Sam eilt ans Krankenbett seines Lebensgefährten Nick. Dieser war mit seinem Bergtouren-Kumpel Augustine zu einer Tour aufgebrochen und schwerverletzt wiedergekommen. Augustine ist nicht nach hause zurückgekehrt. Was ist passiert? Nick kann sich zunächst nicht äußern. Seine schweren Gesichtsverletzungen hindern ihn am Sprechen und er ist von der Narkose noch benommen. Es scheint allerdings so als sei Nick verändert. Sam weiß nicht, wie er sich verhalten soll. Er muss zugeben, er hat Angst vor dem neuen Gesicht. Dann bricht Nicks Pflegerin die Behandlung ab und verlässt fluchtartig das Krankenhaus. Für Sam wird die Situation immer unheimlicher. Wenn man erwartet, von einer Bergtour zu lesen, bei der etwas schief geht, wird man in gewisser Weise enttäuscht. Zwar liest man in Nicks Berichten davon, mehr geht es aber darum, was danach geschieht. Wie geht Sam, der auch eine gewisse Beziehung zu den Bergen hat, mit der Situation um? Wie verläuft Nicks Heilung, wenn sie überhaupt möglich ist? Wie ist das mit dem neuen schrecklichen Gesicht? Und was hat Nick noch vom Berg mitgebracht? Und was hat er oben gelassen? In Nicks Umgebung häufen isch die seltsamen Ereignisse. Und auch Sam spürt seine Veränderung, will sie jedoch nicht wahrhaben. Dieser Roman ist nicht ganz leicht einzuordnen, es gibt Horror-, Thriller-, Suspense- und andere Elemente. Vielleicht hat der Autor ein wenig zu viel hineingemischt. Dennoch sind die Berichte von Nick und Sam spannend und gut zu lesen. Vielleicht ist man dem Horror-Genre nicht so zugetan, dann kann man überlegen, ob der Roman wirklich richtig für einen ist. Die verschiedenen Sichtweisen machen die Handlung nachvollziehbar und man will wissen, ob es eine Lösung geben kann, die Nick wenigstens seine Ganzheit zurückbringen kann. Man zweifelt und bleibt am Ball, weil man die Hoffnung nicht aufgeben will. Insgesamt ein interessantes Buch, dass vielleicht das Interesse an weiteren Büchern des Autors wecken kann. 3,5 Sterne