definitiv kein Highlight für mich, aber ein Buch, das mich trotz einiger Kritikpunkte neugierig auf den nächsten Band gemacht hat.
Auch wenn ich anfangs etwas skeptisch war, was diese Geschichte angeht, muss ich am Ende doch sagen, dass sie mir gefallen hat. Ein absolutes Highlight ist es für mich zwar nicht, aber ich werde auf jeden Fall weiterlesen. Auch hier behandelt die Autorin wieder ein sehr emotionales und ernstes Thema, das meiner Meinung nach gut umgesetzt wurde. Gleichzeitig hatte ich aber das Gefühl, dass sich sehr viel auf die Beziehung konzentriert und dadurch an anderer Stelle einiges zu kurz kommt. Besonders schade fand ich, dass Ellie, die Protagonistin aus Band 1 und Shays Cousine, kaum vorkam. Das hat für mich nicht ganz zusammengepasst, weil mehrfach erwähnt wird, wie eng die beiden miteinander sind, quasi wie beste Freundinnen. Außerdem wird immer wieder erzählt, dass Shay zu Ellies Familie geht, wenn es ihr zu Hause zu viel wird, was eigentlich ziemlich häufig der Fall ist. Umso mehr hätte ich mir gewünscht, diese Beziehung auch tatsächlich zu sehen. Generell hatte ich beim Lesen teilweise das Gefühl, dass gar nicht so wahnsinnig viel passiert. Trotzdem hatte die Geschichte etwas an sich, das mich weiterlesen ließ. Es hat mich nicht gelangweilt oder abgeschreckt, auch wenn ich mir an manchen Stellen etwas mehr Handlung gewünscht hätte. Was mir allerdings aufgefallen ist: Sowohl in diesem als auch im vorherigen Band muss irgendwann ein Teil der Beziehung wegziehen. In beiden Geschichten ergibt es zwar Sinn, aber ich hoffe wirklich, dass daraus kein wiederkehrendes Muster der Reihe wird, bei dem die Beziehungen immer wieder durch eine räumliche Trennung künstlich erschwert werden sollen. Denn abgesehen davon kann die Autorin wirklich unglaublich gut mit Worten, Emotionen und Storytelling umgehen. Sie schafft es, Gefühle greifbar zu machen und ernste Themen emotional zu erzählen.