut und gepflegt und viel Tatkraft an den Tag gelegt nach dem Motto "einfach mal machen". Meiner Meinung nach können sich viele von uns heute noch eine Scheibe von ihr abschneiden. Fazit: Dieses Buch gehört mit zu dem besten, was ich in der letzten Zeit gelesen habe. Mir hat das Buch aufgrund des eindringlichen Schreibstils und der sehr authentischen Darstellungen einer beeindruckenden und doch nahbaren Persönlichkeit (die ansonsten wahrscheinlich immer noch stark unterschätzt wird) extrem gut gefallen. Klare Leseempfehlung!
Ein Leben zwischen Kunst und Liebe
von sommerlese - 15.08.2020
Der Roman Peggy Guggenheim und der Traum vom Glück von Sophie Villard erscheint im Penguin Verlag. Paris 1937: Die wohlhabende Erbin Marguerite (Peggy) Guggenheim lebt in ihrer Wahlheimat Paris und verbringt ihre Zeit mit Abendgesellschaften in der dortigen Künstlerszene mit Malern, Bildhauern und Schriftstellern. Sie träumt von der Eröffnung einer eigenen Galerie, um neue Künstler zu fördern und die Welt der Kunst der Öffentlichkeit zu präsentieren. Die rebellische Frau verliebt sich in den Schriftsteller Samuel Beckett. Für die Kunst muss Peggy nach London ziehen. Der Krieg sorgt für eine Fluchtwelle jüdischer Künstler aus Europa. Peggy unterstützt einige mit ihren finanziellen Mitteln. Die Peggy Guggenheim Collection wurde 1980 in Peggys Palazzo Venier dei Leoni am Canal Grande in Venedig eröffnet. So wurde ihr Lebenswerk am Ende entsprechend gewürdigt. Ein Besuch in dieser Ausstellung veranlasste die Autorin, sich mit dieser Frauenfigur näher zu befassen und über sie einen Roman zu schreiben. Wir erleben in diesem Roman die Zeitspanne von 1937 - 1942. In der Pariser Kunstszene fühlt sich Peggy Guggenheim heimisch, sie trifft zahlreiche Künstlern, die sie auch fördert und deren moderne Kunst ihre Galerie füllt. Ihre Leidenschaft für die Kunst sorgt für eine emsige Sammlertätigkeit, die sie aufgrund ihres Erbes ausüben kann. Mit jedem Kauf unterstützt sie auch die Flucht zahlreicher jüdischer Künstler, deren Werke unter den Nazis als entartet angesehen werden. Mutig, denn auch sie selbst gerät in die Gefahr, von den Nazis verhaftet zu werden. Im Buch begleitet man Peggy in ihren Stationen Paris, London und New York. Sie wird als eine starke und außergewöhnliche Frau dargestellt, die Widerständen nicht aus dem Weg ging, Kunst sammelt und ihr Glück mehr in der Kunst als in der Liebe findet. Auch Sonnenbrillen und Hunde gehören zu ihrer Leidenschaft, sie heiratete und bekam zwei Kinder, doch das Glück in der Liebe erfüllte sich leider nicht. Besonders deutlich erlebt man den unabhängigen Willen Peggy Guggenheims als Kunstmäzenin und ihren Wunsch, Kunst auch außerhalb von Insidern präsentieren zu wollen. Die Darstellung dieser Frau ist der Autorin sehr gut gelungen, die verschiedenen Facetten sind ausdrucksvoll ausgeführt und wirken sehr lebendig. Ich fühlte mich sehr gut unterhalten und habe viele Künstler dieser Zeit miterleben dürfen. Dieser gut recherchierte biografische Roman hat mir diese starke Frau und Kunstsammlerin näher gebracht. Bildhaft und sehr unterhaltsam schildert Sophie Villard einige Eindrücke vom Leben dieser besonderen Frau, die sich auch um Konventionen nicht scherte und Menschen rettete.
Ein Leben für die Kunst
von Tulpe29 - 15.08.2020
Mit großem Interesse und echtem Vergnügen habe ich dieses unterhaltsame und informative Buch über Peggy Guggenheim gelesen. Der historische Roman gibt einen tiefen Einblick in die Welt der Kunst und ihrer Künstler, erzählt so fesselnd über Malerei und andere Themen. Auch das mehr als turbulente Privatleben der Protagonistin kommt nicht zu kurz. Peggy hat oft noch Glück im Unglück, übersteht auch das Naziregime mit relativ geringen Blessuren, wie auch ihre diversen, oft unglücklichen Beziehungen zu den immer wieder falschen Männern in ihrem Leben. Sie widmet den größten Teil ihres Lebens der Kunst und leistet viel. Mit Geld, Glück, Engagement und sehr viel Herz gelingt es ihr, unwiederbringliche Kunstwerke vor der Zerstörung während der Zweiten Weltkrieges zu retten. Ihre Verdienste sind beachtenswert. Ein lesenswertes Buch, nicht nur für Freunde der Malerei, das ich sehr gern empfehle.
