Pippa liebt eine gut recherchiert True Crime Story. Als sie sich für ein Schulprojekt entscheiden muss, fällt ihr die Wahl leicht: Sie will das Verschwinden der 17-jährigen Andie Bell untersuchen, das fünf Jahre zurückliegt. Warum sie tun will, versteht niemand, denn der Fall ist längst abgeschlossen: Ihr damaliger Freund Sal hat die Tat gestanden und sich danach selbst umgebracht. Doch Pip glaubt diese Version nicht und bittet Ravi, Sals Bruder, ihr zu helfen. Auch er ist der festen Überzeugung, dass sein Bruder weder Andie, noch sich selbst umgebracht hat. Sie fangen an, zu graben und stellen bald fest, dass die Zeugenaussagen nicht übereinstimmen und stolpern über Geheimnisse, für die jemand töten könnte.Das Buch hat mich regelrecht eingesogen. Ich mochte Pips Ernsthaftigkeit und ihren Mut für ihre Überzeugungen ummer wieder Grenzen zu überschreiten. Dabei wirkte sie nicht kopflos oder naiv, wie es oft Charakteren in YA-Büchern vorgeworfen wird. Der Plot ist eine riesige Brezel und so unglaublich gut verknüpft, trotzdem aber überraschend. Holly Jackson ist eine unfassbar gute Erzählerin, die es versteht mit Spannung umzugehen. Sie kann Figuren lebendig und einzigartig beschreiben.Wer diese Trilogie noch nicht in den Fingern hatte, dem kann ich nur raten, das nachzuholen.