Sommer 1945. Der Krieg ist vorbei, Deutschland ist besiegt und das Land liegt in Trümmern. Genau an diesem Punkt setzt Hilmes mit seinem Buch an. Er zeigt, wie die Menschen versuchen, nach der dunkelsten Stunde der Menschheitsgeschichte wieder Halt und Hoffnung zu finden. Geschäfte öffnen wieder ihre Türen, der Alltag kehrt allmählich zurück ins Leben, während überall die Spuren des Krieges sichtbar bleiben. Währenddessen beschließen die Die großen Drei die Zukunft Deutschlands.
Hilmes führt derweil durch viele Perspektiven: Mütter, die um ihre Söhne bangen. Kriegsrückkehrer, die kaum wissen, wie sie wieder in ein normales Leben finden sollen. U.S.-Soldaten, die Nazis aufspüren. Und selbst prominente Figuren wie die Manns oder Billy Wilder, die ihren Weg durch diese Übergangszeit suchen, werden porträtiert. Dieser Querschnitt der Gesellschaft macht das Buch einzigartig, es zeigt nicht nur die großen politischen Entscheidungen, sondern vor allem die Menschen, die in dieser Zeit leben mussten.
Diese Zeit wirkt heute oft weit weg, fast schon abstrakt. Hilmes holt sie zurück in die Realität. Er beschreibt eine Zeit, die für die meisten von uns fremd wirkt, deswegen aber nicht weniger wichtig ist. Diese Geschichten erinnern daran, wie schwer ein Neuanfang sein kann, und wie notwendig es ist, nicht zu vergessen. Gerade heute, wo vieles wieder fragiler wird.
Ein Ende und ein Anfang ist ein
eindringliches und enorm aufschlussreiches Buch. Und sollte in keinem Bücherregal fehlen. Klare Leseempfehlung.