Peggy und ihr Leben für die Kunst
von Sigrid - 15.08.2020
Peggy Guggenheim ist eine besondere und bemerkenswerte Frau. In diesem Roman konnten wir ihr durch die lebendige Schilderungen in einer bewegten Zeit folgen. Die Jahre 1937 bis 1942 sind eine sehr spannende Zeit der Veränderungen und auch Peggy muss ihre Lebensziele danach ausrichten. Allerdings hat mich ihr Optimismus und ihre Gradlinigkeit beeindruckt. Sie lässt sich nicht verunsichern und versucht, ihre getroffenen Entscheidungen zu verwirklichen und dafür nimmt sie einiges in Kauf. Auch wenn sie meiner Meinung nach, zuviel Wert auf die Meinung einiger Männer legt, so wird sie im Laufe der Zeit ihre eigene Stärke erkennen und sich von ihnen lösen. Das kann sie durch ihr Vermögen auch, denn sie ist zumindest finanziell unabhängig. Sie ist ihrer Zeit voraus und auch das trifft manchmal auf Gegenwind. Aber sie geht unbeirrt ihren Weg. Sie ist sehr hilfsbereit und auch das können wir in diesem Buch erleben. Dieses Buch hat die Person Peggy Guggenheim sehr gut dargestellt, sie wacht regelrecht von unseren Augen zum Leben. Es ist realistisch und ungeschönt dargestellt. Peggy hat eine große Durchsetzungkraft und das kann man richtig nachvollziehen. Ich fand es in diesem Buch immer sehr erfrischend, wie natürlich und unspektakulär die großen Künstler*innen der damaligen Zeit auftreten. Auch wenn einige von ihnen zu dieser Zeit ja noch nicht die berühmten Personen waren, wie wir sie heute kennen. Aber durch die detailreiche und unterhaltsame Beschreibunge konnte man sie sich alle gut vorstellen und ein Stück auf ihrem Weg begleiten. Man erfuhr sicher einige Dinge, die man noch nicht kannte und einen interessanten Einblick brachten. Ich habe mich jedenfalls animiert gefühlt, verschiedeneste Details später zu recherchieren und zu vertiefen. Wirklich interessante Informationen konnte ich so noch kennenlernen. Den Text konnte man sehr gut und flüssig lesen, es kam keine Langweile auf und ich habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen. Dieser Roman hat diesen Lebensabschnitt über Peggy Guggenheim hervorragend erzählt und die Atmosphäre dieser Zeit gut wiedergegeben. Es hat mir großen Spaß gemacht und ich kann das Buch mit guten Gewissen weiterempfehlen.
Bewegtes Leben
von Zitro - 15.08.2020
Jeder kennt sicher den Namen Guggenheim. Aber was hat es mit dem Menschen dahinter zu tun. Peggy Guggenheim ist eine reiche Erbin, die es von Amerika nach Europa verschlagen hat. Sie lebt in Paris, dann entschließt sie sich in London eine Galerie zu eröffnen. Da sie in der Künstlerszene gute Freunde hat, ist es für sie ein leichtes. Aber so leicht wie gedacht ist es nicht und dann ziehen die Wolken des zweiten Weltkrieges herauf. Viele Künstler müssen Europa verlassen. Ihre Werke werden als entartete Kunst verbrannt. Da beschließt Peggy wenigstens einige dieser Werke zu retten und zugleich den Künstlern finanziel zu helfen. Durch ihr Vermögen ist es möglich sorglos zu leben und viele Freunde zu unterstützen. In Amerika eröffnet sie mit den geretteten Kunstwerken ein Museum , die Kunst soll allen Menschen zugänglich sein! Die Autorin hat einen Roman rund um die wichtige Schaffensphase von Peggy Guggenheim geschrieben. Wir begegnen vielen bekannten Namen und ihren Werken. Am besten gefallen hat mir der mittlere Teil, als der Krieg seine Schatten wirft. Da konnte ich die Angst, Beweggründe für das Handeln der Menschen und ihre Zweifel spüren. Leider ist die Autorin unentschlossen ob es nun ein Liebesroman wird oder sich intensiv mit dem Handeln von Peggy Guggenheim beschäftigt. Die Absätze waren mir zu unpersönlich. Es werden Fakten präsentiert und aneinander gereiht. Ich wurde mit den Figuren nicht warm. Wer einen unterhaltsamen Roman über diese starke Frau und ihr Schaffen lesen möchte, kommt hier auf seine Kosten.
