Nachdem ich vom großen Almbackbuch schon so begeistert war, musste ich dessen Nachfolger oder besser, die Ergänzung unbedingt auch haben. Und ich wurde auch davon nicht enttäuscht. Das Format des Buchs ist das selbe. Optisch reihen sich die beiden also gut nebeneinander ein. Aber auch der Inhalt setzt sich im Grunde nahtlos fort und vervollständigt das große Werk ganz wunderbar. Auf Grundlagen zur Brotherstellung und weiter Geschichten von der Kalchkendlalm wurde nun aber zu Gunsten von 44 neuen Rezepten verzichtet. Ich hab eigentlich recht gern über die Alm und die Mitwirkenden gelesen, kann aber die Entscheidung dagegen natürlich verstehen. Dieses Buch ist deutlich handlicher, aber im Preis auch erschwinglicher, doch genauso hochwertig in der Optik. Die altbewährten wunderbaren Fotografien sind auch hier wieder zu finden, genauso wie die ausgeklügelte Darstellung der Rezepte samt Infoleiste und Planungsbeispiel. Und wieder darf man sich auch auf eine Mischung aus Broten, Kleingebäck und Feingebäck freuen. Es wird mit Lauge gearbeitet und Blätterteig hergestellt, aber auch rustikale Brote kommen nicht zu kurz. Die Teige werden lang geführt, enthalten nun aber immer wieder etwas speziellere Zutaten (Kartoffel, Banane, Bier/Biertreber oder auch Saaten und Kräuter). Und der Norden hält auch mehr und mehr Einzug (Hamburger Franzbrötchen, Kaneelbrötchen), was einen schönen Querschnitt durch die Brotbackkunst ergibt. Selbst ein sehr leckeres Fladenbrotrezept findet sich darunter, ein veganes Brezenrezept und Bienenstich. Das Bierbrot hätte ich auch sehr gern gebacken, aber hier fehlte mir leider der Zugang zum besagten Treber. Generell aber bin ich wieder sehr begeistert von den Rezepten. Seit ich diese beiden Almbücher besitze, konnte ich meine Fähigkeiten und mein Repertoire deutlich ausbauen.