Inhalt:
Elea und ihr Mann Otto haben ihre besten Freunde eingeladen, mit ihnen gemeinsam in ihrem Ferienhaus die alljährliche Nacht der alten Feuer zu feiern - eine Tradition, die das Ende des Sommers markiert. Dabei geht es nicht nur darum, gemeinsam Zeit zu verbringen und in Erinnerungen zu schwelgen. Elea möchte ihren Freunden von ihrer Krebsdiagnose erzählen. Doch sie ist nicht die Einzige, die etwas vor den anderen verbirgt, und so kommen an diesem Abend so einige Themen zur Sprache.
Meine Meinung:
Im Mittelpunkt der Geschichte stehen Elea und Otto sowie ihre langjährigen Freunde, zu denen sie eine enge Bindung haben. Ihre Freundschaft besteht seit Jahrzehnten und hat bereits viele Höhen und Tiefen durchlebt. Gemeinsam verbringen die Freunde den letzten Samstag im August damit, ein Feuer am Meer zu entzünden - ein traditioneller Brauch entlang der finnischen Schärenküste. Mir hat gefallen, dass die Freunde diese Tradition pflegen, und es war sehr interessant, etwas über diesen Brauch zu erfahren, von dem ich zuvor noch nie gehört hatte.
Die Handlung ist insgesamt eher ruhig und lebt vor allem von den zwischenmenschlichen Beziehungen. Der Schreibstil war für meinen Geschmack stellenweise etwas zu ausschweifend, was das Lesen für mich erschwert hat. Besonders gut gefallen hat mir, wie einfühlsam Eleas Diagnose und ihre Krankheit thematisiert werden. Man merkt, dass dieses Thema der Autorin persönlich sehr am Herzen liegt. Neben Eleas Erkrankung werden auch weitere Konflikte innerhalb des Freundeskreises aufgegriffen, die sich nach so vielen gemeinsamen Jahren ganz natürlich entwickelt haben. Gleichzeitig wird den Figuren an diesem Abend bewusst, wie wertvoll ihre Freundschaft ist. Diese Botschaft hat mir persönlich sehr gefallen.
Fazit:
Ein ruhiger, nachdenklicher Roman, der wichtige Themen wie Krankheit, Freundschaft und das Älterwerden sensibel behandelt. Der ausschweifende Schreibstil hat für mich zwar einige Längen verursacht, dennoch konnte mich die emotionale Geschichte insgesamt gut unterhalten.