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Gesammelte Aufsätze zur jüdischen Geschichte

Hrsg. und mit einem Nachwort versehen von Rolf Rieß. Mit Frontispiz.
Buch (gebunden)
Ludwig Feuchtwanger (1885-1947), Verfasser einer Reihe gehaltvoller, luzider Aufsätze zur jüdischen Geschichte, ist im Schatten seines berühmten Bruders Lion Feuchtwanger heute nahezu in Vergessenheit geraten. Der Herausgeber des vorliegenden Bandes … weiterlesen
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Produktdetails

Titel: Gesammelte Aufsätze zur jüdischen Geschichte
Autor/en: Ludwig Feuchtwanger

ISBN: 3428108736
EAN: 9783428108732
Hrsg. und mit einem Nachwort versehen von Rolf Rieß.
Mit Frontispiz.
Herausgegeben von Rolf Rieß
Duncker & Humblot GmbH

23. Juni 2003 - gebunden - 249 Seiten

Beschreibung

Ludwig Feuchtwanger (1885-1947), Verfasser einer Reihe gehaltvoller, luzider Aufsätze zur jüdischen Geschichte, ist im Schatten seines berühmten Bruders Lion Feuchtwanger heute nahezu in Vergessenheit geraten. Der Herausgeber des vorliegenden Bandes hat es sich zur Aufgabe gemacht, Ludwig Feuchtwangers Beitrag zur Erforschung der jüdischen Geschichte in Deutschland der Öffentlichkeit wieder in Erinnerung zu rufen und durch die Beschäftigung mit seinen Gedanken weiterführende Diskussionen anzuregen.
Die hier versammelten Aufsätze behandeln die jüdische Aufklärung, die allmähliche Emanzipation der deutschen Juden, aber auch die sich verstärkende Bedrohung und den Untergang während des Nationalsozialismus. Mit dem zunehmenden Einfluß der Nationalsozialisten wuchs Feuchtwangers kulturelles und intellektuelles Engagement für das Judentum. Hiervon zeugt seine publizistische Tätigkeit. Darüber hinaus war er 1930-1938 Herausgeber der "Bayerischen Israelitischen Gemeindezeitung" und leitete das Jüdische Lehrhaus. So betrieb er - mit den Worten Ernst Simons - in jenen Jahren den "Aufbau im Untergang". Dies führte ihn zu einer Form des "cultural judaism", der sich eine Tradition erfindet, in der die Religion nur mehr eine untergeordnete, jedoch nicht zu vernachlässigende Rolle spielt. Einfluß auf diese Theorie kommt sowohl den Zeitumständen (Säkularisierung, Assimilation, Zionismus, verstärkter Antisemitismus, Nationalsozialismus), als auch dem Gedankenaustausch mit Ernst Bloch, Werner Sombart, Gustav Schmoller und Carl Schmitt zu.
Eine kurze Biographie Feuchtwangers gibt Aufschluß insbesondere über seine Tätigkeit als Verlagsleiter von Duncker & Humblot sowie über sein Leben im Exil in Großbritannien. In seinen Briefen nach der Rückkehr als amerikanischer Offizier vermittelt er einen Eindruck vom Leben der besiegten Deutschen in Bayern, aber auch von den Gefühlen eines exilierten jüdischen Deutschen.
Die Bibliographie der Schriften Feuchtwangers, wie sie hier zum ersten Mal vorgelegt wird, ermöglicht eine weiterführende Beschäftigung mit dem Autor und den von ihm betrachteten Themen.

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsübersicht: I. Moses Mendelssohn: Moses Mendelssohn, der große Philosoph. Zu seinem 200. Gedenk-Geburtstage (geb. 6. Sept. 1729) (1929) - Das Bild Moses Mendelssohns bei seinen Gegnern bis zum Tode Hegels. Ein Beitrag zum Neuaufbau der geistigen Gestalt Mendelssohns (1929) - Die Töchter Moses Mendelssohns (1929) - Der Streit um den Geist Moses Mendelssohns. Anläßlich seines 150. Todestages 4. Januar 1936 (1936) - II. Jüdische Geschichte und Rechtsgeschichte in Bayern, Österreich und England: Jüdisches und römisches Recht. Studie über die Herkunft der Collatio legum Mosaicarum et Romanarum (1937) - Die Erforschung der Rechtsgeschichte der Juden (1938) - Aus der Geschichte der Juden in Österreich. Anfänge und erste Siedlungen im Frühmittelalter (1938) - Zur jüdischen Geschichte in Österreich. Verbreitung und Selbstbehauptung im Mittelalter (1938) - Die Haltung des kurbayerischen Kanzlers Alois von Kreittmayr in Judensachen. Die Juden in Bayern vor 200 Jahren (1930) - Vor 650 Jahren. Ein Gedenktag aus der Geschichte der Juden in München (1935) - Neuere Geschichte. Verwandlungen 1837-1887-1937 (1937) - Der hebräische Brief der Münchener Juden vom Jahre 1381 an die Straßburger Juden (1938) - Jüdische Vergangenheit in England und Deutschland. Ein Vergleich und der Versuch einer Interpretation der neuesten jüdischen Geschichte (1947) - III. Zeitfragen im Angesicht des Nationalsozialismus: Die Judenfrage (1930) - Das wirtschaftliche Schicksal des deutschen Judentums (1933) - Das unentstellte Gesicht des Judentums (1933) - Die Gestalt des "Verworfenen Juden". Ein Versuch über Mythenbildung (1933) - Mythos und Wirklichkeit unserer Zeit. Vom Anteil der Rasse am Wesen des jüdischen und christlichen Geistes (1934) - Auf der Suche nach dem Wesen des Judentums (1934) - Gegenwartskunde. Plan und Aufgaben einer Soziologie der modernen Judenheit (1934) - Gibt es eine eigenständige jüdische Kultur? (1938) - Verzeichnis der Druckorte - Bibliographie der Schriften Ludwig Feuchtwangers - Aufsätze in Zeitschriften und Zeitungen - Über Feuchtwanger - Nachwort des Herausgebers - Literaturverzeichnis, Personen- und Ortsregister

