aktuelle Themen in einer spannenden Story
Der Privatdetektiv Joe Denzinger bekommt einen auf den ersten Blick gewöhnlichen Auftrag. Frau Kraupen hat länger nichts von ihrer Tochter Lisa gehört, die sich in einem Aktivistencamp aufhält, und macht sich Sorgen. Der Fall führt Joe in den Ort Dölmow, der in der Sperrzone rund um einen Wald in Brandenburg liegt, wo Cyberwölfe, entstanden aus Nanogiftmüll und Raubtieren, ihr Unwesen treiben. Während sich die Hinweise verdichten, dass Lisa in diesem Wald sein könnte, kocht in Berlin die Stimmung über, denn die Abstimmung zur Vernichtung oder Erhaltung der Monsterwölfe steht kurz bevor.Der Autor hat viele aktuelle Themen wie Pandemien, Klimawandel und die Wolfs-Problematik aufgegriffen und zu einer spannenden Geschichte verflochten. Die Story nimmt nur langsam an Fahrt auf, dafür hatte ich, je mehr es dem Ende zu ging, den Countdown im Nacken und ein Gefühl der Eile und Aufregung. Das Ende hat mich wirklich überrascht.Als sich Joe von Charlotte ablenken lassen hat, hätte ich ihn am liebsten geschüttelt. Ich hatte schon im Gefühl, dass ihm das teuer zu stehen kommt. Er bekommt zum Glück noch die Kurve und man muss ihm zugutehalten, dass er nicht aufgegeben hat.Der Autor hat neben Joe recht viele Geschichtsstränge geöffnet, wie Marija, die Kurierfahrerin, Kira, die Wissenschaftlerin mit Winslow (sein Ende hat mich zerstört ¿), Tariq, der Berufssoldat und die Geschehnisse aus Sicht eines Wolfes (finde ich mega!).Man sollte nicht zu genau hinterfragen, wie aus normalen Wölfen diese Monster-Cyborgewölfe werden konnten. Ansonsten eine klare Empfehlung.