Zum Cover:Das Cover finde ich an sich ganz schön und es passt auch gut zu der Geschichte, aber ich bin leider einfach kein Fan von Menschen auf Covern.Zum Inhalt:In dem Buch "Before we were innocent" von Ella Berman geht es um Bess, welche total überrascht ist, als plötzlich ihre alte Freundin Joni vor ihrer Tür steht. Die beiden haben sich, seit sie vor zehn Jahren von jeglicher Mittäterschaft freigesprochen wurden, nicht mehr gesehen. Jetzt steht aber Joni vor Bess' Tür und bittet sie um einen Gefallen; sie braucht ein Alibi. Bess ist Joni noch etwas schuldig und kann gar nichts anderes als Ja sagen. Außerdem beginnt sie sich zu fragen, ob damals wirklich alles so war, wie sie immer glaubte...Meine Meinung:Ich konnte super in die Geschichte reinstarten und fand sie auch auf den ersten Seiten total spannend. Vor allem die zwei Zeiten, in denen die Geschichte erzählt wird (Vergangenheit und Gegenwart), haben mich sofort in den Bann ziehen können. Man hat immer mehr erfahren und ich habe total mitgefiebert. Die Charaktere fand ich, muss ich ehrlich sagen, nur okay. Ich konnte mich nicht richtig in die einzelnen Figuren hineinversetzen. Mit der Freundesgruppe bin ich bis zum Schluss gar nicht warm geworden, da mir hier vieles ein Rätsel geblieben ist (besonders auf Evangeline bezogen). Aufgrund der Charaktere und der Handlung, die sich ab einem gewissen Punkt sehr schleppend entwickelt hat, bin ich ab der Hälfte des Buchs nur noch sehr langsam mit dem Lesen weitergekommen. Die Rückblicke, die ich so toll fand, waren dann an einigen Stellen einfach unnötig lang. Der Plottwist am Ende hat mich jetzt auch nicht mehr so richtig überzeugt, aber na gut. Was mir gut gefallen hat, ist, dass es in dem Buch um Freundschaften (tiefe Verbindungen), Schuld und auch um die Auswirkungen seiner vergangenen Entscheidungen geht und dass es an einigen Stellen auch etwas emotional wurde.Insgesamt fand ich das Buch ganz gut für zwischendrin, hatte mir aber mehr erhofft und auch erwartet.