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Produktbild: Ein Haus und seine Hüter | Ivy Compton-Burnett
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Ein Haus und seine Hüter

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»Wahnsinnig lustig und erschütternd . . . wie Jane Austen auf Droge. « Harper's Magazine

Ein Weihnachtstag im Haus der viktorianischen Familie Edgeworth 1885. Der Patriarch Duncan lässt keinen Zweifel daran, dass er der Herr im Haus ist, gegenüber seiner Familie verhält er sich anmaßend und tyrannisch. Als seine Frau stirbt, wird sie kurzerhand durch eine andere ersetzt, kaum älter als seine Töchter. Von dem Moment an, in dem die erste Teetasse umgestoßen wird, braut sich ein Sturm zusammen.

Ivy Compton-Burnett entwirft eine Welt, in der unablässig die Tugend beschworen und bewundert und im selben Moment verhöhnt wird. Stets trägt das Laster den Sieg davon. Dabei liest sich dieser schräge Roman unterhaltsam-komisch und tragisch zugleich.

Mit einem Vorwort von Hilary Mantel

»Die vergnüglichste Geschichte über menschliche Niedertracht, die Sie jemals gelesen haben. « HILARY MANTEL

Produktdetails

Erscheinungsdatum
11. November 2024
Sprache
deutsch
Untertitel
Originaltitel: A House And Its Head. 1. Auflage, Nummerierte Ausgabe.
Auflage
1. Auflage, Nummerierte Ausgabe
Seitenanzahl
372
Reihe
Die Andere Bibliothek
Autor/Autorin
Ivy Compton-Burnett
Übersetzung
Gregor Hens
Vorwort
Hilary Mantel
Design
Léon Giogoli
Weitere Beteiligte
Hilary Mantel, Léon Giogoli
Verlag/Hersteller
Originalsprache
englisch
Produktart
gebunden
Gewicht
590 g
Größe (L/B/H)
218/125/30 mm
ISBN
9783847704690

Portrait

Ivy Compton-Burnett

Ivy Compton-Burnett (1884 1969) behauptete, sie hätte ein so ereignisarmes Leben gehabt, dass es darüber kaum etwas zu sagen gäbe. Sie wuchs als siebtes von dreizehn Kindern in Richmond/London und Hove (West-Sussex) auf. Ihr Lieblingsbruder ist früh gestorben, und zwei jüngere Schwestern nahmen sich mit einem verabredeten Doppelselbstmord das Leben. Keine ihrer Schwestern sollte jemals heiraten. Sie selbst lebte ab 1919 mit der Decorative-Arts-Expertin Margaret Jourdain zusammen. Nach deren Tod wurde Madge Garland ihre Lebensgefährtin. Im Laufe ihres Lebens verfasste Ivy Compton-Burnett zwanzig Romane und gilt heute als eine der originellsten und am meisten bewunderten englischen Schriftstellerinnen des 20. Jahrhunderts.

Gregor Hens, geboren 1965 in Ko ln, arbeitete mehr als zwanzig Jahre lang in den USA, bevor er 2013 nach Deutschland zurückkehrte. Er ist freier Autor und Literaturübersetzer und lehrt Kreatives Schreiben und Urbanistik an der Freien Universität Berlin. Sein Memoir »Nikotin« wurde in sechs Sprachen u bersetzt. Zuletzt erschienen bei Aufbau der Roman »Die eigentümliche Vorliebe für das Meer« und in der Anderen Bibliothek der Essay »Die Stadt und der Erdkreis«. Gregor Hens lebt mit seiner Familie in Berlin.

Hilary Mantel, geboren 1952 in Glossop, gestorben 2022 in Exeter, England, war nach dem Jurastudium in London als Sozialarbeiterin tätig. Für ihre Romane »Wölfe« (2010) und »Falken« (2013) wurde sie mit dem Booker-Preis, dem wichtigsten britischen Literaturpreis, ausgezeichnet. 2015 erschein ihre Autobiographie »Von Geist und Geistern« und 2020 der dritte Band der Tudor-Trilogie »Spiegel und Licht«.


Léon Giogoli ist Motion Designer und Gestalter aus Berlin. Nach seinem Studium der Visuellen Kommunikation an der Universität der Künste Berlin arbeitete er ab 2014 zunächst beim Gestalten Verlag. Seit 2016 gestaltet, illustriert und animiert er freiberuflich für Direktkunden, Verlage und Agenturen. Im Laufe der Jahre verlagerte er seinen Arbeitsschwerpunkt zunehmend auf das Motion Design, und seit 2022 ist er als Senior Motion Designer bei der Brandingagentur Strichpunkt Berlin tätig.


