Ein guter Roman zum Thema Blackout der einen sensibler und vorausschauender in die Zukunft schauen lassen sollte.
"In Zukunft sehe ich mir nur noch Liebesschmonzetten an. Wenn es eine Zukunft gibt." S. 617Inhalt:In Europa bricht plötzlich das gesamte Stromnetz zusammen. Der Blackout beschränkt sich nicht nur auf Europa, sondern breitet sich auf die ganze Welt aus. Der Informatiker Manzano vermutet einen Hackerangriff. Nachdem er die Behörden informiert hat, befindet er sich selbst auf der Flucht, denn auf seinem Computer tauchen dubiose E-Mails auf. Es beginnt ein Kampf gegen die letzten Stromreserven und das pure Überleben.Cover:Das Cover ist recht schlicht und einfach. Doch auf der Rückseite des Buches sieht man die ganze Welt mit unterschiedlich starken Lichtern, was gut zum Inhalt passt.Meine persönliche Meinung:In den Roman hineinzukommen dauert ein wenig. Das Buch gliedert sich in die einzelnen Tage auf. Während eines Tages wird alles immer wieder in kurzen Kapiteln aus der Sicht verschiedenster Menschen berichtet. Das ist anfangs sehr verwirrend, da man die Leute nicht kennt und die Szenerie auch neu ist. Hier einen Überblick zu behalten, gestaltet sich als fast nicht möglich. Irgendwann tauchen dann manche Namen öfter auf und man bekommt ein wenig Gefühl für die Rollen und Geschehnisse. Fasziniert hat mich am meisten, dass dieses Buch schon vor 13 Jahren herauskam und da das Thema "Blackout" nicht sehr aktuell war. Heutzutage ist es allgegenwärtig und auch schon in paar Städten zur Realität geworden. Wie sehr fehlender Strom sich auf unser Leben auswirkt, habe ich ein wenig unterschätzt. Vor allem wenn man weiter denkt, an welchen Folgen alle Firmen und besonders Firmen mit Tieren leiden. Schon krass, was einem dann alles auffällt, wenn man über den Tellerrand hinaus blickt. Das selbe im umgekehrten Sinn. Kommt der Strom zurück, dauert es einige Zeit bis wieder alles läuft. Eigentlich sollte sich das Bewusstsein dadurch ein wenig schärfen lassen. Doch auch schon kurz nach Corona änderte sich nicht viel in unserem Verhalten und man die Welt ist wieder in alte Abhängigkeiten im Wirtschaftsbereich verfallen. Insgesamt interessierte mich der Roman sehr, aber ich las ihn sehr langsam, da er doch langatmig und sehr detailliert ist.Fazit:Ein guter Roman zum Thema Blackout der einen sensibler und vorausschauender in die Zukunft schauen lassen sollte.