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Die Farbe Rot

Ursprünge und Geschichte des Kommunismus. mit 42 Abbildungen.
Buch (gebunden)
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"Du schließt die Augen und schaust in die Sonne, und durch deine Lider hindurch siehst du die Farbe deines Blutes - ein Karminrot. Dies ist die Farbe deiner leiblichen Existenz. Grün ist die Farbe der äußeren Vegetation. Gelb ist die Farbe der Sonne. … weiterlesen
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Produktdetails

Titel: Die Farbe Rot
Autor/en: Gerd Koenen

ISBN: 3406714269
EAN: 9783406714269
Ursprünge und Geschichte des Kommunismus.
mit 42 Abbildungen.
Beck C. H.

19. September 2017 - gebunden - 1133 Seiten

Beschreibung

"Du schließt die Augen und schaust in die Sonne, und durch deine Lider hindurch siehst du die Farbe deines Blutes - ein Karminrot. Dies ist die Farbe deiner leiblichen Existenz. Grün ist die Farbe der äußeren Vegetation. Gelb ist die Farbe der Sonne. Blau ist der Himmel über dir."

Mit diesen Sätzen beginnt Gerd Koenen seine epische Geschichte des Kommunismus, die von der alten in die moderne Welt und bis heute reicht. In seiner meisterhaften Darstellung holt er den Kommunismus aus dem Reich der reinen «Ideen» auf den Boden der wirklichen menschlichen Geschichte zurück. Er macht auf neue Weise plausibel, warum Marxismus, Sozialismus und Kommunismus eine naheliegende Antwort auf die vom modernen Kapitalismus erzeugten Umwälzungen waren - aber ebenso, wie und weshalb der «Kommunismus» als politisches System in Russland wie in China und anderswo in Terror und Paranoia endete.

Gerd Koenen schildert in seinem großen Buch die Geschichte des Kommunismus als untrennbaren Teil der Entwicklung menschlicher Gesellschaften. Weit entfernt, nur eine exzentrische Idee des 19. Jahrhunderts zu sein, hat der Kommunismus tiefe Wurzeln in den religiösen Erzählungen, philosophischen Lehren, gelebten Sozialformen oder literarischen Utopien, gerade auch Europas. Marx war der erste, der im Moment des Durchbruchs eines industriellen Kapitalismus die darin schlummernden neuen Möglichkeiten einer gesellschaftlichen Höherentwicklung und zugleich einer maßlosen menschlichen Degradation zusammengedacht hat. Das im "Kommunistischen Manifest" formulierte Postulat einer "Assoziation, worin die freie Entwicklung eines Jeden die Bedingung der freien Entfaltung Aller" wäre, beschreibt bis heute gültig, wie weit wir von einer menschenwürdigen Gesellschaft entfernt sind. In der Katastrophe des Ersten Weltkriegs trennten sich die Wege eines emanzipativen, aber geschwächten westlichen Sozialismus und eines vom Führer der russischen Bolschewiki, Lenin, ideologisch und praktisch völlig neu formatierten, machtvoll agierenden "Kommunismus" des 20. Jahrhunderts. Gerd Koenen analysiert als Erzähler mit großem Atem die Stationen dieser gewaltigen Geschichte, in der Humanismus und Terror, Kunst und Propaganda, Aufbau und Abbruch, Sieg und Niederlage so nahe beieinander gelegen haben wie nirgends sonst. Und die Metamorphosen seit 1989, allen voran Chinas, stellen viele Fragen noch einmal ganz neu.