Pressestimmen

»Compton-Burnetts präzise Sprache und die scharfe Beobachtung menschlicher Schwächen verleihen dem Buch durchaus eine zeitlose Relevanz. « Manja Reinhardt Manja Reinhardt, Kreuzer

»Ein wahnsinnig schönes Buch. « Manuela Reichart rbb Radio 3

»Richtig boshaft und mit doppeltem Boden«Wolf Ebersberger Wolf Ebersberger, Nürnberger Zeitung

»Ein sonderbar-wunderbares Buch für Freunde gepflegter Gemeinheiten« Kurier (A)

» Ein Haus und seine Hüter bietet ungetrübtes Vergnügen. « Buchkultur

»Ein berückend seltsamer Roman in einer feinen, nicht altertümelnden Übersetzung von Gregor Hens. « Frankfurter Rundschau

»Lebendig, gegenwärtig und sehr menschlich. Ach ja: Böse ist es auch! « Büchermagazin

»ein unglaubliches Vergnügen« NDR Kultur

»Tragisch & komisch! « SUPERillu

»Die britische Schriftstellerin [. . .] seziert die viktorianische Oberschicht dermaßen schonungslos und entlarvt dadurch auch heutige MonarchistInnen, in einer Sprache, die nicht geschliffener sein könnte. « fsm. film, sound & media

»Ein Ballett aus kraftvoll-eleganten Hebefiguren, ein schönes Gegenmodell zu den Plattitüden und vielfachen Dummheiten, die uns tagtäglich so begegnen. « Edelgard Abenstein Deutschlandfunk Kultur

»Man hat es wirklich selten, dass die Bosheit der Welt so schmissig formuliert wird. « Edelgard Abenstein Deutschlandfunk Kultur