Pressestimmen

Zeugnisse einer gespenstischen Zeit
Duncker & Humboldt präsentiert Ludwig Feuchtwangers "Gesammelte Aufsätze"
Der Klang des Namens Feuchtwanger hat in München nach wie vor äußerst anziehende Wirkung. Die Stühle in der Rotunde des Stadtarchivs reichten bei weitem nicht aus, um allen einen Sitzplatz zu bieten, die zur Präsentation des im Verlag Duncker & Humblot erschienenen und von Rolf Rieß herausgegebenen Buchs "Ludwig Feuchtwanger - Gesammelte Aufsätze zur jüdischen Geschichte" gekommen waren.
Allgemeine Erleichterung, als auch Yehoshua Chmiel, der namens der Israelitischen Kultusgemeinde ein Grußwort sprach, zugab: "Natürlich sind mir die Feuchtwangers, voran Lion, als herausragende Münchner Patrizierfamilie bekannt gewesen; von Lions Bruder Ludwig aber habe ich erst durch die Vorbereitung auf diesen Abend erfahren." Gelernt habe er dabei, dass Ludwig "wegen seiner jüdischen, bayerischen und deutschen Art zu leben und zu wirken viel von dem verkörperte, was wir heute und in Zukunft in dieser Stadt darstellen wollen und werden".
Ludwig Feuchtwanger, geboren 1885 in München, war nach dem Studium der Rechts- und Staatswissenschaften von 1913 bis 1933 wissenschaftlicher Leiter des Verlages Duncker & Humblot (damals mit Sitz in München und Leipzig), seit 1930 Herausgeber der Bayerischen Isrealitischen Gemeindezeitung und von 1936 an Leiter des Jüdischen Lehrhauses. Im November 1938 verhaftet und nach Dachau gebracht, konnte er 1939 noch mit seiner Familie nach England emigrieren. 1945 kam er im Dienst der US-Armee kurzfristig nach Bayern zurück und starb 1947 in England.
In seiner Buchvorstellung verwies Verleger Norbert Simon besonders auf die während der Nazi-Zeit entstandenen Beiträge mit Blick auf die Verhältnisse in Bayern und München. Das seien "spannende, zugleich aber fast gespenstisch anmutende Zeugnisse für den vergeblichen Versuch vieler jüdischer Intellektueller, auch in Zeiten der Barbarei noch eine gewisse geistige und kulturelle Normalität aufrecht zu erhalten".
Hans-Jochen Vogel schilderte, was die Familie Feuchtwanger im Lauf der Generationen alles zum Glanz Münchens beigetragen hat, erzählte von den engen Kontakten zu zwei Angehörigen der Familie in seiner Oberbürgermeister-Zeit: zu Lions Witwe Marta, die er auch in deren neuen Heimat in Pacific Palisades besuchte, und zu Walter Feuchtwanger, dem Wiederbegründer der Bank, der 1958 in seine Geburtsstadt zurückkehrte. Es müsse noch viel deutlicher werden, um wieviel ärmer München gewesen wäre ohne Familien wie die Feuchtwangers, die Bernheimers, die Rosenfelds ... Stadtarchivdirektor Richard Bauer konnte dazu gleich eine gute Nachricht liefern: Im November wird der erste Band eines biografischen Gedenkbuchs über Münchner Juden erscheinen, der in seinem Haus erarbeitet wurde.
Mit bewegenden Worten zeichnete der in England lebende Historiker Edgar Feuchtwanger, der mit Tochter, Sohn und zwei Enkeln nach München gekommen war, ein Lebensbild seines Vaters. Und vergaß dabei nicht, dessen "liebenswürdige , bayerisch-Münchner Umgangsweise" zu erwähnen, "die jede Schärfe und jedes Auftrumpfen vermied." Franz Freisleder, in: Süddeutsche Zeitung, 25.7.2003
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