Inhaltsverzeichnis

Prolog
Die Farbe Rot
Erstes Buch
Kommunismus als Weltgeschichte
TEIL I: EX OCCIDENTE - von den Ursprüngen
1. Die Spur der roten Fahne
Rouge et Bleu - Russisch Rot - Chinas rote Sonnen - Rotes Leuchten, schwarze Schatten 
2. Kommunismus als Weltgeschichte 
Am Anfang war - das Wort? - Weltgeschichte und Universalgeschichte - »Die Menschheit kehrt heim« 
Teil II: Die alte Welt des Kommunismus
1. Revolutionen der alten Welt
Wann ist der Mensch ein Mensch? - Urgemeinschaft und Stamm - Staaten, Kriege, Religionen 
2. Die Großen Erzählungen
Das verstörende Erbe der Alten - Die absteigenden Weltzeitalter - Verloren ist das große Dau 
3. Von Platons Staat zum Reich Christi 
Athen und Atlantis - und Sparta - Christliche Armutspredigt und Reichtumsproduktion 
Teil III: Die Entdeckung der Zukunft
1. Millenarismus und Moderne
«Vorläufer des neueren Sozialismus»? - Religiöser Kommunismus und Kapitalismus 
2. Die eine Welt und ihre Schrecken
Der Raum der Zukunft - Revolutio, Renovatio, Restauratio - Die enge Welt Utopias 
3. The Pursuit of Happiness
Interest will not lie - Vom Reichtum der Nationen - Das Ich unter der Tatarenmütze 
Teil IV: Das Zeitalter der Revolution
1. Die Furien des Verschwindens
Geschichtliche Rückversicherungen - Die Macht des Irreversiblen - Terror und Moral 
2. Der Traum der Großen Kommunion 
Kommunismus und Eros - Eine kurze Geschichte der «Intelligenz» - Vom Höllensturz zur Großen Gemeinschaft - Eine Diktatur der Aufgeklärten 
3. Phantome der Freiheit
Friede den Hütten, Krieg den Palästen 186 - Nachkrieg, Jugend, «Julisonne» - Das magische Medium der Presse - Religionen,
Nationen, Massen, Klassen 
4. Eine Neue Welt
Der Fortschritt und sein Preis 
Zweites Buch
Das Marx'sche Momentum
Teil V: Die Geburt der modernen Welt
1. Die Wahrheit des Diesseits 
Der gefallene Vorhang - Der kurze Weg zum «Communismus» - Hegel und der moderne Geschichtsbegriff - Der «Proletarier» als philosophische Figur 
2. Der große Bruch 
Wege in die industrielle Moderne - Die malthusianische Falle - Der Schwindel des Aufschwungs 
3. Das Gespenst des Proletariats
Vom Pauper zum Proletarier - Vom Barbaren zum Prometheus - Auf der Suche nach der «Arbeiterklasse» 
Teil VI: Sozialistische Gründerzeit
1. Ein neuer Horizont 
Das schwierige Einfache: der Kommunismus - Der ungemütliche Fortschritt 
2. Die Partei Marx
Soziologisches und Biografisches - Marx, Engels und die «Knoten» - Revolutionsstrategien 1848 - «Diktatur des Proletariats» und Weltwirtschaft 
3. Vom Anstoß zur Bewegung
Der unwahrscheinliche Gründer: Lassalle - Das freie Subjekt in seiner Larve - Der Kongenius als treuer Jünger - Ruf und Berufung - Bonapartismus à deux 
4. Fülle des Lebens
Traum und Schrecken der Emanzipation - Liebesschlachten, Lebenskämpfe - Frauen-, Arbeits- und Familienleben - «Die Frau und der Sozialismus» 
Teil VII: Age of Empire
1. Freier Handel, schwarze Haut
Wettermaschinen der Weltwirtschaft - Gebrandmarkt in schwarzer Haut - Das neue Atlantis 
2. Staaten, Kriege, Revolutionen
Revolutionen von oben - Krieg als Revolution, Revolution als Krieg - Leviathan 2.0 
3. Der europäische Sozialismus 