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Von Monsieur am 17.12.2024

Zwischen Banalität und Brillanz

Mit Ein Haus und seine Hüter von Ivy Compton-Burnett legt Die Andere Bibliothek eine spannende Wiederentdeckung vor. Dieser Roman ist vermutlich eine der beachtenswertesten englischen Veröffentlichungen dieses Bücherwinters. Auf den ersten Blick scheint das Werk ein klassischer viktorianischer Familienroman zu sein, der sich in altbekannte literarische Traditionen einreiht. Doch bei genauerem Hinsehen offenbart sich eine Tiefe, die in dieser Weise nur selten gelesen wurde. Im Zentrum der Handlung steht die vermögende Familie Edgeworth. Gleich zu Beginn stellt Compton-Burnett alle Familienmitglieder vor, wodurch die Ausgangskonstellation schnell etabliert ist. Wie für viktorianische Romane typisch nimmt der Hausherr Duncan selbstbewusst den Platz des Oberhaupts ein. Er gibt sich gebieterisch gegenüber seiner Frau und seinen noch unverheirateten Töchtern. Das Fehlen eines Sohnes, der als Erbe antreten könnte, schwebt als unausgesprochenes Problem über der Familie. Diese Lücke füllt zunächst der Verwandte Grant aus. Damit entspricht die Familienkonstellation nahezu einem Lehrbuchbeispiel eines viktorianischen Romans, der die Erwartungen der Leser zu Beginn kaum enttäuscht. Das Anwesen der Familie Edgeworth wird zum Schauplatz für die großen Themen: Tragödien, Intrigen, Hochzeiten, Trennungen, Tod und glückliche Wendungen prägen die Handlung. Besonders geschickt gelingt der Autorin der Aufbau des Romans. Der Einstieg legt nahe, dass die Handlung sich innerhalb weniger Tage abspielen wird genauer gesagt rund um das Weihnachtsfest, welches zunächst das zentrale Thema bildet. Gespräche und Interaktionen der Figuren kreisen um die Feiertage, um Familie und Tradition. Doch unvermittelt nimmt die Geschichte an Fahrt auf und entwickelt sich in unerwartete Richtungen. Der Roman löst sich bald von der Enge, die die Festtage über die Familie Edgeworth ausgeübt haben, und weitet seinen erzählerischen Horizont. Ein einschneidendes Ereignis ist der plötzliche Tod von Duncans Frau, der Mutter seiner Töchter. Diese Tragödie bringt das bis dahin geordnete Familiengefüge ins Wanken. Zuvor schien das Leben der Edgeworths in festen Bahnen zu verlaufen; jeder kannte seinen Platz und seine Rolle. Compton-Burnett lässt den Leser annehmen, dass dieser Zustand bereits seit langem besteht, ohne dass es Veränderungen gab oder gar erwartet wurden. Doch nun gerät alles ins Chaos. Die Reaktionen der Familienmitglieder auf diesen Verlust sind auf den ersten Blick erwartbar: Duncan zeigt sich gefühlskalt und verweigert sich jeglicher Trauer, während seine Töchter Schwierigkeiten haben, ein angemessenes Verhalten zu finden. Doch je tiefer man in die Familienstrukturen eintaucht, desto deutlicher zeigt sich, wie komplex und brüchig das gesamte Gefüge ist. Compton-Burnett nimmt den Leser mit auf eine Reise durch ein zerklüftetes, sich stetig wandelndes Familienleben, in dem zunehmend alles drunter und drüber geht. In vielerlei Hinsicht wirkt Ein Haus und seine Hüter wie ein moderner Roman. Die Handlung scheint fast an die Seh- und Lesegewohnheiten unserer heutigen Gesellschaft angepasst zu sein. Man hat das Gefühl, die Geschichte könnte ebenso gut aus der Feder eines geübten Drehbuchautors stammen, der seine Zuschauer mit Intrigen, Cliffhangern und emotionalen Spannungen in seinen Bann ziehen will. Unterstützt wird dieser Eindruck durch den eigenwilligen Schreibstil der Autorin: Die Handlung wird fast ausschließlich durch Dialoge vorangetrieben. Beschreibende Erzählungen oder längere Reflexionen sind nahezu Fehlanzeige. Diese Dialoge zeichnen sich allerdings durch eine bemerkenswerte Eigenart aus: Sie wirken oftmals sprunghaft, absurd und banal. Kaum eine Figur scheint je etwas von wirklichem Gewicht oder von klarer Relevanz zu sagen. Ständig fühlen sich die Charaktere bemüßigt, einen Einwurf zu machen oft belanglos, oft widersprüchlich, und nicht selten ohne klaren Bezug zur vorherigen Frage oder Antwort. Was zunächst wie ein Defizit erscheint, erweist sich bei näherer Betrachtung als ein geniales Stilmittel. Denn es entsteht eine Dynamik, die ein äußerst treffendes Bild der damaligen Gesellschaft zeichnet. Die Qualität dieser Dialoge und des gesamten Romans offenbart sich somit erst in seiner Gesamtheit. Wenn man die Gespräche mit etwas Abstand revue passieren lässt, wird deutlich, wie präzise Compton-Burnett die Oberflächlichkeit, die sozialen Konventionen und die Spannungen innerhalb der Familie einfängt. Der Vorwurf der Banalität, den man der Handlung oder den Figuren beim ersten Lesen vielleicht machen könnte, erweist sich als ungerechtfertigt. Stattdessen entsteht ein fein gewebtes literarisches Bild, das in seiner Eindringlichkeit beeindruckt. Auch die Handlung selbst bleibt diesem Muster treu. Viele Motive, die Compton-Burnett aufgreift, hat man in ähnlicher Form bereits bei viktorianischen Erzählern wie Jane Austen oder Frances Hodgson Burnett gesehen. Es wird verlobt und getrennt, ein Todesfall (Mordfall?) sorgt für Aufruhr, und die Familie sieht sich mit Verdächtigungen, Gerüchten und Verleumdungen konfrontiert. Das alles klingt wie der Stoff eines trivialen Unterhaltungsromans oder zeitgenössischen Dramas. Doch trotz dieser vertrauten Elemente gelingt es der Autorin, ihr literarisches Niveau durchweg zu wahren. Das liegt vor allem daran, dass Compton-Burnett die Fäden ihrer Geschichte souverän in der Hand behält. Jeder Dialog, jede Wendung und jede Charakterentwicklung wirkt glaubhaft und an der richtigen Stelle. Insgesamt ist Ein Haus und seine Hüter ein hervorragender Familienroman, der klassische viktorianische Motive mit moderner Erzählkunst verbindet. Die dialogbasierte Handlung, die vermeintliche Oberflächlichkeit der Figuren und die scheinbar banalen Episoden fügen sich zu einem stimmigen Gesamtbild. Ivy Compton-Burnetts Roman ist eine wahre Wiederentdeckung, die sowohl Liebhaber klassischer Literatur als auch moderne Leser zu fesseln vermag. Es ist eine Geschichte, die sich nicht nur durch ihre Handlung, sondern vor allem durch ihre kluge und innovative Umsetzung auszeichnet.
Von Thomas B am 08.12.2024

es weihnachtet

Ein etwas anderes weihnachtsbuch erwartet uns hier, aber: unbedingt lesen!! Ivy Compton-Burnett hat 19 Romane geschrieben. Ihre Freunde sagen: (ihre Bücher sind) " den Gefahren einer allzu großen leserschaft nicht ausgesetzt." Dieses subjektive ( aber irgendwie lustige) Urteil hast sich im Laufe der Zeit nicht bewahrheitet. ist doch Ivy Compton-Burnett eine gute Beobachterin, die ihren Geschichten immer eine portion Ironie zufügt. So auch in diesem Weihnachtsroman. Die Geschichte wirkt überzeichnet ( so kann es garnicht sein, oder?) und dadurch höchst subtil. Aber das macht den Reiz dieses Buches aus dem Anfang des 20. Jahrhunderts aus und hebt es von den gegenwärtigen Büchern ab. Man sagt von der Autorin, sie wäre Jane austen auf Crack, zugegeben, manchmal hatte ich das Gefühl........ Aber macht Euch ein eigenes Bild und lest dieses Buch bitte!!! Es lohnt sich.
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