Peggy Guggenheims größte Liebe? - Die Kunst
von kelo24 - 15.08.2020
Der Name Guggenheim war mir nicht unbekannt, aber von Peggy (eigentlich Marguerite) Guggenheim hatte ich bisher nichts gehört. Daher hat mich der Klappentext des Buches umso neugieriger auf diese Frau gemacht und - ich nehme es einfach mal vorweg - das Lesen hat sich gelohnt. Der Roman spielt im kurzen Zeitraum von 1937 - 1942. Peggy Guggenheim lebt schon länger in ihrer Herzensstadt Paris und verkehrt in der Szene mit Künstlern jeder Art. Egal, ob Maler, Bildhauer oder Schriftsteller, in ihrer ihr eigenen großherzigen Art überstützt sie viele von ihnen finanziell und lässt ihre Freundin Djuna sogar bei sich wohnen. Sie hat schon länger davon geträumt, eine Galerie mit moderner Kunst zu eröffnen und mit Hilfe der richtigen Netzwerke setzt sie diesen Traum in kürzester Zeit in die Tat um. Schnell entdeckt sie ihre Vorliebe für moderne Kunst und beginnt parallel zum Galeriebetrieb selber zu sammeln. Als sich die Besetzung von Paris durch die Nazis ankündigt und immer mehr Künster als entartet gelten, beginnt sie ihren ganz eigenen Widerstand, in dem sie täglich ein Bild aufkauft und damit auch vielen Künstlern eine Ausreise ins Ausland erst ermöglicht. Peggy Guggenheim ist eine außergewöhnliche Frau, eine starke Persönlichkeit, die ihre eigenen Pläne auch trotz Gegenwind und Widerständen umsetzt. Sie ist immer auf der Suche nach der einen großen Liebe bei den Männern, dabei hat sie die doch eigentlich schon so lange in der Kunst gefunden. Gerne hätte ich noch mehr über diese faszinierende Frau erfahren. Die 5 Jahre haben auf jeden Fall ein sehr interessanten Einblick in Peggy Guggenheims Leben gegeben.
Sehr gut recherchiert, ein Lesegenuss
von Lilofee - 14.08.2020
Es war so schön, solange es anhielt. Dieses wunderbare Buch beschreibt das außergewöhnliche Leben der Marguerite (Peggy) Guggenheim. Erzählt wird in drei Abschnitten. Die Handlung spannt sich von 1937 bis 1942. Peggy hatte zwei großen Leidenschaften. Kunst und Männer. Das wird so wunderbar beschrieben. Wie Peggy allen Widerständen zum Trotz sich ihren Traum erfüllt. Man spürt förmlich die Kraft, die Peggy ausstrahlt. Ihre Leidenschaft, ihren Willen sich gegen eine Männerwelt und sogar auch gegen die eigene Familie zu behaupten. Der unbedingte Wille zur Unabhängigkeit und der Auffassung, dass Kunst für jeden da war und nicht nur für einen kleinen abgeschlossenen Kunstzirkel. Die Leidenschaft zur Kunst und die Anfänge ihrer Sammlerleidenschaft ist so mitreißend beschrieben. Ihre ganze Persönlichkeit wird greifbar. Mit ihrem Geld tut sie auch viel Gutes. Viele Freunde werden von ihr monatlich finanziell unterstützt. Auch in schlechten Zeiten denkt sie ganz zuletzt an sich. Durch ihre finanziellen Zuwendungen gelingt zahlreichen Künstlern die Flucht aus Europa. Die Charaktere dieser Zeit werden brillant zum Leben erweckt. Das Lebensgefühl der 1930 Jahre kommt auch so wunderbar auf die Seiten. Die Ortsbeschreibungen lassen eine längst vergangene Zeit wieder auferstehen und laden in eine Reise in die Vergangenheit ein. Ein sehr gut recherchiertes Buch über eine kämpferische und starke Frau die ihren Weg gegangen ist.