Weltkongresse von Kapital und Arbeit - Das bewegte Feld der Politik - Bebels lichte, umdüsterte Welt 
4. Das Marx'sche Momentum
Die zwei Unvollendeten - Von Marx zum Marxismus - Lost in Translations - Marx im Westen, Marx im Osten 
Drittes Buch
Warum Russland?
Teil VIII: In Oriente - Der Osten wird rot
1. Das entgrenzte Imperium 
Völker und Räume - Ein «sich selbst kolonisierendes Imperium» - Das unendlich wachsende Reich - Die deformierte
Gesellschaft - Das neue Subjekt 
2. Die Dämonen der Intelligenzija
Die Welt der Uljanows - Die Profile des Terrorismus - Der sich fortschreibende Roman - Moralisch-literarische Initiationen
3. Marx in Russland 
Das kaudinische Joch des Kapitalismus - Wechsel der Wegzeichen - Die Welt der Kampfbünde 
4. Das Korn und die Gerste 
Der seltsame Führer - Eine Generation Revolution - Durch Spaltung zur Verschmelzung 
Teil IX: Vom Weltkrieg zur Weltrevolution
1. Wetterleuchten - Das Jahr 1905 
Ein Tag, der alles veränderte - Vor dem Sturm - Revolution und Niederlage 1905 - Die Furien von Terror und Gegenterror
2. Sturmvögel 
Die Leere nach dem Tumult - Russland als geistiger Generator - Philosophische Schlachten - Sektenkriege als Weichenstellung - Bolschewismus und Internationale - «The commening revolution» 
3. Menschheitsdämmerung - August 1914
Im Kraftfeld des Weltkriegs - Gegen die Strömung - Deutsch-bolschewistische Kollusionen - Imperialismustheorie als Realpolitik 
4. Auferstehung - März 1917
Russlands Zusammenbruch - Mobilisierung und «Verrat» - Auferstehung in Rot 
Teil X: Marsch ins Niemandsland
1. Elementarkräfte - Juli 1917 
Über den Rubikon - Von der Revolution zur Involution - Der gestrandete Leviathan - Der «Agent» und der «Diktator»
2. «Es schwindelt» - November 1917
Zwei, drei Tage des Kampfes - Die Logik der Totalisierung 3. Russland in Blut gewaschen
Krieg aller gegen alle - Der Separatfrieden als Kriegsakt - «Lerne beim Deutschen» 
4. Phönix und Asche
Wahnsinn und Methode - Das Ende der Klassen - Der letzte Akt 
5. Das neue alte Reich
Stalin, der Gründer - Das neue, rote Imperium - Der multinationale Machtkader - Das ungreifbare Russland 
Viertes Buch
Der Kommunismus in seinem Zeitalter
Teil XI: Der rote Planet1. Phantome einer Weltrevolution
Eine Moskauer Weltpartei - Nach Westen, marsch, marsch! - Vom Rhein an den Jangtse - Nationalrevolutionäre und Faschisten 
2. Das kommunistische Momentum
Ein Weltkriegskader - Sowjetrussland als U-topos - Kapitalistische Weltkrise und Internationale - Die irreversible Zäsur 
3. Im Gehäuse des Wahns
Die Mysterien des Terrors - Zur Psychologie totalitärer Entgrenzung - Antifaschismus und Antitrotzkismus - Der Vater der Völker 
4. A Tale of Two Empires
Von der Elbe bis zum Jangtse - Dialektiken des Kalten Kriegs - Chinas großer Sprung ins Chaos - Von der Stagnation zum «Umbau» 
Teil XII: Die postkommunistische Situation
1. Wege der Auflösung
Politische Ökonomie des «realen Sozialismus» - Humanismus und Terror - Condition totalitaire 
2. Das Gespenst des Kapitals
Ende des Kommunismus? - Die Welt von 2017 - Kommunismus 4.0 - Glanz und Schrecken der einen Welt 
Epilog
Das weiße Rauschen
NachwortAnmerkungen
Bildnachweis
Personenregister

