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Vom Schnee oder Descartes in Deutschland

Buch (gebunden)
»In welchem schneebedeckten Jahrhundert, mit Fingern / Steif / auf bereifte Scheiben gemalt, erschien dieser Plan / Zur Berechnung der Seelen?«, schrieb Durs Grünbein vor Jahren in einem Gedicht mit dem Titel Meditation nach Descartes. Der Held und d … weiterlesen
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Produktdetails

Titel: Vom Schnee oder Descartes in Deutschland
Autor/en: Durs Grünbein

ISBN: 3518414550
EAN: 9783518414552
Suhrkamp Verlag AG

15. September 2003 - gebunden - 144 Seiten

Beschreibung

»In welchem schneebedeckten Jahrhundert, mit Fingern / Steif / auf bereifte Scheiben gemalt, erschien dieser Plan / Zur Berechnung der Seelen?«, schrieb Durs Grünbein vor Jahren in einem Gedicht mit dem Titel Meditation nach Descartes. Der Held und das Leitmotiv des Gedichts sind nun zurückgekehrt in Form einer langen Eloge auf den Philosophen. Mehrere Winter lang hat der Autor an einem Poem gearbeitet, das nun vollständig vorliegt mit 42 Cantos, die den Kapiteln eines Romans entsprechen. Vom Schnee umkreist jenen Moment im Leben des René Descartes, da dieser im Winter des Jahres 1619 in einem süddeutschen Städtchen, einer Vision gehorchend, zu philosophieren beginnt. Das Erzählgedicht endet in einem anderen Winter, 30 Jahre später, mit dem plötzlichen Tod des Philosophen. In fortlaufenden Szenen werden Jugend und Reife des großen Denkers an der Schwelle der Neuzeit ineinandergespiegelt nach der Regie eines Traums. Vom Schnee oder Descartes in Deutschland ist vieles. Ein Bilderrätsel; eine Unterhaltung in Versen, eine Hommage an die kälteste Jahreszeit und die Lehre von der Brechung des Lichts. Ein Bericht von den Schrecken des Dreißigjährigen Krieges und von der Geburt des Rationalismus aus dem Geist des Schnees.

Portrait

Durs Grünbein wurde am 9. Oktober 1962 in Dresden geboren. Er lebt und arbeitet als Dichter, Übersetzer und Essayist in Berlin und Rom. Nach der Öffnung des Eisernen Vorhangs führten ihn Reisen durch Europa, nach Südostasien und in die Vereinigten Staaten. Er war Gast des German Department der New York University und der Villa Aurora in Los Angeles. Für sein Werk erhielt er mehrere Preise, darunter den Peter-Huchel-Preis, den Georg-Büchner-Preis, den Literaturpreis der Osterfestspiele Salzburg 2000, den Friedrich Nietzsche-Preis des Landes Sachsen-Anhalt 2004 und den Berliner Literaturpreis der Preußischen Seehandlung verbunden mit der Heiner-Müller-Professur 2006. Seine Bücher wurden in mehrere Sprachen übersetzt.

Pressestimmen

Wagnis oder Wahnsinn? Wie kann man im Zeitalter von SMS und Chat ernsthaft in Hexametern schreiben, noch dazu über einen Philosophen, den nicht näher zu kennen auch für den Bildungsbürger keine Schande darstellt. Ein Hexameter: das ist gebundene Rede mit Zeilenumbruch, das ist wortgewordener Rhythmus. Um diesen zu genießen, muss man ihn laut lesen, und man sollte wissen, was man da genießen soll. Schwierig in einer Zeit, in der die jungen Moderatoren des Privatfernsehens sprachprägend bilden und in der die Songtexte der sogenannten Rapper für diese Generation das Maß aller Dinge zu werden scheint. Hexameter, das klingt nach Staub und Anstrengung. Dennoch gib es Autoren, die beherrschen diese Kunstform so, wie andere atmen. Sie verstehen es, dieser scheinbar in Marmor gemeißelten Form auch eine heiter, ja modern klingende Seite abzulauschen. René Descartes, das ist einer der Philosophen, die durch ihr Denken die Zivilisation bis heute beeinflussen. Denn vor etwa vierhundert Jahren erkannte er: Ich habe zwar einen Verstand, der die ganze Welt zu erfassen vermag, aber wenn ich ihn planlos und einfach so gebrauche, dann komme ich nicht zu wahrer Erkenntnis, sondern verliere mich in einer Unmenge von Meinungen und Ansichten, die keinem weiterhelfen. Als er diese Gedanken vertiefte und das Problem zu lösen versuchte, fielen ihm relativ plötzlich die Methoden ein, mit der das Denken zu sortieren und durch die Wissenschaft abzusichern sei. Er denkt, also ist er. Wer denkt, stellt in letzter Konsequenz alles in Frage. Nur die Existenz Gottes löst diese Fragen wieder auf und "rettet" das Denken des Menschen. So in etwa. Als ihm dieses bewusst wurde, weilte er als Teilnehmer eines Feldzuges in Deutschland in einem Winterlager. Durs Grünbein wagt es, von dieser kurzen, aber für den Philosophen (und in der Konsequenz auch für uns) so wichtigen Zeitspanne zu erzählen. Die kompliziertesten Zusammenhänge werden leicht wie wirbelnde Schneeflocken, und ein seit dreihundertfünfzig Jahren toter Knacker wird lebendig, als würde er unser Nachbar sein. Ein Wagnis? Ja, aber eines, das gelingt. Für den Wahnsinn sind andere zuständig.

© Andreas Reikowski

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