Liebe und Kunst
von Philiene - 12.08.2020
Jeder kennt den Namen Guggenheim. Er ist untrennbar mit großer Kunst und der Leidenschaft zu dieser zusammen. Ich finde es immer wieder interessant die Menschen hinter den Namen kennen zu lernen. In diesem Roman lernen wir Peggy Guggenheim kennen. Der Roman beginnt 1937, Peggy hat bereits eine Ehe hinter sich und ist gerade dabei ihre Zelte in Paris abzubrechen und eine Gallerie in London zu eröffnen. Wir lernen eine interessante Frau kennen, die die Kunst liebt und auch die Männer. Und vor allem liebt sie ihr Leben in Europa. Doch dann bricht der zweite Weltkrieg aus und alles wird anders.... Mich hat dieser Roman mitten in das Leben von Peggy Guggenheim hinein katapultiert. Peggy war einem in diesem Buch so nahe, als würde man sie persönlich kennen. Man begegnet vielen interessanten Personen und lernt die Zeit des Krieges aus Sicht einer Frau kennen, die alles tut um das was als entartete Kunst gilt zu retten. Ich habe sehr gerne in Peggys Leben hinein geschnuppert.
The last dogaressa
von Anonym - 09.08.2020
Auch wenn dieses Buch lediglich den Zeitraum 1937-1942 beinhaltet, lernt man doch die unglaubliche, inspirierende Peggy Guggenheim sehr gut kennen. Unterteilt wird die Handlung in drei Teile, drei Abschnitte: - 1937-1939 Paris und Galerie "Guggenheim Jeune" in London - 1939-1941 Die Zeit von Krieg, Flucht aus Europa und Max Ernst - 1941-1942 New York und "The Art of this Century" Peggy Guggenheim, geboren in New York lebt seit Jahren in Paris, fühlt sich mittlerweile fast als Französin. Die Wahlheimat Europa ist längst zur Heimat ihres Herzens geworden. Von ihrem Ehemann Laurence ist Peggy geschieden, bleibt ihm aber - nicht nur wegen der gemeinsamen Kinder - freundschaftlich verbunden. Ihr Lebensmittelpunkt ist jetzt die Künstlerszene von Paris. Egal ob Maler, Bildhauer, Schriftsteller - mit ihrer direkten und unkonventionellen Art fühlt sie sich in diesen Kreisen angekommen. Nach und nach entdeckt Peggy bei sich eine Verbindung zur modernen Kunst und sie wird Sammlerin, Galeristin, Mäzenin. "Es dreht sich alles um Kunst und Liebe" wird sie später über ihr Leben sagen! Auch wenn Peggy Guggenheim sich wahrscheinlich immer nach der einen großen Liebe gesehnt hat, hat sie "den Einen" wohl nicht gefunden. Viele bekannte Männer hat sie getroffen, mit einigen hatte sie Affären, war verliebt. So zum Beispiel in den Iren Samuel Beckett, später in den Deutschen Max Ernst, der ihr zweiter Ehemann wird. Wahre Erfüllung findet Peggy Guggenheim aber in der Kunst. Sophie Villard erweckt eine starke, unabhängige Frau in ihrem Buch zum Leben. In dem recht kurzen Abschnitt von nur 5 Jahren wird deutlich, welch eine Pionierin Peggy Guggenheim doch war. Sie hat bedeutende Künstler und Künstlerinnen entdeckt und/oder gefördert, war Wegbereiterin für viele, die noch kamen. Einige waren oder wurden zu Freunden auf Lebenszeit! Die Art und Weise wie sie zu Kriegszeiten ihre Art von Hilfe und Unterstützung geleistet hat, das ist unglaublich. Peggy Guggenheim hat Menschen und auch Kunstwerke gerettet - und so den Grundstock für ein bemerkenswertes Museum geschaffen. Mit dem Museum "Peggy Guggenheim Collection" hat sie sich in Venedig sowohl einen Lebenstraum erfüllt, als auch ein Denkmal gesetzt.
Ein grandioses Abtauchen in die Welt einer schillernden Persönichkeit...