Portrait

Gerd Koenen ist Historiker und Publizist. Er war bis 1982 ein führendes Mitglied des KBW, danach u. a. Redakteur der Zeitschrift „Pflasterstrand" und Mitarbeiter von Lew Kopelew. Seine Bücher Utopie der Säuberung, Das rote Jahrzehnt und Vesper, Ensslin, Baader waren Bestseller. 2007 erhielt er den Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung.

Pressestimmen

"So einschüchternd dieser Großzuschnitt des Themas aber auch ist, so ausgesprochen gut ist das oft packend geschriebene Buch zu lesen."
Damals, April 2018

"Auch im internationalen Vergleich - eine der besten Analysen der Ursprünge kommunistischer Ideologien."
Nikolas Dörr, H SOZ KULT, 14. Februar 2018

"Das ultimative Buch zum Kommunismus und dessen Geschichte."
socialnet.de, 30. November 2017

"Meisterwerk (...) ein glänzend erzähltes, analytisch originelles Werk."
Alexander Cammann, Die ZEIT, 23. November 2017

"Ein so unfassbar kluges, gebildetes, materialreiches Buch, dass ich wirklich vor Bewunderung auf die Knie gehe (...) Gerd Koenen ist unglaublich klug, aber er hat nie den Gestus des Bescheidwissers."
Thea Dorn, Verleihung des Bayerischen Buchpreises 2017

"In seinen vielen Anekdoten extrem stark."
Knut Cordsen, Verleihung des Bayerischen Buchpreise 2017

"Ganz grandios."
Svenja Flaßpöhler, Verleihung des Bayerischen Buchpreise 2017

"Ein Opus Magnum, ein voluminöses, erzählerisch geschriebenes Essay, eine Tiefenbohrung zu dem Ideenreservoir, aus dem sich der Kommunismus speiste."
Stefan Reinecke, Die Tageszeitung, 20. September 2017

"Ein unvollkommenes Meisterwerk der historischen Analyse."
Jens Bisky, Süddeutsche Zeitung, 29. September 2017

"Erhellend."
Urs Hafner, Neue Zürcher Zeitung, 29. September 2017

"Ein großer Wurf, anschaulich im Detail, thesenstark, brillant im Stil und frei von Romantik."
Matthias Dusini, Falter, 25. Oktober 2017

"Mit großer Belesenheit und analytischer Schärfe beschreibt Gerd Koenen kommunistische Utopien und Theorien von Platon über Urchristentum, Reformationszeit, Französische Revolution bis zum China der Gegenwart (...) Nicht-Fachleute aller Länder - lest dieses Buch."
Petra Kriszat, Allgemeine Zeitung Mainz, 21. Okotber 2017

"Eine höchst lebhafte Erzählung."
Dieter Sattler, Frankfurter Neue Presse, 19. Oktober 2017

"Koenen zerlegt Klischees und verkompliziert Vorgänge - eben weil sie nicht monokausal sind."
Thorsten Giersch, Handelsblatt online, 13. Oktober 2017

"Eine brillant erzählte, augenöffnende Geschichte des Kommunismus."
Die ZEIT, 5. Oktober 2017

"Faszinierendes und furchtbares, enorm fakten- und detailreiches Panorama - ein Buch für viele Jahre."
Bernhard Schulz, Tagesspiegel, 1. Oktober 2017

"Eine anregende und bisweilen aufregende Ideengeschichte."
Jaqueline Boysen, Deutschlandfunk Kultur, 30. September 2017

"Koenen hat eine große Fähigkeit, auf den ausgetretenen Pfaden (...) eine Fülle von Beobachtungen auszubreiten, denen man sonst nicht begegnet."
Herfried Münkler, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30. September 2017

"Das 1000 Seiten starke Werk kann als Summe und Höhepunkt von Gerd Koenens bisherigen Forschungen gelten - und bietet reichlich Diskussionsstoff."
Stefan Nölke, MDR, 23. September 2017

"Eine reiche Fundgrube von Beobachtungen und Fragestellungen, die dazu anregen, die Natur des Kommunismus von Grund auf neu zu überdenken."
Richard Herzinger, Die WELT, 22. September 2017

"Gerd Koenen ergründet den Weltkommunismus als Ideengeschichte von Marx bis Mao."
Hannes Schwenger, Tagesspiegel, 20. September 2017

