Bei diesem Krimi nimmt uns die Autorin mit auf eine geschichtliche Reise. Wem ist die Burg Hohenzollern denn nicht bekannt? Wolfgang Kramer ist Schlossmeister auf Burg Hohenzollern, praktisch Mädchen für alles. Dies ist sein Traumberuf, denn auch schon sein Großvater war auf der Burg beschäftigt und Wolfgangs Tochter Hannah arbeitet im Burglokal. Bei seinem täglichen Rundgang findet Wolfgang einen Toten in der St. Michaelskapelle. Es ist de Wachmann Basti, zugleich einer der besten Freunde des Schlossmeistert. Es wird von einem Unfall ausgegangen, da Basti dem Alkohol sehr zugesprochen hat. Aber Wolfgang glaubt an einen Mord. Als der Bastis Unterlagen durchsichtet, stößt er auf einige Ungereimtheiten und nun fängt er mit seiner Tochter zu recherchieren an. Es kommen so einige Personen in Frage, mit denen Basti in letzter Zeit nicht klar kam und mit seiner rüden Art oft aneckte. Bis zum Schluß ist dem Leser nicht klar, wer es auf den Wachmann abgesehen hat und dann verschwindet auch noch die beste Freundin von Hannah: Clara ist verschwunden. Ein Suchen und Rätselraten beginnt und als uns dann der Täter offenbart wird, ist man mehr als überrascht und sehr erstaunt. Yvette Eckstein hat das Geheimnis bis zum Schluß bewahrt. Mir gefällt sehr gut, dass das Buch verschiedene Facetten hat. Neben dem kriminalistischen Geschehen erfahren wir auch etwas übr die Geschichte der Hohenzollern, was sehr gut dargestellt ist und in einem Anhang sehr gut erklärt wird. Und dann ist da auch noch Wolfgangs Familie. Die drei flüggen Töchter, die Ehefrau nimmt wieder einen Job an und dann die demente Schwiegermutter, die man nicht alleine lassen kann. Alltägliches Geschehen bei den Normalos. Man merkt beim Lesen, dass die Autorin hier aus dem Herzen geschrieben hat und viel Zeit im Schatten der Burg verbracht hat. Der Schreibstil ist leicht und flüssig zu lesen, die Kapitel sind kurz und die Spannung wird unterbrochen und angehalten durch alltäglich Ereignisse. Dies ist wieder ein mehr als gelungenes Buch. Das Cove zeigt die Burg Hohenzollern im dichten Nebel, wodurch nur die Turmspitzen zu sehen sind.