von Buchliebe4 - 08.08.2020
Peggy Guggenheim hat zwei Kinder Sindbad und Pegeen und ist geschieden von ihrem ersten Mann Laurence Vail. Dank ihres Erbes kann sie sich zu der gehobenen Gesellschaft zählen und wird oft zu verschiedenen Abendgesellschaften eingeladen. Und sie hat einen Traum von einer eigenen Galerie. Peggy liebt die Kunst und erkennt die Schönheit und die Begabung eines Künstlers schon von weitem. Dann lernt sie den geheimnisvollen Schriftsteller Samuel Beckett kennen und lieben, aber hat diese Liebe eine Chance? Zumal Peggy in London geeignete Räume für ihre Galerie findet. Aber irgendwie läuft die Galerie nicht so wie erhofft und Peggy hat Sehnsucht nach ihrer absoluten Lieblingsstadt Paris. Zudem ziehen dunkle Wolken auf durch die Politik in Deutschland und ein Krieg scheint nicht mehr zu verhindern. Viele Künstler stehen auf der roten Liste und ihnen bleibt nur die Option zu fliehen. Und Peggy hilft ihnen noch dabei, dass sie aus Europa fliehen und sich in Sicherheit bringen können. Aber auch Peggys Leben ist in Gefahr, denn auch sie hat jüdische Wurzeln. Wird Peggy sich und ihre Familie retten können ohne dabei ihre Träume zu verlieren?... Meinung: Der Name Guggenheim war mir ein Begriff gewesen. Hatte ich mich doch eine Zeitlang mit dem Untergang der Titanic beschäftigt. Der Vater von Peggy war damals unter den Opfern gewesen und einer der bekanntesten. Und obwohl mich die Kunst sehr interessiert, so wusste ich nicht viel von seiner Tochter Peggy. Dieses Buch hat das nun geändert und ich kann jedem nur dieses wundervolle Buch empfehlen, welches nicht nur für Kunstinteressierte perfekt geeignet ist. Der Schreibstil der Autorin lies sich flüssig und fließend lesen. Schon gleich auf der ersten Seite fand ich mich mühelos in der Geschichte und seinen Geschehen wieder und die Zeitreise führte mich ins Jahr 1937. Dank der perfekten Wortwahl und der sehr detaillierten Beschreibungen, wurden die Personen und die jeweiligen Umgebungen sofort greif und spürbar. Peggy Guggenheim ist dank der guten Recherchen der Autorin in diesem Buch nochmals zum Leben erwacht und hat nicht nur der Kunst eine große Stimme gegeben. Nicht als Malerin aber als absolute Kunstkennerin mit einem Goldauge für die Kunstschätze. Ein außergewöhnlicher Charakter in sehr außergewöhnlichen Zeiten. Eine taffe und beeindruckende Geschäftsfrau, die gezielt nach den Sternen greift um sich ihren Traum zu erfüllen, ohne dabei von der Straße abzukommen. Liegen bleiben oder aufgeben ist hier nie eine Option und stattdessen wird das Motto aufstehen, Krone richten und weiter geht¿s, umgesetzt und das ist auch gut so. Sie galt nicht ohne Grund als Rebellin und genau das war ihr Erfolg! Auf der anderen Seite erlebt der Leser aber auch eine sehr verletzliche Person, die nur eines möchte, aufrichtig geliebt werden. Und leider gerät sie da immer wieder an die falschen Männer. Tränen zeigen in der Öffentlichkeit kamen auch hier nicht in Frage und ihre Kraft zieht sie aus ihrer Liebe zu der Kunst und ihren Traum. Und trotz der vielen Niederlagen und oftmals auch Demütigungen blieb der Kopf immer oben und das mit Stolz. Eine sehr faszinierende Persönlichkeit, die ich am Anfang des Buches ehrlicherweise nicht so recht einordnen konnte. Aber je weiter ich neben ihr herging, umso mehr erkannte ich ihren wahren Charakter und dieser war wahrhaftig richtig Klasse und eben beeindruckend außergewöhnlich mit einer Größe, an der sich so manch einer eine Scheibe abschneiden kann. In diesem Buch kommt der Leser auch nicht an bekannte Maler(innen) und Persönlichkeiten ihrer Zeit vorbei. Ob es Max Ernst, Wassiliy Kandinsky, Samuel Beckett, Yves Tanguy und viele mehr waren, denn all sie waren auch ein Teil von Peggy Guggenheims Leben und machen dieses Buch so besonders. Am Ende des Buches gibt es noch weitere spannende Informationen aus dem Leben der einzelnen Charaktere des Buches, die den Leser so viel Wissen verschaffen. Ein ganz großartiges Buch, welches mich von der ersten bis zur letzten Seite komplett in den Bann gezogen hat. Ein großartiges Werk aus der Feder von Sophie Villard die es mühelos geschafft hat, die Kunstwelt aus dem Jahr 1937- 1942 zum Leben zu erwecken und dem Leser mit auf eine sehr faszinierende und spannende Zeitreise zu nehmen mit schillernden Persönlichkeiten aus ihrer Zeit. Fazit: Wer gerne Romane liest mit um mit ihnen in die Vergangenheit zu reisen, der ist bei diesem Buch an der richtigen Stelle. Peggy Guggenheims Leben wird in diesem Buch mit all seinen Facetten auf beeindruckende Art und Weise erzählt und das absolut lebendig. Nicht nur ein Muss für diejenigen, die sich für die Kunst interessieren. 5 voll verdiente Sterne für dieses Meisterwerk!
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