"Wer Gerd Koenens archäologische Tiefenbohrungen nachvollzogen hat, kann die Welt nicht mehr ganz so sehen wie zuvor."
Mark Siemons, Der SPIEGEL, 16. September 2017
Bewertungen unserer Kunden
Grässlich. Trocken, voller steiler Thesen, oft ohne verlässliche Quellenangaben.
von Wedma - 17.01.2018
Für dieses Werk konnte ich mich leider absolut nicht begeistern. Der Anfang war toll, also wollte ich mir das Ganze näher anschauen, aber je weiter ich las, desto übler wurde mir dabei zumite. Die anfängliche Begeisterung verflog spätestens nach den ersten vierhundert Seiten. Dort wurde neutral, dann aber eher abwertend berichtet. Sobald es um Russland und seine Geschichte ging, wurde der Ton zunehmend abschätzig herablassend. Ich gewann leider immer mehr den Eindruck, dass der werte Autor weder Kommunismus im Allgemeinen noch Russland im Besonderen mag. Je weiter ich las, desto eher ich bereit war, dem Rezensenten aus der 1-Stern-Abteilung bei amazon recht zu geben, der meinte: "Dieser Schreiberling des Kapitels ist lebenslang seiner antikommunistischen Linie treu geblieben. Es ist schon auffällig u. zudem lächerlich das vor allem ehemalige Mitglieder der K-Gruppen, die übrigens schon immer antisowjetisch agierten, heute in der BRD zu den großen Erklärern des Weltkommunismus stilisiert werden. Koenen, Schlögel, Schroeder oder ein Posener kippten früher ihren Müll auf die Sowjetunion und heute sicher nicht zufällig auf Russland......." Diese anti-Einstellung des Autors konnte ich deutlich wahrnehmen, im weiteren Verlauf irritierte sie mich unsäglich. Wäre ihm etwas am Thema, am Land insg. gelegen, hätte er einen anderen Ton angeschlagen und Mittel und Wege gefunden, das Ganze nicht so grässlich darzustellen. Für Laien schaut Koenen wie ein Kenner aus. In der Sache liegt er oft richtig. Bloß seine Interpretationen sind leider eher fragwürdiger Natur. Zudem fehlten mir leider die Quellen als Beleg manch seiner steilen Thesen, Darstellungen wichtiger Momente blieben auf dem Hörensagen Niveau. Bei einem guten Sachbuch sind einwandfreie Quellenangaben aber unerlässlich. Mir waren die Inhalte nicht neu. An mehreren Stellen entstand der Eindruck, dass der werte Autor bloß an der Oberfläche gekratzt hatte. Oft musste ich feststellen: Da sind nur die Eisbergspitzen, auf die er die Aufmerksamkeit der Leser fokussiert hatte. Aber warum brachte er ausgerechnet das? Und dann noch auf diese abwertende Art und Weise? Das Scheußlichste geht vor, war wohl die Devise. Oft genug krallte er sich an eine einzelne Quelle, an die Meinung nur eines Autors, der z.B. das Geschehen an der Südfront 1918 schilderte, und natürlich war es das Grässlichste, was da zu finden war. Zudem war der Text oft so staubtrocken, dass ich mich da förmlich durchbeißen musste. Ich habe gehofft, dass es vllt später besser wird. Fehlanzeige. Weshalb schreibt man dann ein Werk, indem Russland eine große Rolle spielt und die restlichen achthundert Seiten Gegenstand der Ausführungen ist, wenn man so negativ dem gegenüber eingestellt ist, was man schreibt? Ist es eine Art Racheakt?, a lá: Ich erzähle rus. Geschichte, aber so widerwärtig, dass einem die Haare zu Berge stehen, damit die Russen so bescheiden, milde gesagt, in der Öffentlichkeit stehen. Denn klar ist: Derjenige, der die Geschichte erzählt, hat auch die Deutungshoheit, zumindest im Rahmen seines Buches. Und es wird womöglich Leute geben, die dieser Darstellung Glauben schenken werden, da der werte Autor sich als Kenner russischer Geschichte anschickt. In dem Sinne ist dieses Werk eine klare anti-russische und anti-Kommunistische Meinungsmache, anders gesagt: Propaganda. Und diese ist, wie wohl bekannt, ein Machtinstrument. Funktioniert bloß nur, solange man sie nicht als solche erkennen kann. Fazit: Wer gern anti-kommunistische, bzw. anti-russische Schriften liest, ist hier goldrichtig. Eine grässliche, einseitige Darstellung in schwarzen Tönen, abschätzig dargeboten, die noch Ihresgleichen sucht. Ansonsten muss man es sich nicht antun. Zu dem Thema habe ich schon bessere Bücher gelesen. Zu den Anfängen von Kommunismus schreibt sehr gut Jürgen Neffe in "Marx. Der Unvollendete". Es gibt auch andere Werke zur rus. Geschichte. Ohne die Rachegelüste und/oder ähnl. Allüren. Mehr als zwei Sterne kann ich hier leider nicht vergeben.
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